Posts mit Schlüsselwort ‘Trading Deadline’

Der Absturz der Boston Celtics

Dienstag, März 2nd, 2010

Was für ein Spiel. Da ist das vielleicht schlechteste NBA Team aller Zeiten, die New Jersey Nets, zu Gast beim Titelkandidat, den Boston Celtics. Die Saison geht dem Ende entgegen und die Nets haben ganze 5 Spiele gewonnen und 52 verloren und wer geht als Sieger vom Feld? Die Nets, was für ein Witz! Und bereits 2 Tage zuvor verloren die Celtics mit 20 Punkten ihr Heimspiel gegen die Cleveland Cavaliers.

Was ist mit den Boston Celtics passiert, die vor kurzem noch mein Favorit als NBA-Champion 2010 waren? Sie haben immer noch einen der besten Kader der NBA, vielleicht sogar den Besten. Ohne Ende Scorer, wie Paul Pierce, Kevin Garnett oder Ray Allen, die ein Spiel mal eben im Alleingang entscheiden können und dazu sehr erfahren sind. Rasheed Wallace, Rajan Rondo – beides klasse Spieler, die bereits All-Stars waren. Kendrick Perkins spielt eine solide Saison unter dem Korb und von der Bank kommen Spieler wie Marquis Daniels, Tony Allen, Slam Dunk Champion Nate Robinson oder eben Rasheed Wallace. Wie kann so ein Team überhaupt verlieren? Und dann auch noch zu Hause gegen eine frustrierte Mannschaft voll Spielern, deren Namen mal grade ihr eigener Coach weiß.

Die Bilanz der Celtics ist momentan mit 36-21 natürlich nicht schlecht, aber zur Zeit würde es nur für den vierten Platz in der Eastern Conference reichen, der ihren 3 größten Konkurrenten, Atlanta, Orlando und Cleveland Heimrecht im siebten Spiel einer Playoff-Serie geben würde.

Woran liegt es nun, dass ein Team mit sehr vielen guten Scorern nicht an der Ligaspitze steht? An der Defense sollte man denken… Doch falsch gedacht, denn die Celtics sind das beste Defense Team der NBA, kein Team kassiert weniger Punkte pro Spiel als Boston. Es gibt nur einen Unterschied zwischen den Boston Celtics im Vergleich zu den anderen Top Teams der Liga, vorallem denen der Eastern Conference: Dwight Howard, Al Horford und Shaquille O’Neal – die Center! Kendrick Perkins spielt zwar solide, kann allerdings mit keinem dieser 3 All-Stars mithalten. Dadurch ist das Spiel der Celtics sehr auf die Außenspieler fixiert und selbst Garnett bringt den Ball viel seltener ans Brett, als noch vor einiger Zeit. Daher haben die Celtics im Offense meist nur die Option schiessen oder zum Korb ziehen, ein Inside Game mit dem Center gibt es fast nie und wird es vorallem nicht in einem Playoff Duell mit eben Howard, Horford oder Shaq geben, da diese auch noch extrem gute Verteidiger sind. Die Trading Deadline ist abgelaufen und die Celtics haben sich entschlossen, sich lediglich mit dem 1,75m großen Nate Robinson zu verstärken. Nicht grade das Monster, das gegen Shaq und Superman die Bretter abräumt…

Trading Deadling

Donnerstag, Februar 18th, 2010

Heute Nacht wird mit der Trading Deadline in der NBA die Sperre für weitere Spielerwechsel bis zum Saisonende in Kraft treten. Die letzten Deals müssen also in den nächsten Stunden abgeschlossen werden. Gerade noch rechtzeitig haben sich auch die Cleveland Cavaliers für die NBA Playoffs verstärkt. Nicht wie spekuliert ist es Amare Stoudamire von den Phoenix Suns, sondern Antawn Jamison von den Washington Wizards, der in einem 3-Team-Trade zu den Cavs wechselt.

Cleveland erhält dabei Antawn Jamison und Sebastian Telfair, Washington bekommt Al Thornton und Zydrunas Ilgauskas und der erst vor 2 Tagen nach Washington getradete Drew Gooden wechselt zu den Los Angeles Clippers.

