Nach einem 3:2 Rückstand in den NBA Finals haben die L.A. Lakers es letzte Nacht doch geschafft, die Best-of-Seven Serie zu drehen und 4:3 zu gewinnen. Mit einem 83:79 Sieg über die Boston Celtics holten sich die Lakers in Spiel 7 den zweiten Meistertitel in Folge und den 16. insgesamt. Damit fehlt den Lakers nur noch ein Titel, um mit dem Rekordmeister – den Boston Celtics – gleichzuziehen.
In Spiel 7 war es vor allem die Dominanz unter den Brettern, die den Lakers trotz grausamer Wurfquote genug Chancen gab, das Spiel letztendlich doch noch zu gewinnen. Angeführt von Pau Gasol griffen sich die Lakers insgesamt 23 Offensivrebounds, das direkte Duell zwischen Gasol und Garnett gewann mal wieder der Spanier. KG holte sich magere 3 Rebounds und hat es zu keiner Zeit geschafft, Pau Gasol zu kontrollieren (19 Punkte, 18 Rebounds). Ärgerlich, dass auf Seiten der Celtics an so einem Tag auch noch Starting Center Kendrick Perkins ausfiel, nachdem er sich in Spiel 6 am Knie verletzt hatte.
Kobe Bryant erwischte zwar mit 6 von 24 Feldwürfen und 0 von 6 Dreiern einen eher katastrophalen Abend, erzielte aber schließlich noch 23 Punkte und 15 Rebounds und wurde natürlich auch Finals MVP. Für Kobe ist es sein insgesamt fünfter Championship Ring und damit nun auch endlich “one more than Shaq”…
Während die Lakers jetzt in Ruhe feiern können und Kobe seinen Vertrag eh schon vorzeitig verlängert hat, beginnt eine der wohl spannendsten Offseasons seit Langem. Spieler wie Dwayne Wade, Chris Bosh oder Amare Stoudamire sind in diesem Sommer Free Agents, also ohne Vertrag, und können daher von jedem Team verpflichtet werden, das genügend Platz unter seinem Salary Cap hat. Im Mittelpunkt der Offseason 2010 steht allerdings LeBron James, dessen Vertrag ebenfalls ausgelaufen ist und der sich eventuell auch auf die Suche nach einem neuen Team machen wird.
Großer Gewinner der Offseason könnten die Oklahoma City Thunder werden. Zwar werden LeBron oder Wade wohl kaum nach Oklahoma wechseln, aber deren Schwächen liegen ja sowieso auf der Center Position. Wer ganz nach oben will, kann nicht einen Nenad Krstic zum Tip-Off schicken. Sollte es dem Management der Thunder gelingen, Amare Stoudamire oder Chris Bosh unter Vertrag zu nehmen, gehören sie in der nächsten Saison ohne Frage zu den besten Teams der Liga.
Es bleibt diesen Sommer auf jeden Fall auch ohne Ball spannend in der NBA. In ca. einer Woche findet zunächst die NBA Draft statt.
Er hat es tatsächlich geschafft, innerhalb kürzester Zeit aus einer Loser-Franchise ein Team zu machen, das 50 von 82 Saisonspielen gewinnt, sich für die Playoffs qualifiziert und in diesen zur Zeit den Titelkandidaten aus Los Angeles mehr als ärgert.
Mit einem sehr jungen Team und ohne einen wirklich tollen Center haben die Oklahoma City Thunder und ihr Coach Scott Brooks das geschafft und wer weiß, was in den nächsten 3 Spielen gegen die L.A. Lakers nicht noch passieren kann. Brooks formte um Kevin Durant, der unter ihm zum besten Scorer der NBA heranwuchs, ein junges, motiviertes Team mit vielen wertvollen Rollenspielern, die allesamt ihre Position im Team verstehen und das beste daraus machen. Von den Namen her haben die Thunder mit Sicherheit einen der schwächsten und vor allem den unerfahrensten Kader aller Playoffteilnehmer. Natürlich ist Durant ein Superstar und Russell Westbrook ein spektakulärer Point Guard, doch klingen Namen wie Jeff Green, Thabo Sefolosha und Nenad Kristic irgendwie doch anders als z.B. ein Team um Melo, Chauncey Billups, J.R Smith und Nene. Trotz dieser mangelnden Erfahrung hat es Scott Brooks geschafft, ein beeindruckendes Team in Oklahoma aufzubauen und sich den Titel Coach of the Year, der zumeist an den Trainer des erstplatzierten Teams geht, wirklich verdient.
