Nach einer für diesen Kader katastrophalen zweiten Saisonhälfte und dem enttäuschenden vierten Platz in der Eastern Conference, melden sich die Boston Celtics in den Playoffs zurück. In der zweiten Runde bekamen das zunächst LeBron James und seine Cavs zu spüren, die 2 Heimspiele in der Serie an die Celtics abgeben und sich letztendlich 2:4 geschlagen geben mussten. Und nun in den Conference Finals stehen sich mal wieder die Celtics und die Orlando Magic gegenüber, Heimvorteil dank der besseren Saisonbilanz für Orlando.
Doch wie aus dem Nichts fangen die Celtics wieder an Basketball zu spielen, wie ein NBA Champion. Rajan Rondo hat sich zum vielleicht besten Point Guard der NBA entwickelt, Paul Pierce und Ray Allen treffen die wichtigen Würfe und die Big Men der Celtics sind zumindest ansatzweise in der Lage, Dwight Howard zu stoppen. Resultat nach den ersten beiden Spielen in Orlando: 2 Auswärtssiege für Boston, die Conference Finals scheinen entschieden, wenn nicht noch ein Wunder geschieht. Spiel 3 und 4 finden im TD Garden in Boston statt, wo den bis hierher so erfolgreichen Magics dann selbst ein Sweep, also eine 0:4 Niederlage, droht.
Die Saison neigt sich ihrem Ende entgegen und bis auf den 8. Platz im Osten stehen alle Playoff-Teilnehmer fest. Zeit, sich über den MVP, den wertvollsten Spieler der regulären Saison, Gedanken zu machen.
Woran erkennt man aber einen MVP, was unterscheidet ihn von den anderen? Vor und auch während der Saison standen eigentlich nur 2 Spieler im Fokus: LeBron James und Kobe Bryant, die zwei vielleicht besten Basketballer der Welt und beide auch sicher unglaublich wertvoll. Im Duell dieser beiden spricht allerdings nahezu alles für James. LBJ hat deutlich bessere Stats, er scort nicht nur 2 Punkte mehr im Schnitt, sondern verteilt unglaubliche 8.6 Assists pro Spiel, was nur die wenigstens Point Guards schaffen. Auch bei den Rebounds, Blocks und sogar der 3er-Quote kommt LeBron besser weg als Kobe. Außerdem haben die Cleveland Cavaliers beide Aufeinandertreffen mit den L.A. Lakers für sich entscheiden können und auch die mit Abstand beste Saisonbilanz. Einziger Punkt für Kobe dürften seine unzähligen Gamewinner sein. Wann immer die Lakers Sekunden vor Schluss zurücklagen, es schien als könnte KB24 überhaupt keinen Buzzer-Beater daneben werfen.
Nun hat die NBA allerdings mehr als 2 Weltklasse Spieler und somit auch weitere potentielle MVPs. Dwayne Wade und Dwight Howard sollten aber wohl beide aus dem Rennen um den MVP ausscheiden, da Wade nicht an seine unglaubliche Saison 2008/09 anknüpfen konnte und Howard mit seinen Orlando Magics zu weit hinter LeBrons Cavaliers steht. Dann gibt es da noch den ewigen Mann im Schatten von LeBron James, Carmelo Anthony. Schon bereits im Draft 2003 wurde Melo hinter LeBron James gezogen und auch bis heute scheint sich die Reihenfolge nicht geändert zu haben. Anthony kämpft mit seinen Denver Nuggets zwar um den zweiten Platz im Westen und gehört zu den besten Scorern der NBA, wird allerdings keine Chance im Kampf um den MVP Titel haben.
Und dann ist da noch der Topscorer der NBA… Nicht Kobe, nicht James, Anthony, Wade oder Nowitzki… Kevin Durant. Durant hat kein Spiel seiner Oklahoma City Thunder verpasst und sie tatsächlich in die Playoffs geführt. Da die Thunder nun 2 wichtige Spiele verloren haben und mit Pech sogar nur 8. werden, müssen die L.A. Lakers die Playoffs wohl schon in der ersten Runde verlassen, denn im Duell L.A. gegen Oklahoma werden die Lakers schlecht aussehen… Und da der MVP während der ersten Playoff-Runde gewählt wird, fällt die Wahl zwischen LeBron James und Kevin Durant. Mein persönlicher MVP ist Durant, allerdings wird es aller Vorraussicht nach, wie auch im letzten Jahr, LeBron James werden, der letztendlich die MVP-Trophy überreicht bekommt.