Während es den Wizards weiterhin um finanzielle Aspekte geht, versuchen die Cavaliers nun endgültig das beste Team der NBA zu werden. Mit Jamison kommt ein mehrfacher All-Star nach Cleveland, um LeBron und Shaq auf dem Weg zum NBA Champion 2010 zu unterstützen. In der bisherigen Saison konnte Jamison 20.5 Punkte und 8.8 Rebounds pro Spiel erzielen und gehört definitiv zu den gefährlichsten Spielern der NBA. Zwar hätten die Cavaliers offensichtlich überhaupt nichts ändern müssen, denn sie haben 13 Spiele in Folge gewonnen und die beste Bilanz der ganzen Liga, doch scheinen sie dadurch noch stärker, als zuvor. Ob Zydrunas Ilgauskas in manchen Situationen trotzdem fehlen wird, bleibt abzuwarten. Shaquille O’Neal kann jedenfalls keine 48 Minuten mehr durchspielen…

Marcus Camby zu den Portland Trail Blazers – Amare Stoudamire nach Cleveland?

Dienstag, Februar 16th, 2010

Zwei weitere NBA-Teams einigten sich kurz vor der am Donnerstag eintretenden Trading Deadline auf einen Trade: Der zweitbeste Rebounder der Liga, Marcus Camby, wechselt im Tausch für Steve Blake und Travis Outlaw von den Los Angeles Clippers zu den Portland Trail Blazers.

Die vom Verletzungspech verfolgten Blazers müssen die gesamte Saison auf ihre beiden Center Greg Oden und Joel Przybilla verzichten, auch All-Star Brandon Roy fehlt bereits seit Januar. Doch trotz der Verletzungsmisere belegen die Trailblazers zur Zeit immer noch den 8. Platz in der Western Conference, der die Teilnahme an den NBA Playoffs bedeuten würde. Mit ihrem neuen Center Marcus Camby haben sie ihre Chancen darauf wohl sicher erhöht, denn auf der Point Guard Position sind die Blazers mit Andre Miller und Jerryd Bayless hervorragend besetzt, wodurch Steve Blakes Abgang kaum auffallen sollte. Travis Outlaw konnte, ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen, bisher auch nur 11 Spiele in dieser Saison bestreiten. Dafür erhalten die Trailblazers den nach Dwight Howard wohl besten Rebounder und Shotblocker der NBA.

Die L.A. Clippers hingegen räumen aufgrund der in weite Ferne gerückten Playoffs Platz in ihrem Salary Cap, um in der Off-Season weitere Free Agents unter Vertrag nehmen zu können.

Auch der immer wieder in Trade Gerüchten auftauchende Amare Stoudamire könnte noch vor Donnerstag seinen Verein wechseln. Angeblich steht ein Deal mit den Cleveland Cavaliers bevor, der beispielsweise Zydrunas Ilgauskas und J.J. Hickson im Tausch für Amare nach Phoenix bringen würde. Sollte dieser Trade tatsächlich stattfinden, braucht man sich über den NBA-Champion 2010 wahrscheinlich nicht mehr unterhalten. LeBron James und Amare Stoudamire in einem Team, dazu Spieler wie Shaquille O’Neal oder Mo Williams, das sieht nahezu unschlagbar aus. Allerdings scheinen die Cavs das zur Zeit auch ohne diesen Trade zu sein. Ihre aktuelle Siegesserie hält bereits seit 13 Spielen an, warum also sollte die Vereinsführung eingreifen? Bis zur Trading Deadline am Donnerstag werden wir mehr erfahren…

Trade perfekt – Butler und Haywood zu den Dallas Mavericks

Montag, Februar 15th, 2010

Im Schatten des NBA All-Star Game haben sich die Dallas Mavericks und die Washington Wizards noch kurz vor der Trading Deadline auf einen nicht ganz überraschenden Trade geeinigt. Die Dallas Mavericks erhalten:

Caron Butler
Brendan Haywood
DeShawn Stevenson

im Tausch dafür wechseln zu den Washington Wizards:

Josh Howard
Drew Gooden
Quinton Ross
James Singleton

Während die Washington Wizards, Vorletzter der Eastern Conference, dadurch Platz in ihrem Salary Cap für einen Neuaufbau schaffen, erhalten die Mavericks Spieler, die sich in den immer näher rückenden Playoffs als wirklich wertvoll erweisen könnten. Drew Gooden wechselt innerhalb von 3 Jahren zum siebten Mal den Verein und Josh Howard spielt die wohl schlechteste Saison seines Lebens. Durch Caron Butler erhalten die Mavs neben Dirk Nowitzki einen neuen gefährlichen Scorer und Rebounder. Dazu erzielt Brendan Haywood im Schnitt knapp 10 Punkte, greift mehr als 10 Rebounds und kommt auf 2 Blocks pro Spiel. Ein unglaublich wichtiger Faktor im unter den Körben stark besetzten Westen der NBA.

