Posts mit Schlüsselwort ‘NBA Playoffs’

Kevin Durant unstoppable

Montag, Februar 22nd, 2010

Vergangene Nacht konnten die Oklahoma City Thunder bei den Minnesota Timberwolves ihr neuntes Spiel in Folge gewinnen und inzwischen auf Platz 5 der Western Conference klettern. Nur noch einen Sieg trennen sie von den viertplatzierten Dallas Mavericks. Aus einem extrem jungen Team stechen 2 Spieler besonders hervor. Zum Einen Point Guard Russell Westbrook, der gestern Nacht ein Triple-Double erzielte und auf 22 Punkte kam und natürlich der zur Zeit wohl zuverlässigste Scorer der NBA, Kevin Durant.

Knapp 30 Punkte erzielt Durant in dieser Saison durchschnittlich pro Spiel. Gegen die Timberwolves machte er im 28ten Spiel in Folge mehr als 25 Punkte. Seit Mitte Dezember hat KD also Nacht für Nacht über 25 Punkte erzielt, unglaublich. Damit bricht er den Rekord von Allen Iverson und ist der einzige noch aktive NBA Spieler, dem dies gelungen ist. Nur ein Spieler schaffte es in der Geschichte der NBA, eine längere Serie mit mehr als 25 Punkten in jedem Spiel aufrecht zu erhalten – Michael Jordan. Vor 23 Jahren erzielte MJ in 40 aufeinanderfolgenden Spielen über 25 Punkte. Ob Kevin Durant das auch schafft, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall hat er zusammen mit Russell Westbrook aus einer Loser-Franchise ein Winner-Team gemacht und ist auf dem besten Weg, es in die Playoffs zu schiessen.

Und jetzt stelle man sich mal vor, die Sonics/Thunder hätten Ray Allen und Rashard Lewis in ihren Reihen behalten… Die Oklahoma City Thunder können schneller, als man vielleicht denkt NBA-Champion werden.

Trading Deadling

Donnerstag, Februar 18th, 2010

Heute Nacht wird mit der Trading Deadline in der NBA die Sperre für weitere Spielerwechsel bis zum Saisonende in Kraft treten. Die letzten Deals müssen also in den nächsten Stunden abgeschlossen werden. Gerade noch rechtzeitig haben sich auch die Cleveland Cavaliers für die NBA Playoffs verstärkt. Nicht wie spekuliert ist es Amare Stoudamire von den Phoenix Suns, sondern Antawn Jamison von den Washington Wizards, der in einem 3-Team-Trade zu den Cavs wechselt.

Cleveland erhält dabei Antawn Jamison und Sebastian Telfair, Washington bekommt Al Thornton und Zydrunas Ilgauskas und der erst vor 2 Tagen nach Washington getradete Drew Gooden wechselt zu den Los Angeles Clippers.

Während es den Wizards weiterhin um finanzielle Aspekte geht, versuchen die Cavaliers nun endgültig das beste Team der NBA zu werden. Mit Jamison kommt ein mehrfacher All-Star nach Cleveland, um LeBron und Shaq auf dem Weg zum NBA Champion 2010 zu unterstützen. In der bisherigen Saison konnte Jamison 20.5 Punkte und 8.8 Rebounds pro Spiel erzielen und gehört definitiv zu den gefährlichsten Spielern der NBA. Zwar hätten die Cavaliers offensichtlich überhaupt nichts ändern müssen, denn sie haben 13 Spiele in Folge gewonnen und die beste Bilanz der ganzen Liga, doch scheinen sie dadurch noch stärker, als zuvor. Ob Zydrunas Ilgauskas in manchen Situationen trotzdem fehlen wird, bleibt abzuwarten. Shaquille O’Neal kann jedenfalls keine 48 Minuten mehr durchspielen…

Marcus Camby zu den Portland Trail Blazers – Amare Stoudamire nach Cleveland?

Dienstag, Februar 16th, 2010

Zwei weitere NBA-Teams einigten sich kurz vor der am Donnerstag eintretenden Trading Deadline auf einen Trade: Der zweitbeste Rebounder der Liga, Marcus Camby, wechselt im Tausch für Steve Blake und Travis Outlaw von den Los Angeles Clippers zu den Portland Trail Blazers.