Vergangene Nacht mussten auch die Chicago Bulls in ihrem United Center erkennen, dass die Dallas Mavericks zur Zeit wohl niemand aufhalten kann. 122:116 gewannen die Mavs ihr 11. Spiel in Folge, wodurch sie ihren zweiten Platz in der Western Conference weiter verteidigen und auf 3 Spiele an die einst in weite Ferne gerückten Los Angeles Lakers herankommen.
Seit dem Trade, der vor einigen Wochen Brendan Haywood und Caron Butler zu den Mavs gebracht hat, sind diese nicht mehr zu stoppen. Aber liegt es wirklich nur an diesem Trade? Denn die 11 Siege waren nicht irgendwelche Teams, sondern unter Anderem gegen die Lakers, die Phoenix Suns, in Orlando oder Atlanta – alles Top Teams, mit denen es ein Wiedersehen in den Playoffs geben könnte.
Mit Butler haben die Mavs eine gefährliche Option mehr im Offense und gleichzeitig einen guten Verteidiger bekommen. Haywood unterstützt Erick Dampier beim Abräumen der Bretter und Rodrigue Beaubois spielt sich langsam in den Vordergrund. Der 1.83m kleine Rookie steht plötzlich in der Starting Five, blockt in der Defense Spieler wie Brad Miller, die gefühlte 5 Köpfe größer sind als er und erzielt dazu in den letzten 3 Spielen 21 Punkte im Schnitt. Und sonst gibt es da ja immer noch All-Stars wie Dirk Nowitzki, Jason Kidd, Shawn Marion oder den Best 6th Man der vergangenen Saison, Jason Terry.
Der Kader der Dallas Mavericks ist so stark geworden, dass sie den Denver Nuggets und Los Angeles Lakers im Westen durchaus Konkurrenz machen können. Die Defense der Mavs hat sich so verbessert, dass sie nichtmal mehr 100 Punkte pro Spiel kassieren und vielleicht werden Dirk Nowitzkis Titelträume in diesem Jahr ja doch noch wahr und die Mavs werden mit Butler und Haywood tatsächlich NBA Champion 2010.
Was für ein Spiel. Da ist das vielleicht schlechteste NBA Team aller Zeiten, die New Jersey Nets, zu Gast beim Titelkandidat, den Boston Celtics. Die Saison geht dem Ende entgegen und die Nets haben ganze 5 Spiele gewonnen und 52 verloren und wer geht als Sieger vom Feld? Die Nets, was für ein Witz! Und bereits 2 Tage zuvor verloren die Celtics mit 20 Punkten ihr Heimspiel gegen die Cleveland Cavaliers.
Was ist mit den Boston Celtics passiert, die vor kurzem noch mein Favorit als NBA-Champion 2010 waren? Sie haben immer noch einen der besten Kader der NBA, vielleicht sogar den Besten. Ohne Ende Scorer, wie Paul Pierce, Kevin Garnett oder Ray Allen, die ein Spiel mal eben im Alleingang entscheiden können und dazu sehr erfahren sind. Rasheed Wallace, Rajan Rondo – beides klasse Spieler, die bereits All-Stars waren. Kendrick Perkins spielt eine solide Saison unter dem Korb und von der Bank kommen Spieler wie Marquis Daniels, Tony Allen, Slam Dunk Champion Nate Robinson oder eben Rasheed Wallace. Wie kann so ein Team überhaupt verlieren? Und dann auch noch zu Hause gegen eine frustrierte Mannschaft voll Spielern, deren Namen mal grade ihr eigener Coach weiß.
Die Bilanz der Celtics ist momentan mit 36-21 natürlich nicht schlecht, aber zur Zeit würde es nur für den vierten Platz in der Eastern Conference reichen, der ihren 3 größten Konkurrenten, Atlanta, Orlando und Cleveland Heimrecht im siebten Spiel einer Playoff-Serie geben würde.
