Jetzt oder nie… Und es sieht für diese Orlando Magic erstmal nach einem nie aus. Vince Carter ist 33, Rashard Lewis 31, Quentin Richardson 30 – allesamt auf dem absteigenden Ast. Schaffen es die Magic in diesem Jahr nicht, ist es erstmal aus mit den Titelträumen.
Das Team scheint zwar auf den ersten Blick immer noch eine komische Mischung zu sein, woran auch Problemkind Quentin Richardson nicht unbedingt etwas ändert. Bitter ist der Abgang von Defender Matt Barnes zu den L.A. Lakers, der im Duell mit den Miami Heat ganz schmerzlich vermisst werden wird. Von den Flügelspielern ist der Franzose Mickael Pietrus der einzig gute Verteidiger und das wird gegen LeBron James und Dwayne Wade definitiv zu wenig sein. Carter, Redick und Lewis sind miese Defender, weswegen ganz Orlando weiterhin auf den besten Center der Welt unter ihren Brettern hofft – Dwight Howard. Wenn Superman sich offensiv endlich weiterentwickelt und hinten weiterhin alles abmäht, was irgendwie in die Nähe seiner Zone gelangt, haben die Magic mit ganz ganz viel Glück und Dreiern die Chance, doch noch was zu reißen. Denn offensiv sind sie zweifellos eines der gefährlichsten Teams. Außer Howard und Gortat kann jeder Spieler werfen, Spieler wie Rashard Lewis, J.J. Redick oder auch Jameer Nelson können ein Spiel im Alleingang drehen, wenn sie heiß laufen. Schafft Dwight Howard in der Offense diesen Durchbruch, wird er noch mehr gedoppelt, Lewis, Nelson, Redick, Richardson und Carter warten an der Dreierlinie und die Magic werden noch gefährlicher, als sie es ohnehin schon sind.
Den Orlando Magic fehlt trotzdem noch der Winner im Team, ein Spieler wie Kobe, wie Pierce oder Wade. Der nicht nur 25 Punkte macht, sondern der die entscheidenden Punkte macht. Und deswegen wird es in den Playoffs genau gegen diese Teams von Kobe, Pierce und Wade für die Magic nicht weitergehen, weshalb in der 2. Runde höchstwahrscheinlich das Aus droht.