Heute Nacht geht die Serie zum fünften Spiel zurück nach Los Angeles. Sollten die Thunder dort einen Überraschungssieg landen und 3-2 in Führung gehen, kann es für die Lakers verdammt eng werden.
Die Saison neigt sich ihrem Ende entgegen und bis auf den 8. Platz im Osten stehen alle Playoff-Teilnehmer fest. Zeit, sich über den MVP, den wertvollsten Spieler der regulären Saison, Gedanken zu machen.
Woran erkennt man aber einen MVP, was unterscheidet ihn von den anderen? Vor und auch während der Saison standen eigentlich nur 2 Spieler im Fokus: LeBron James und Kobe Bryant, die zwei vielleicht besten Basketballer der Welt und beide auch sicher unglaublich wertvoll. Im Duell dieser beiden spricht allerdings nahezu alles für James. LBJ hat deutlich bessere Stats, er scort nicht nur 2 Punkte mehr im Schnitt, sondern verteilt unglaubliche 8.6 Assists pro Spiel, was nur die wenigstens Point Guards schaffen. Auch bei den Rebounds, Blocks und sogar der 3er-Quote kommt LeBron besser weg als Kobe. Außerdem haben die Cleveland Cavaliers beide Aufeinandertreffen mit den L.A. Lakers für sich entscheiden können und auch die mit Abstand beste Saisonbilanz. Einziger Punkt für Kobe dürften seine unzähligen Gamewinner sein. Wann immer die Lakers Sekunden vor Schluss zurücklagen, es schien als könnte KB24 überhaupt keinen Buzzer-Beater daneben werfen.
Nun hat die NBA allerdings mehr als 2 Weltklasse Spieler und somit auch weitere potentielle MVPs. Dwayne Wade und Dwight Howard sollten aber wohl beide aus dem Rennen um den MVP ausscheiden, da Wade nicht an seine unglaubliche Saison 2008/09 anknüpfen konnte und Howard mit seinen Orlando Magics zu weit hinter LeBrons Cavaliers steht. Dann gibt es da noch den ewigen Mann im Schatten von LeBron James, Carmelo Anthony. Schon bereits im Draft 2003 wurde Melo hinter LeBron James gezogen und auch bis heute scheint sich die Reihenfolge nicht geändert zu haben. Anthony kämpft mit seinen Denver Nuggets zwar um den zweiten Platz im Westen und gehört zu den besten Scorern der NBA, wird allerdings keine Chance im Kampf um den MVP Titel haben.
Und dann ist da noch der Topscorer der NBA… Nicht Kobe, nicht James, Anthony, Wade oder Nowitzki… Kevin Durant. Durant hat kein Spiel seiner Oklahoma City Thunder verpasst und sie tatsächlich in die Playoffs geführt. Da die Thunder nun 2 wichtige Spiele verloren haben und mit Pech sogar nur 8. werden, müssen die L.A. Lakers die Playoffs wohl schon in der ersten Runde verlassen, denn im Duell L.A. gegen Oklahoma werden die Lakers schlecht aussehen… Und da der MVP während der ersten Playoff-Runde gewählt wird, fällt die Wahl zwischen LeBron James und Kevin Durant. Mein persönlicher MVP ist Durant, allerdings wird es aller Vorraussicht nach, wie auch im letzten Jahr, LeBron James werden, der letztendlich die MVP-Trophy überreicht bekommt.