Woran liegt es nun, dass ein Team mit sehr vielen guten Scorern nicht an der Ligaspitze steht? An der Defense sollte man denken… Doch falsch gedacht, denn die Celtics sind das beste Defense Team der NBA, kein Team kassiert weniger Punkte pro Spiel als Boston. Es gibt nur einen Unterschied zwischen den Boston Celtics im Vergleich zu den anderen Top Teams der Liga, vorallem denen der Eastern Conference: Dwight Howard, Al Horford und Shaquille O’Neal – die Center! Kendrick Perkins spielt zwar solide, kann allerdings mit keinem dieser 3 All-Stars mithalten. Dadurch ist das Spiel der Celtics sehr auf die Außenspieler fixiert und selbst Garnett bringt den Ball viel seltener ans Brett, als noch vor einiger Zeit. Daher haben die Celtics im Offense meist nur die Option schiessen oder zum Korb ziehen, ein Inside Game mit dem Center gibt es fast nie und wird es vorallem nicht in einem Playoff Duell mit eben Howard, Horford oder Shaq geben, da diese auch noch extrem gute Verteidiger sind. Die Trading Deadline ist abgelaufen und die Celtics haben sich entschlossen, sich lediglich mit dem 1,75m großen Nate Robinson zu verstärken. Nicht grade das Monster, das gegen Shaq und Superman die Bretter abräumt…
Auch die New York Knicks waren gestern nicht in der Lage, die Siegesserie der Cleveland Cavaliers zu unterbrechen – 11 Spiele in Folge haben die Cavs nun schon gewonnen und inzwischen die beste Bilanz in der NBA. Vorallem in der vergangenen Nacht hatten die Cavaliers das erneut einem Mann zu verdanken, LeBron James. LeBron stellte einen Franchise Rekord auf und erzielte allein in der ersten Halbzeit 35 Punkte, davon 24 direkt nacheinander. Bereits nach dem ersten Viertel stand es dank 4 Dreiern von LeBron James 44:24 für die Cavs. Unterstützt von Shaquille O’Neal, der 19 Punkte erzielte, sich allerdings vom 1,75m großen, amtierenden Slam Dunk ChampionNate Robinson blocken lassen musste, konnten die Cavaliers bereits den 41. Sieg in der aktuellen Saison einfahren.
Zur Zeit gibt es wohl kein Team in der NBA, das die Cavaliers aufhalten kann, obwohl diese sogar auf ihren verletzten Point Guard Mo Williams verzichten müssen. Bereits 7 Siege Vorsprung hat Cleveland auf die zweitplatzierten Boston Celtics und Orlando Magics in der Eastern Conference. Es scheint, als könnte King James mit Shaq zusammen endlich seinen ersten Titel holen und NBA Champion werden. Nachdem er gegen die Memphis Grizzlies mit 15 Assists bewiesen hatte, dass er auch ein wirklich guter Teamplayer ist, zeigte LeBron vergangene Nacht wieder mal eindrucksvoll, dass es einfach nahezu unmöglich ist, ihn am Scoren zu hindern. Auch hinsichtlich der Wahl zum MVP hat er durch die Siegesserie seiner Cavs immer bessere Karten und sollte diesen Award wohl zum zweiten Mal in Folge erhalten.
Zwei echte Topspiele hatte die vergangene Nacht zu bieten: Zum Einen das Topspiel im Osten, in dem die Orlando Magics sich für die Niederlage an Weihnachten gegen die Boston Celtics revangieren wollten und zum Anderen das Duell zweier ehemaliger Teamkollegen und guten Freunde: Steve Nash und Dirk Nowitzki.
Dank ihres überragenden Forwards Rashard Lewis gelang es den Magics tatsächlich, das Duell mit den Boston Celtics in den Schlussminuten noch für sich zu entscheiden. 23 Punkte erzielte Lewis insgesamt, darunter auch den Gamewinner zum 96:94. Dwight Howard kam auf 19 Punkte, Topscorer der Celtics war Ray Allen mit 20.
Durch diesen Sieg sind die Magics in der Eastern Conference nun fast gleichauf mit den Atlanta Hawks und den Boston Celtics, während die Cleveland Cavaliers mit inzwischen schon 5 Siegen Vorsprung immer weiter davonziehen.
