NBA Champion 2010
Donnerstag, Januar 14th, 2010Die Cleveland Cavaliers, Tabellenführer der Eastern Conference, reisen heute Nacht nach Salt Lake City zum Auswärtsspiel gegen die Utah Jazz, um dort ihr 41. Spiel dieser Saison zu absolvieren. 82 Spiele hat die reguläre Saison, heißt, es ist Halbzeit in der NBA. Zeit, zu überprüfen, was alles passiert ist in der ersten Saisonhälfte, was noch passieren kann und – vor allem – wer am Ende die Meisterschaft holt und NBA-Champion 2010 wird.
Beginnen wir in der Western Conference, denn dort ist es alles ganz simpel. Obwohl ihnen immer noch ein richtiger Point Guard fehlt, führt kein Weg an den Los Angeles Lakers vorbei. Die zweitplatzierten Dallas Mavericks liegen bereits 4 Spiele zurück und werden trotz einer wirklich guten Saison nicht in der Lage sein, Kobe und seine Lakers in einer Best of 7 Serie zu bezwingen. Auch die San Antonio Spurs und die Phoenix Suns sind in diesem Jahr nicht stark genug, um die Lakers ernsthaft zu gefährden. Lediglich den Denver Nuggets könnte man, wenn die Verletzungsmisere bald ein Ende nimmt, ein Wunder zutrauen. Aber letztendlich sind Odom, Gasol und Artest allesamt gestandene Spieler, die sowohl Unmengen an Talent, als auch reichlich Erfahrung mitbringen. Dazu ein Center wie Andrew Bynum mit All-Star Potential, ein unberechenbarer Derek Fisher und nicht zu vergessen: Der erfolgreichste Coach der NBA Geschichte, Phil Jackson, der als Trainer bereits 10 mal NBA Champion wurde … Wer dieses Team bezwingt, der wird zurecht Meister…
…Womit wir in der Eastern Conference angekommen wären. Denn denkt man zurück an Weihnachten, dann erinnert man sich an fliegende Sitzkissen auf dem Feld des Staples Center, an Mo Williams, LeBron James und Shaquille O’Neal, an die Cleveland Cavaliers, die den Lakers in eigener Halle keine Chance ließen. Diese Cavaliers streiten sich zur Zeit um die Tabellenführung der Eastern Conference mit dem zweiten Team, das die Lakers schlagen kann, den Boston Celtics, meinem persönlichen Favoriten als NBA Champion 2010. Das Team von Doc Rivers ist eines der wohl unberechenbarsten der Liga. Während die Lakers fast jedes Spiel erneut mit Kobe Bryant stehen und auch fallen, ebenso wie die Cavaliers mit LeBron James, so scort bei den Celtics kein Spieler über 20 Punkte im Schnitt, jedoch 6 Spieler zweistellig! Angeführt von ihren 3 Superstars Ray Allen, Kevin Garnett und Topscorer Paul Pierce und dabei unterstützt von einem überragenden Rajan Rondo, einem soliden Kendrick Perkins und einem, seit dieser Saison auch im Celtics Trikot auflaufenden, Rasheed Wallace von der Bank, sollte dieses Team in einer Best of Seven Serie nur schwer zu schlagen sein.
Ob die Lakers nun in den Finals auf die Celtics oder die Cavaliers treffen, sollte an der zu erwartenden Spannung nicht viel ändern. Boston hat den stärksten Kader der Liga und dass Cleveland in L.A. gewinnen kann, hat man vor nicht allzu langer Zeit deutlich gesehen. Es werden so oder so spannende Finals sein, aus denen durchaus ein Team der Eastern Conference als NBA-Champion hervorgehen kann.

