Erfahrung, Erfahrung und nochmal Erfahrung… und Rondo. Der Kader der Boston Celtics scheint auf den ersten Blick voll von alten Knackern und auch die Neuzugänge setzen dem Trend nicht unbedingt ein Ende. Mit Jermaine und Shaquille O’Neal haben die Celtics zwei weitere Spieler an die Ostküste gelockt, die bereits mit einem Bein in Rente stehen, außerdem wurden die Big 3 – Kevin Garnett, Paul Pierce und Ray Allen – allesamt gehalten. Mit Ausnahme vom genialen Aufbauspieler Rajon Rondo haben also alle Leistungsträger des amtierenden Eastern Conference Champion die 30 schon überschritten. Reicht das noch für den Titel? Oder reicht es gerade deswegen?
Wozu die Boston Celtics aus dem Nichts fähig sind, mussten die hochgehandelten Cavaliers um LeBron James und damals auch Shaquille O’Neal in den vergangenen Playoffs erfahren. Nach 82 Spielen belegten die Celtics nur Platz 4 der Eastern Conference und waren in den meisten Köpfen wohl schon abgeschrieben. Doch auf den Punkt genau war das Team topfit, spielte die beste Defense der Liga und ließ die Cavaliers inklusive King James verdammt alt aussehen. Mit den beiden O’Neals kommt nun noch mehr Masse unter Bostons Bretter, durch Kendrick Perkins Verletzung ist das aber auch unbedingt nötig.
Insgesamt sind die Boston Celtics das wohl vielseitigste Team der NBA und sehr schwer einzuschätzen. Sie haben die Erfahrung, das Talent und die Defense, um NBA Champion zu werden. Nach der regulären Saison werden sie zwar erneut nicht an der Spitze der Eastern Conference stehen, doch wie auch schon im vergangenen Jahr werden die Celtics in den Playoffs abrechnen. Wenn alle Knochen halten und Kendrick Perkins im Februar wieder zum Team stößt, sind sie im Osten das einzige Team, das die Miami Heat in einer Playoffserie schlagen kann und auch wird. Mit diesem Kader winken den Boston Celtics erneut die NBA Finals.