Im US Airlines Center konnte Steve Nash mit seinen Phoenix Suns seinen alten Teamkameraden Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks 112:106 schlagen, dabei erzielte er sogar die wohl spielentscheidende Punkte gegen Dirk. Insgesamt erzielte Nash 19 Punkte und verteilte 11 Assists, Dirk Nowitzki kam ebenfalls auf 19 Punkte. Die Dallas Mavericks stehen somit unverändert auf dem dritten Platz der Western Conference, 5 Spiele hinter den führenden Los Angeles Lakers.
Am 13. Februar werden Steve Nash und Dirk Nowitzki beim diesjährigen All-Star Game mal wieder im gleichen Trikot als Mitspieler auflaufen und das sogar vor dem damals heimischen Publikum… in Dallas.
Die San Antonio Spurs empfingen vergangene Nacht den Drittplatzierten aus der Eastern Conference, die Atlanta Hawks. Joe Johnson erzielte 31 Punkte für seine Hawks, Jamal Crawford brachte 25 von der Bank. Doch kein Spieler der Hawks war in der Lage, Tim Duncan unter den Brettern aufhalten. 21 Punkte, 6 Assists und unglaubliche 27 Rebounds holt der Big Man der San Antonio Spurs, der im Februar zusammen mit Steve Nash, Amare Stoudamire, Carmelo Anthony und Kobe Bryant die Starting 5 der Western Conference beim All-Star Game in Dallas bilden wird.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit jagte Point Guard Tony Parker den Fans im AT&T Center jedoch einen gewaltigen Schrecken ein. Auf dem Weg zum Korb knickt er mit seinem linken Fuß um und mußte vom Feld getragen werden. Beim anschließenden Röntgen wurde jedoch festgestellt, dass seine Bänder glücklicherweise nicht gerissen sind und Tony Parker seinen Spurs wohl schon bald wieder zur Verfügung stehen wird.
Die Atlanta Hawks werden heute Nacht sicher nach Orlando schauen, wenn ihre beiden direkten Konkurrenten in der Eastern Conference aufeinander treffen. Die Boston Celtics werden bei den Orlando Magics zu Gast sein und müssen dieses Aufeinandertreffen unbedingt gewinnen, wollen sie tatsächlich noch den Anschluss zum Tabellenführer, den Cleveland Cavaliers, halten. In dieser Saison sind die Top Teams der Eastern Conference so stark, wie lang nicht mehr. Cleveland, Boston, Orlando und Atlanta werden die ersten vier Plätze wohl unter sich ausmachen. Die Cleveland Cavaliers haben allerdings erst 3 ihrer 21 Heimspiele verloren und die Tabellenführung am Saisonende wäre gleichbedeutend mit dem Heimrecht in jedem entscheidenden siebten Spiel bis zu den Conference Finals. Wollen Rajan Rondo und die Boston Celtics also tatsächlich in die NBA Finals 2010, so muss nicht nur heute Nacht ein Sieg her, denn eine Best-of-Seven Serie mit dem entscheidenden Spiel in Cleveland würde für die Celtics nur sehr sehr schwer zu gewinnen sein.
Die Atlanta Hawks scheinen in dieser Saison der absolute Angstgegner der Boston Celtics zu sein. Nachdem die Celtics bereits die ersten beiden Aufeinandertreffen in dieser Saison verloren hatten, mussten sie sich gestern in ihrem TD Garden erneut den Hawks um Joe Johnson geschlagen geben. Dieser erzielte 36 Punkte und traf dabei 5 seiner 7 Dreier. Die Boston Celtics, die ohne Rasheed Wallace und Kevin Garnett auskommen mussten, verspielten eine 10 Punkte Führung nach einem unsportlichen Foul von Glen Davis, mit dem Coach Doc Rivers überhaupt nicht einverstanden war. Einige Sekunden später fand sich Boston’s Trainer auf der Tribüne wieder. Ohne ihren Coach fehlten den Celtics in den letzten Minuten eines sehr knappen Spiels die Nerven und so sorgte Jamal Crawford kurz vor Schluss für den 102:96 Endstand und die damit verbundene 3-0 Bilanz im direkten Duell seiner Hawks mit den Boston Celtics.