Die vom Verletzungspech verfolgten Blazers müssen die gesamte Saison auf ihre beiden Center Greg Oden und Joel Przybilla verzichten, auch All-Star Brandon Roy fehlt bereits seit Januar. Doch trotz der Verletzungsmisere belegen die Trailblazers zur Zeit immer noch den 8. Platz in der Western Conference, der die Teilnahme an den NBA Playoffs bedeuten würde. Mit ihrem neuen Center Marcus Camby haben sie ihre Chancen darauf wohl sicher erhöht, denn auf der Point Guard Position sind die Blazers mit Andre Miller und Jerryd Bayless hervorragend besetzt, wodurch Steve Blakes Abgang kaum auffallen sollte. Travis Outlaw konnte, ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen, bisher auch nur 11 Spiele in dieser Saison bestreiten. Dafür erhalten die Trailblazers den nach Dwight Howard wohl besten Rebounder und Shotblocker der NBA.

Die L.A. Clippers hingegen räumen aufgrund der in weite Ferne gerückten Playoffs Platz in ihrem Salary Cap, um in der Off-Season weitere Free Agents unter Vertrag nehmen zu können.

Auch der immer wieder in Trade Gerüchten auftauchende Amare Stoudamire könnte noch vor Donnerstag seinen Verein wechseln. Angeblich steht ein Deal mit den Cleveland Cavaliers bevor, der beispielsweise Zydrunas Ilgauskas und J.J. Hickson im Tausch für Amare nach Phoenix bringen würde. Sollte dieser Trade tatsächlich stattfinden, braucht man sich über den NBA-Champion 2010 wahrscheinlich nicht mehr unterhalten. LeBron James und Amare Stoudamire in einem Team, dazu Spieler wie Shaquille O’Neal oder Mo Williams, das sieht nahezu unschlagbar aus. Allerdings scheinen die Cavs das zur Zeit auch ohne diesen Trade zu sein. Ihre aktuelle Siegesserie hält bereits seit 13 Spielen an, warum also sollte die Vereinsführung eingreifen? Bis zur Trading Deadline am Donnerstag werden wir mehr erfahren…

Trade perfekt – Butler und Haywood zu den Dallas Mavericks

Montag, Februar 15th, 2010

Im Schatten des NBA All-Star Game haben sich die Dallas Mavericks und die Washington Wizards noch kurz vor der Trading Deadline auf einen nicht ganz überraschenden Trade geeinigt. Die Dallas Mavericks erhalten:

Caron Butler
Brendan Haywood
DeShawn Stevenson

im Tausch dafür wechseln zu den Washington Wizards:

Josh Howard
Drew Gooden
Quinton Ross
James Singleton

Während die Washington Wizards, Vorletzter der Eastern Conference, dadurch Platz in ihrem Salary Cap für einen Neuaufbau schaffen, erhalten die Mavericks Spieler, die sich in den immer näher rückenden Playoffs als wirklich wertvoll erweisen könnten. Drew Gooden wechselt innerhalb von 3 Jahren zum siebten Mal den Verein und Josh Howard spielt die wohl schlechteste Saison seines Lebens. Durch Caron Butler erhalten die Mavs neben Dirk Nowitzki einen neuen gefährlichen Scorer und Rebounder. Dazu erzielt Brendan Haywood im Schnitt knapp 10 Punkte, greift mehr als 10 Rebounds und kommt auf 2 Blocks pro Spiel. Ein unglaublich wichtiger Faktor im unter den Körben stark besetzten Westen der NBA.

Wie weit die Mavs mit ihrem neuen Roster in den Playoffs kommen, bleibt abzuwarten. Zur Zeit liegen sie eine Niederlage hinter den Utah Jazz auf Platz 4 der Western Conference.

Kevin Durant – Der neue NBA Topscorer

Mittwoch, Februar 3rd, 2010

Die Oklahoma City Thunder setzen ihre Siegesserie auch gegen eines der Top-Teams der Eastern Conference, die Atlanta Hawks, fort. Thunder All-Star Kevin Durant überschritt dabei erneut die 30 Punkte Marke, wodurch er seinen Schnitt auf 29,7 Punkte pro Spiel hebt. Damit überholt er nach Kobe Bryant auch LeBron James und führt nun, gemeinsam mit Carmelo Anthony von den Denver Nuggets, die NBA im Scoring an. Durant bestätigt durch seine Leistung die Nominierung zum All-Star Game und rückt auch nicht nur immer weiter in den engsten Kreis der MIP Kandidaten, denn wer NBA-Topscorer ist und in einem Atemzug mit Kobe, LeBron und Melo genannt wird, der muss auch langsam für die MVP Wahl in Betracht gezogen werden.

