Posts mit Schlüsselwort ‘Rasheed Wallace’

Schreiben die Orlando Magic Geschichte?

Donnerstag, Mai 27th, 2010

Noch nie hat es in der Geschichte der NBA ein Team gegeben, das eine Best of Seven Serie in den Playoffs nach einem 0-3 Rückstand noch gewinnen konnte. Eigentlich auch logisch, denn wer 3-0 zurückliegt, hat zum Einen die Serie im Kopf wohl eh schon abgeschlossen und hat zum Anderen auch noch 2 Auswärtsspiele vor sich, die neben den beiden Heimspielen gewonnen werden müssen. 4 Spiele am Stück gegen ein Team, das einen in den Tagen zuvor 3 mal geschlagen hat. Klingt unmöglich, war es bisher auch.

Nun liefern sich die Boston Celtics und die Orlando Magic zur Zeit eine unglaubliche Serie. Nachdem die Boston Celtics in der Postseason aufgewacht sind, gewinnen sie Spiel 1 und 2 bei den Orlando Magic, die ihrerseits bis dato ungeschlagen durch die Playoffs marschierten. Nach Spiel 3 im TD Garden scheint alles gelaufen, 3-0, Traditionsduell zwischen Celtics und Lakers in den Finals… Oder auch nicht! Während Phoenix beide Heimspiele gewinnen konnte und es in den Western Conference Finals nun 2-2 steht, drehen auch die Magic nochmal auf und holen sich mit Spiel 4 den ersten Auswärtssieg von den Celtics zurück… Ein Lebenszeichen! Vergangene Nacht konnte Orlando nun auch endlich das erste Heimspiel sehr deutlich gewinnen – 113:92 heißt zum Ende in der Amway Arena. Doch die Niederlage dürfte für Boston nicht das bitterste an diesem Abend gewesen sein. Zwar wurden die 2 technischen Fouls von Kendrick Perkins revidiert, weshalb er für Spiel 6 nicht gesperrt sein wird, allerdings verletzten sich gleich 3 Celtics Spieler in der zweiten Halbzeit. Big Baby Glen Davis taumelte mit einer Gehirnerschütterung wie ein Betrunkener vom Feld, bevor sich auch Marquis Daniels eine Gehirnerschütterung zuzog und kurz vor Schluß auch noch Topscorer Rasheed Wallace sich den Rücken vertrat.

Ohne die Revision der technischen Fouls von Perkins wäre das wohl das sichere Ende der Celtics, denn Davis, Wallace und Perkins sind genau die 3 Spieler, die diese Serie über versuchen, Dwight Howard zu verteidigen. So wie Glen Davis vom Feld schwankte, sah es nicht so aus, als wäre er in Spiel 6 wieder voll einsatzfähig. Was mit Sheed und Daniels ist, bleibt abzuwarten. Zeit zur Erholung bleibt nämlich kaum, denn schon Freitag steht eben dieses Spiel 6 in Boston an und wenn die Celtics es dort nicht schaffen, den Sack zuzumachen, sieht es ganz ganz düster für sie aus. Das finale Spiel 7 würde wieder in Orlando stattfinden, wo die Celtics zumindest gestern Abend chancenlos waren.

Der Absturz der Boston Celtics

Dienstag, März 2nd, 2010

Was für ein Spiel. Da ist das vielleicht schlechteste NBA Team aller Zeiten, die New Jersey Nets, zu Gast beim Titelkandidat, den Boston Celtics. Die Saison geht dem Ende entgegen und die Nets haben ganze 5 Spiele gewonnen und 52 verloren und wer geht als Sieger vom Feld? Die Nets, was für ein Witz! Und bereits 2 Tage zuvor verloren die Celtics mit 20 Punkten ihr Heimspiel gegen die Cleveland Cavaliers.