Vor einigen Tagen hatten sich die Oklahoma City Thunder bereits sicher für die NBA Playoffs qualifiziert, doch dank ihrer anhaltend guten Leistungen liegen sie nicht nur auf dem 6. Platz der Western Conference, sondern auch nur knapp hinter den Plätzen 2-5, die allesamt gleichauf sind. Sollten die Thunder es in den letzten Spielen der regulären Saison tatsächlich auf Platz 4 oder höher schaffen, würde ihnen das zumindest in der ersten Playoff-Runde das Heimrecht im entscheidenden 7. Spiel verschaffen.
Oklahoma hat es dabei fast selbst in der Hand, denn ihre nächsten 3 Spiele bestreiten sie gegen 3 der Mannschaften, die direkt vor ihnen platziert sind. Bei den Utah Jazz sowie zuhause gegen die Denver Nuggets und die Phoenix Suns haben die Thunder die Chance, nicht nur eine kleine Überraschung in dieser Saison zu sein, sondern die großen Teams richtig zu ärgern. Dass sie jeden schlagen können, haben sie vor 2 Wochen gegen die L.A. Lakers eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Wenn sie nun auch noch ihre Ausgangslage für die Playoffs verbessern, sollte man Oklahoma mit diesem Kevin Durant eigentlich alles zutrauen…
Das vielleicht beste Team der NBA, die Los Angeles Lakers, sind nur wenige Spiele vor Beginn der Playoffs in einer kleinen Krise. Das Team um Kobe Bryant, das eigentlich NBA-Champion 2010 werden muss, verlor nun sogar zuhause gegen die New Orleans Hornets, die weit entfert von einer Playoffteilnahme sind. Wenige Tage zuvor gab es eine Klatsche bei den Oklahoma City Thunder, zwischenzeitlich stand es 80:47 für Kevin Durant & Co., während Kobe nur noch kopfschüttelnd über seine 9 Turnover haderte. Und auch vergangene Nacht setzte es eine deutliche Niederlage bei den Atlanta Hawks.
Der Westen ist allerdings so stark besetzt, dass die Lakers von der ersten Playoff-Runde an 100% geben müssen.Der erste Platz in der Western Conference ist ihnen zwar kaum mehr zu nehmen, allerdings können die L.A. Lakers mit so einer Leistung auch sofort in der ersten Runde rausfliegen, in der entweder die Portland Trail Blazers, die San Antonio Spurs oder eben die OKC Thunder hochmotiviert darauf warten, die großen Lakers auszuschalten. 9 Turnover bei 11 Punkten und einer katastrophalen Wurfquote darf einem Kobe Bryant, der der beste Basketballer der Welt sein will, nicht passieren, schon gar nicht in dieser Phase. Dadurch, dass die Lakers Basketball nicht als Team spielen und eine der schlechtesten Assist-Quoten der Liga haben, ist es natürlich umso schlimmer, wenn die Einzelspieler wie Kobe einen schlechten Tag erwischen.
Vorallem müssen Phil Jackson und sein Trainerstab nun die Stimmung im Team retten, denn grade mit Spielern wie Kobe, Ron Artest oder Lamar Odom kann diese sehr schnell kippen, was die Lakers-Saison schneller beenden könnte, als man denken mag.
Vergangene Nacht konnten die Oklahoma City Thunder bei den Minnesota Timberwolves ihr neuntes Spiel in Folge gewinnen und inzwischen auf Platz 5 der Western Conference klettern. Nur noch einen Sieg trennen sie von den viertplatzierten Dallas Mavericks. Aus einem extrem jungen Team stechen 2 Spieler besonders hervor. Zum Einen Point Guard Russell Westbrook, der gestern Nacht ein Triple-Double erzielte und auf 22 Punkte kam und natürlich der zur Zeit wohl zuverlässigste Scorer der NBA, Kevin Durant.