Beim gestrigen Sieg in Oklahoma City wurde Durant mal wieder vom wohl athletischsten Point Guard in der NBA, Russell Westbrook, unterstützt. 12 Punkte, darunter 2 extrem spektakuläre Dunks, 9 Rebounds und 9 Assists erzielte der 21-jährige Aufbauspieler.

Weder Josh Smith’ 1000ter Block seiner Karriere, noch die 37 Punkte vom All-Star auf Seiten der Hawks, Joe Johnson, konnten die Thunder letztlich am 106:99 Erfolg über Atlanta hindern. Der zweite All-Star in Reihen der Hawks, Al Horford, kam nur auf 14 Punkte und 5 Rebounds.

Durch diesen Sieg verteidigen die Thunder ihren 8. Platz in der Western Conference und es sieht ganz so aus, als könnte sich das junge Team tatsächlich für die NBA Playoffs 2010 qualifizieren.

76ers wieder auf Erfolgskurs – Dank Iverson?

Dienstag, Januar 5th, 2010

Es war für alle Fans vermutlich schon Geschenk genug, dass Allen Iverson seit dem 7. Dezember 2009 wieder das Trikot der Philadelphia 76ers trägt, die in dieser Saison bis dahin kläglich versagten. Zwar gingen die ersten 3 Heimspiele mit Iverson gleich verloren und die Sixers standen mit einer Bilanz von 5 Siegen bei 18 Niederlagen auf dem vorletzten Platz der Eastern Conference – an die Playoffs war nicht zu denken. Doch dann kehrte auch noch der verletzte Lou Williams zurück und auf einmal schien es zu laufen. 3 der letzten 4 Auswärtsspiele gewannen die 76ers, angeführt von Allen Iverson – anders als früher! Kein Iverson, der 40 Punkte scort… Es war das Team, das zusammen diese Spiele gewann. Beim Auswärtssieg am vergangenen Sonntag in Denver war AI mit 17 Punkten Topscorer, gefolgt von Elton Brand (16), Williams und Young (12), Carney (11), Green (9), Iguodala und Speights (8) usw… Ausgeglichener kann ein Team kaum scoren.

Aber warum läuft es nun plötzlich in Philly, macht Iverson sie tatsächlich so viel besser? Die letzten Jahre waren keine leichten für AI, er konnte in keinem anderen Team wirklich Fuß fassen, weder bei den Nuggets, noch bei den Detroit Pistons. Bei den Memphis Grizzlies beendete er letztendlich nach 3 Spielen seine Karriere… Nun ist einer der außergewöhnlichsten Charaktere der NBA wieder da, zuhause, in Philadelphia, wo ihn die Fans natürlich immer noch lieben und feiern, als wäre es das Jahr 2001, in dem er seine Sixers in die Finals schießt. Aber er ist ein anderer Spieler geworden, Iverson scort “nur” noch knapp 16 Punkte pro Spiel und gibt auch “nur” noch 5 Assists, obwohl er im Schnitt immerhin noch 33 Minuten auf dem Parkett steht. Er ist nicht DER Star, in Philadelphia ist ein zweiter AI herangewachsen, Andre Iguodala, Topscorer mit 19 Punkten pro Spiel. Louis Williams, Elton Brand, Thaddeus Young, Marreese Speights – all diese Spieler punkten im Schnitt zweistellig und Iverson kann einfach als ein weiterer gefährlicher Spieler seine Punkte machen und Freiräume für seine Mitspieler schaffen.

Der entscheidende Unterschied ist: In Philadelphia scheint Iverson diese Rolle zu akzeptieren, denn mit dieser Mannschaft, dieser Stadt und diesen Fans kann er sich immer noch identifizieren und er weiß, dass sie ihn vermutlich immer lieben werden. In seiner jetzigen Rolle ist AI ein unglaublich wertvoller Spieler und er wird die Sixers dieses Jahr so zusammen mit der gesamten Mannschaft in die Playoffs führen, wo dann vieles möglich ist. Mit Ausnahme der Top-Teams ist die Eastern Conference erneut viel schwächer als der Westen, daher haben diese Sixers wirklich gute Chancen, wenn sie so weiterspielen und Iverson weiterhin seine Rolle akzeptiert.

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