Topscorer der Celtics war mal wieder Rajan Rondo mit 26 Punkten, Paul Pierce kam auf 19 und Ray Allen auf 16 Punkte. Die Hawks rücken durch den Sieg bis auf ein Spiel an die drittplatzierten Orlando Magics heran, während die Boston Celtics ihren Spitzenplatz in der Eastern Conference an die Cleveland Cavaliers abgeben mussten.
Warum sind die Boston Celtics zur Zeit so erfolgreich? Natürlich, vor nicht all zu langer Zeit fanden mit Ray Allen und Kevin Garnett zwei Superstars den Weg nach Boston, um den vereinsamten Leader Paul Pierce zu unterstürzen. Das Ergebnis war in der vorletzten Saison die Meisterschaft. Auch damals stand schon ein 1,81m kleiner Aufbauspieler namens Rajan Rondo im Kader der Celtics, der gleich zu Beginn seiner NBA-Karriere vor die Aufgabe gestellt wurde, 3 All-Stars auf dem Feld zu dirigieren. Dass er dazu in der Lage sei, dachten nur wenige. Und wer wusste denn vor zwei Jahren wirklich etwas über Rajan Rondo… vermutlich nicht viele!
Nach einer guten letzten Saison zeigt Rondo in dieser Spielzeit nun endgültig, dass er einen unheimlich großen Anteil daran hat, dass sein Team die Eastern Conference anführt. Das zeigt nicht nur ein Blick auf seine Stats, die schon wirklich überzeugend sind. Trotz Pierce, Allen und Garnett als Mitspieler scort Rondo immerhin 13.5 Punkte pro Spiel mit einer Wurfquote von fast 53% aus dem Feld. Dazu verteilt er fast 10 Assists und erkämpft sich ganze 2.5 Steals im Schnitt. Aber in dieser Saison macht Rondo auch die wirklich entscheidenden Sachen. Im wichtigen Duell mit den Orlando Magics an Weihnachten war er der Matchwinner. Ein Point Guard, der 13 Rebounds holt, ein Assists nach dem anderen verteilt und dazu noch extrem gut verteidigt, ist einfach unglaublich wertvoll für ein Team.
Und sollte es tatsächlich zum Traditionsfinale zwischen den Celtics und den Los Angeles Lakers kommen, denen, wie im letzten Beitrag erwähnt, einer wie Rondo fehlt, dann wird R² vielleicht am Ende den entscheidenden Unterschied machen und die Celtics zum Titel führen.
Im Duell der Superstars Kobe Bryant und LeBron James am ersten Weihnachtstag (s. Vorbericht) spielte sich jemand ganz anderes in den Mittelpunkt des Staples Center in Los Angeles. Nicht Kobe, auch nicht LeBron oder Shaq waren es, die schon während des Spiels die meisten Blicke auf sich zogen. Der 1,85m kleine Point Guard der Cleveland Cavaliers, Maurice Williams, erwischte, wie nahezu alle seiner Mitspieler, einen unglaublich starken Tag. Die Lakers fanden kein Mittel gegen die überragend aufspielenden Cavs. Angeführt von Williams und LeBron James setzte sich Cleveland immer wieder auf 20 Punkte ab, während Kobe Bryant von seinen Mitspielern komplett alleine gelassen wurde und oft hilflos wirkte auf seinem Weg zum Korb, der immer wieder in einer 2,16m großen, schwarzen Wand namens Shaquille O’Neal endete. Kobe war zwar trotz seine katastrophalen Wurfquote Topscorer, konnte allerdings auch nicht verhindern, dass die enttäuschten Lakers-Fans nach dem vierten technischen Foul gegen ihr Team das Feld mit Sitzkissen bewarfen. 102:87 gewannen die Cavs letztendlich ein sehr hartes Spiel zu Weihnachten und setzen damit ein klares Zeichen, dass diese Saison mit ihnen zu rechnen ist, die Lakers absolut schlagbar sind und der NBA-Champion 2009/10 auch mal wieder aus dem Osten kommen kann.
Im zweiten Topspiel des Abends gewannen die Boston Celtics, ebenfalls angeführt von ihrem überragenden Point Guard, Rajan Rondo, mit 86:77 bei den Orlando Magics. Topscorer in der Amway Arena war Vince Carter mit 27 Punkten.
Die Boston Celtics und die Los Angeles Lakers führen nun die NBA mit jeweils 23 Siegen und 5 Niederlagen an.