Wie weit die Mavs mit ihrem neuen Roster in den Playoffs kommen, bleibt abzuwarten. Zur Zeit liegen sie eine Niederlage hinter den Utah Jazz auf Platz 4 der Western Conference.

Denver Nuggets führen Dallas Mavericks vor

Mittwoch, Februar 10th, 2010

Kurz vor dem All-Star Game mussten Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks eine bittere Niederlage einstecken. Beim direkten Konkurrenten in der Western Conference, den Denver Nuggets, gab es für die Mavs in der vergangenen Nacht eine bittere 127:91 Klatsche.

Beide All-Stars der Nuggets, Chauncey Billups und auch Topscorer Carmelo Anthony, waren wieder dabei und konnten, wie eigentlich jeder Nugget, überzeugen. 7 Spieler scorten zweistellig für Denver, bester Werfer war schließlich der Brasilianer Nene Hilario mit 21 Punkten. Der deutsche Dirk Nowitzki erzielte bei einer miserablen Wurfquote nur 17 Punkte und musste hilflos mit ansehen, wie seine Mavs ein ums andere Mal überrannt und vorgeführt wurden.

Dallas rutscht damit auf Platz 4 der Western Conference zurück, nachdem die Utah Jazz ihr 9. Spiel in Folge gewinnen konnten.

Ebenfalls in Fahrt gekommen scheinen trotz des erneuten Ausfalls von Allen Iverson die Philadelphia 76ers zu sein. Mit einer soliden Leistung bezwangen sie auch die Minnesota Timberwolves und gewannen so bereits das fünfte Spiel in Folge. Auch der immer wieder in Trade Gerüchten auftauchende Andre Iguodala konnte mal wieder überzeugen und erzielte 24 Punkte. Wenige Wochen vor der Trading Deadline, die weitere Wechsel in der laufenden Saison untersagt, steht die Zukunft von Andre Iguodala immer noch in den Sternen. Die Verantwortlichen der Sixers zeigten sich gesprächsbereit, spekuliert wurde z.B. ein Trade mit Amare Stoudamire von den Phoenix Suns.

Was ist mit den Hornets los?

Samstag, Januar 2nd, 2010

Die New Orleans Hornets um ihren Allstar Point Guard Chris Paul befinden sich zu Beginn des neuen Jahres nur auf Platz 11 der Western Conference, einige Siege vom für die Playoffs nötigen 8. Platz entfernt. Mit bloß 14 Siegen bei 16 Niederlagen lieferten die Hornets eine für ihre Meisterschaftsansprüche katastrophale Bilanz zum Jahresende.

Die vorletzte Saison beendeten die Hornets noch auf dem 2. Platz der Western Conference. Nur was ist passiert mit dem Team, das die Dallas Mavericks 2008 mit Leichtigkeit aus den Playoffs schoss? Die Starting Five bestand damals schon aus Stojakovic, Peterson, Chandler, West und Chris Paul. Vor der aktuellen Saison wurde Tyson Chandler gegen den deutlich wertvolleren Emeka Okafor getradet und die Hornets sahen sich als heißen Titelkandidaten. Bis auf Rasual Butler, der sich letztes Jahr in die Starting Five spielte und nun, um Gehalt einzusparen, zu den Clippers getradet wurde, ist das Team größtenteils zusammen geblieben und wurde noch weiter sinnvoll ergänzt. Die Rookies Marcus Thornton und Darren Collison bringen wichtige Punkte von der Bank und auch James Posey, Devin Brown oder Julian Wright sind zuverlässige Roleplayer. Warum also läuft es diese Saison nicht?

Zu Beginn der Saison wurde Headcoach Byron Scott gefeuert und General Manager Jeff Bower, der zuvor noch nie ein NBA-Team gecoacht hatte, übernahm sein Amt. Aber auch zuvor unter Scott lief es nicht mehr rund. Trotz des Okafor-Trades, der einen der besten Verteidiger unter dem Korb ins Hornets Trikot beförderte, kassiert das Team um Chris Paul ganze 6 Punkte mehr pro Spiel, als noch in der vergangenen Saison. Und wer über 100 Punkte kassiert, aber nur 98 macht, der kann nur schwer gewinnen. Bis Ende Februar bliebe theoretisch noch Zeit, Änderungen am Kader vorzunehmen, bevor die Trading Deadline in Kraft tritt. Wenn die Hornets in dieser Saison auch nur in die Nähe der Finals kommen wollen, muss etwas passieren…