Was ist mit den Boston Celtics passiert, die vor kurzem noch mein Favorit als NBA-Champion 2010 waren? Sie haben immer noch einen der besten Kader der NBA, vielleicht sogar den Besten. Ohne Ende Scorer, wie Paul Pierce, Kevin Garnett oder Ray Allen, die ein Spiel mal eben im Alleingang entscheiden können und dazu sehr erfahren sind. Rasheed Wallace, Rajan Rondo – beides klasse Spieler, die bereits All-Stars waren. Kendrick Perkins spielt eine solide Saison unter dem Korb und von der Bank kommen Spieler wie Marquis Daniels, Tony Allen, Slam Dunk Champion Nate Robinson oder eben Rasheed Wallace. Wie kann so ein Team überhaupt verlieren? Und dann auch noch zu Hause gegen eine frustrierte Mannschaft voll Spielern, deren Namen mal grade ihr eigener Coach weiß.

Die Bilanz der Celtics ist momentan mit 36-21 natürlich nicht schlecht, aber zur Zeit würde es nur für den vierten Platz in der Eastern Conference reichen, der ihren 3 größten Konkurrenten, Atlanta, Orlando und Cleveland Heimrecht im siebten Spiel einer Playoff-Serie geben würde.

Woran liegt es nun, dass ein Team mit sehr vielen guten Scorern nicht an der Ligaspitze steht? An der Defense sollte man denken… Doch falsch gedacht, denn die Celtics sind das beste Defense Team der NBA, kein Team kassiert weniger Punkte pro Spiel als Boston. Es gibt nur einen Unterschied zwischen den Boston Celtics im Vergleich zu den anderen Top Teams der Liga, vorallem denen der Eastern Conference: Dwight Howard, Al Horford und Shaquille O’Neal – die Center! Kendrick Perkins spielt zwar solide, kann allerdings mit keinem dieser 3 All-Stars mithalten. Dadurch ist das Spiel der Celtics sehr auf die Außenspieler fixiert und selbst Garnett bringt den Ball viel seltener ans Brett, als noch vor einiger Zeit. Daher haben die Celtics im Offense meist nur die Option schiessen oder zum Korb ziehen, ein Inside Game mit dem Center gibt es fast nie und wird es vorallem nicht in einem Playoff Duell mit eben Howard, Horford oder Shaq geben, da diese auch noch extrem gute Verteidiger sind. Die Trading Deadline ist abgelaufen und die Celtics haben sich entschlossen, sich lediglich mit dem 1,75m großen Nate Robinson zu verstärken. Nicht grade das Monster, das gegen Shaq und Superman die Bretter abräumt…

Lakers gewinnen Traditionsduell gegen Boston in letzter Minute

Montag, Februar 1st, 2010

Kobe Bryant und seine Los Angeles Lakers waren vergangene Nacht zu Gast bei ihren Erzrivalen, den Boston Celtics. Kein Team stellt in diesem Jahr so viele All-Stars wie Boston. Mit Kevin Garnett, Paul Pierce und Rajan Rondo sind insgesamt 3 Celtics beim diesjährigen All-Star Game dabei. Auf Seiten der Lakers ist natürlich Kobe Bryant vertreten, sowie Shannon Brown, der am All-Star Saturday beim Slam Dunk Contest antreten wird.

Im gestrigen Duell zwischen den Lakers und den Celtics ging es gewohnt hitzig und hart zur Sache, schon vor dem Tipp-Off war klar, wie viel dieses Duell beiden Teams bedeutet. Zuerst legten sich Paul Pierce und Ron Artest miteinander an, später holten sich dann Rasheed Wallace und Pau Gasol ein Technisches Foul ab.
Rajan Rondo führte seine Celtics an, war mit 21 Punkten Topscorer und verteilte 12 Assists. Kobe Bryant erwischte zwar keinen wirklich guten Tag und kam auf insgesamt nur 19 Punkte, allerdings traf er, wie sollte es auch anders sein, den Gamewinner zum 90:89 für seine Lakers.