Knapp 30 Punkte erzielt Durant in dieser Saison durchschnittlich pro Spiel. Gegen die Timberwolves machte er im 28ten Spiel in Folge mehr als 25 Punkte. Seit Mitte Dezember hat KD also Nacht für Nacht über 25 Punkte erzielt, unglaublich. Damit bricht er den Rekord von Allen Iverson und ist der einzige noch aktive NBA Spieler, dem dies gelungen ist. Nur ein Spieler schaffte es in der Geschichte der NBA, eine längere Serie mit mehr als 25 Punkten in jedem Spiel aufrecht zu erhalten – Michael Jordan. Vor 23 Jahren erzielte MJ in 40 aufeinanderfolgenden Spielen über 25 Punkte. Ob Kevin Durant das auch schafft, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall hat er zusammen mit Russell Westbrook aus einer Loser-Franchise ein Winner-Team gemacht und ist auf dem besten Weg, es in die Playoffs zu schiessen.
Und jetzt stelle man sich mal vor, die Sonics/Thunder hätten Ray Allen und Rashard Lewis in ihren Reihen behalten… Die Oklahoma City Thunder können schneller, als man vielleicht denkt NBA-Champion werden.
Die Oklahoma City Thunder setzen ihre Siegesserie auch gegen eines der Top-Teams der Eastern Conference, die Atlanta Hawks, fort. Thunder All-Star Kevin Durant überschritt dabei erneut die 30 Punkte Marke, wodurch er seinen Schnitt auf 29,7 Punkte pro Spiel hebt. Damit überholt er nach Kobe Bryant auch LeBron James und führt nun, gemeinsam mit Carmelo Anthony von den Denver Nuggets, die NBA im Scoring an. Durant bestätigt durch seine Leistung die Nominierung zum All-Star Game und rückt auch nicht nur immer weiter in den engsten Kreis der MIP Kandidaten, denn wer NBA-Topscorer ist und in einem Atemzug mit Kobe, LeBron und Melo genannt wird, der muss auch langsam für die MVP Wahl in Betracht gezogen werden.
Beim gestrigen Sieg in Oklahoma City wurde Durant mal wieder vom wohl athletischsten Point Guard in der NBA, Russell Westbrook, unterstützt. 12 Punkte, darunter 2 extrem spektakuläre Dunks, 9 Rebounds und 9 Assists erzielte der 21-jährige Aufbauspieler.
Weder Josh Smith’ 1000ter Block seiner Karriere, noch die 37 Punkte vom All-Star auf Seiten der Hawks, Joe Johnson, konnten die Thunder letztlich am 106:99 Erfolg über Atlanta hindern. Der zweite All-Star in Reihen der Hawks, Al Horford, kam nur auf 14 Punkte und 5 Rebounds.
Durch diesen Sieg verteidigen die Thunder ihren 8. Platz in der Western Conference und es sieht ganz so aus, als könnte sich das junge Team tatsächlich für die NBA Playoffs 2010 qualifizieren.
In der vergangenen Nacht hat Chris Paul erneut bewiesen, dass er zu den besten Point Guards der NBA gehört. Er war mit seinen New Orleans Hornets zu Gast bei den Portland Trail Blazers, die in der Western Conference 3 Siege vor den Hornets standen, allerdings auf ihren verletzten All-Star Brandon Roy verzichten mussten.
Trotzdem waren es die Blazers, die 3 Minuten vor Schluss immer noch mit 8 Punkten in Führung lagen, bevor Chris Paul das Spiel dann in die Hand nahm. Ein ums andere Mal ließ er der Defense der Blazers keine Chance und versenkte 3 Sekunden vor Spielende den entscheidenden Wurf zum 98:97 Endstand für seine Hornets. Insgesamt kam Paul auf 24 Punkte, 12 Assists und 5 Steals. David West erzielte insgesamt 18 Punkte, Center Emeka Okafor 14 Punkte und 9 Rebounds. Peja Stojakovic, einst als gefährlicher Shooter gefürchtet, konnte erneut nicht überzeugen und kam in 27 Minuten auf nur 3 magere Punkte. Auf Seiten der Portland Trail Blazers waren LaMarcus Aldridge und Juwan Howard mit je 16 Punkten Topscorer.
Durch diesen Auswärtssieg liegen die Hornets nun gleich mit den Houston Rockets und den Oklahoma City Thunder und rücken immer näher an den rettenden 8. Platz in der Western Conference, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigen würde.