Während die L.A. Lakers durch diesen Sieg ihren Vorsprung in der Western Conference weiter ausbauen, fallen die Celtics inzwischen auf den vierten Platz in der Eastern Conference zurück und liegen schon 7 Spiele hinter den führenden Cleveland Cavaliers. Ein erneutes Aufeinandertreffen der Celtics und Lakers in den NBA Finals wird daher immer unwahrscheinlicher.

Boston Celtics verlieren nächstes Topspiel

Samstag, Januar 30th, 2010

Was ist nur mit den Boston Celtics los? In der ersten Saisonhälfte mussten Sie immer wieder ohne Stars wie Kevin Garnett auskommen, Rajan Rondo spielte sich dafür in der Zeit zum All-Star und die Celtics waren zusammen mit den Cleveland Cavaliers an der Spitze der Eastern Conference. Vor einigen Wochen noch waren sie mein absoluter Favorit als NBA Champion 2010. Und nun, wo sie endlich wieder vollzählig sind, mit einem Kader von dem viele Teams nur träumen dürfen, da verlieren Sie ein wichtiges Spiel nach dem anderen und liegen inzwischen bereits 6 Siege hinter dem Tabellenführer der Eastern Conference, den Cavs.

Vergangene Nacht waren die Celtics zu Gast bei ihrem diesjährigen Angstgegner, den Atlanta Hawks. Und es schien, als müsste All-Star Paul Pierce allein gegen alle Hawks antreten. 35 Punkte erzielte Pierce, Ray Allen kam auf 9, Rajan Rondo und Rasheed Wallace auf grade einmal 6 Punkte. Die Atlanta Hawks scheinen dabei im Gegensatz zu den Celtics immer stärker zu werden, auch sie haben mit Al Horford und Joe Johnson zwei Spieler in ihren Reihen, die beim diesjährigen All-Star Game dabei sind. Und eben dieser Joe Johnson schoss in der entscheidenden Phase des Spiel sämtliche Lichter in der Phillips Arena aus. 16 seiner 27 Punkte erzielte er im letzten Viertel, unterstützt wurde er dabei vom wohl besten 6th man der NBA, Jamal Crawford, der 28 Punkte von der Bank brachte, darunter ein spektakulärer Buzzer Beater von der Mittellinie.

Durch diesen Sieg steht es im direkten Duell zwischen den Hawks und den Celtics 4-0 für Atlanta. Wenn das mal kein klares Zeichen dafür ist, wer eine Best-of-Seven Serie in den Playoffs gewinnen kann, vorallem da die Hawks durch die direkten Siege nun in der Tabelle an den Celtics vorbeigezogen sind und im Aufeinandertreffen in den Playoffs im entscheidenden siebten Spiel Heimrecht hätten…

NBA Champion 2010

Donnerstag, Januar 14th, 2010

Die Cleveland Cavaliers, Tabellenführer der Eastern Conference, reisen heute Nacht nach Salt Lake City zum Auswärtsspiel gegen die Utah Jazz, um dort ihr 41. Spiel dieser Saison zu absolvieren. 82 Spiele hat die reguläre Saison, heißt, es ist Halbzeit in der NBA. Zeit, zu überprüfen, was alles passiert ist in der ersten Saisonhälfte, was noch passieren kann und – vor allem – wer am Ende die Meisterschaft holt und NBA-Champion 2010 wird.

Beginnen wir in der Western Conference, denn dort ist es alles ganz simpel. Obwohl ihnen immer noch ein richtiger Point Guard fehlt, führt kein Weg an den Los Angeles Lakers vorbei. Die zweitplatzierten Dallas Mavericks liegen bereits 4 Spiele zurück und werden trotz einer wirklich guten Saison nicht in der Lage sein, Kobe und seine Lakers in einer Best of 7 Serie zu bezwingen. Auch die San Antonio Spurs und die Phoenix Suns sind in diesem Jahr nicht stark genug, um die Lakers ernsthaft zu gefährden. Lediglich den Denver Nuggets könnte man, wenn die Verletzungsmisere bald ein Ende nimmt, ein Wunder zutrauen. Aber letztendlich sind Odom, Gasol und Artest allesamt gestandene Spieler, die sowohl Unmengen an Talent, als auch reichlich Erfahrung mitbringen. Dazu ein Center wie Andrew Bynum mit All-Star Potential, ein unberechenbarer Derek Fisher und nicht zu vergessen: Der erfolgreichste Coach der NBA Geschichte, Phil Jackson, der als Trainer bereits 10 mal NBA Champion wurde … Wer dieses Team bezwingt, der wird zurecht Meister…

…Womit wir in der Eastern Conference angekommen wären. Denn denkt man zurück an Weihnachten, dann erinnert man sich an fliegende Sitzkissen auf dem Feld des Staples Center, an Mo Williams, LeBron James und Shaquille O’Neal, an die Cleveland Cavaliers, die den Lakers in eigener Halle keine Chance ließen. Diese Cavaliers streiten sich zur Zeit um die Tabellenführung der Eastern Conference mit dem zweiten Team, das die Lakers schlagen kann, den Boston Celtics, meinem persönlichen Favoriten als NBA Champion 2010. Das Team von Doc Rivers ist eines der wohl unberechenbarsten der Liga. Während die Lakers fast jedes Spiel erneut mit Kobe Bryant stehen und auch fallen, ebenso wie die Cavaliers mit LeBron James, so scort bei den Celtics kein Spieler über 20 Punkte im Schnitt, jedoch 6 Spieler zweistellig! Angeführt von ihren 3 Superstars Ray Allen, Kevin Garnett und  Topscorer Paul Pierce und dabei unterstützt von einem überragenden Rajan Rondo, einem soliden Kendrick Perkins und einem, seit dieser Saison auch im Celtics Trikot auflaufenden, Rasheed Wallace von der Bank, sollte dieses Team in einer Best of Seven Serie nur schwer zu schlagen sein.

Ob die Lakers nun in den Finals auf die Celtics oder die Cavaliers treffen, sollte an der zu erwartenden Spannung nicht viel ändern. Boston hat den stärksten Kader der Liga und dass Cleveland in L.A. gewinnen kann, hat man vor nicht allzu langer Zeit deutlich gesehen. Es werden so oder so spannende Finals sein, aus denen durchaus ein Team der Eastern Conference als NBA-Champion hervorgehen kann.

Hawks mit drittem Sieg gegen die Boston Celtics

Dienstag, Januar 12th, 2010

Die Atlanta Hawks scheinen in dieser Saison der absolute Angstgegner der Boston Celtics zu sein. Nachdem die Celtics bereits die ersten beiden Aufeinandertreffen in dieser Saison verloren hatten, mussten sie sich gestern in ihrem TD Garden erneut den Hawks um Joe Johnson geschlagen geben. Dieser erzielte 36 Punkte und traf dabei 5 seiner 7 Dreier. Die Boston Celtics, die ohne Rasheed Wallace und Kevin Garnett auskommen mussten, verspielten eine 10 Punkte Führung nach einem unsportlichen Foul von Glen Davis, mit dem Coach Doc Rivers überhaupt nicht einverstanden war. Einige Sekunden später fand sich Boston’s Trainer auf der Tribüne wieder. Ohne ihren Coach fehlten den Celtics in den letzten Minuten eines sehr knappen Spiels die Nerven und so sorgte Jamal Crawford kurz vor Schluss für den 102:96 Endstand und die damit verbundene 3-0 Bilanz im direkten Duell seiner Hawks mit den Boston Celtics.

Topscorer der Celtics war mal wieder Rajan Rondo mit 26 Punkten, Paul Pierce kam auf 19 und Ray Allen auf 16 Punkte. Die Hawks rücken durch den Sieg bis auf ein Spiel an die drittplatzierten Orlando Magics heran, während die Boston Celtics ihren Spitzenplatz in der Eastern Conference an die Cleveland Cavaliers abgeben mussten.