Posts mit Schlüsselwort ‘MVP’

LeBron James zum MVP 2009/10 gewählt

Dienstag, Mai 4th, 2010

Seit letzter Nacht ist es nun auch offiziell bekannt. LeBron wurde zum Most Valuable Player, zum wertvollsten Spieler der NBA in dieser Saison ernannt. Bereits in der vergangenen Saison konnte er sich bereits diesen Titel sichern und auch in diesem Jahr wurde James völlig zu Recht MVP. Seine Stats sind unglaublich, er verteilt als Forward 8,5 Assists pro Spiel und ist 1on1 nicht zu verteidigen.

Die Freude hielt allerdings nicht allzu lange an, denn im Anschluß an seine MVP Ehrung verlor James mit seinen Cavaliers Spiel 2 der Conference Semifinals gegen die Boston Celtics. Der Heimvorteil ist somit dahin und damit könnte die MVP Trophäe die letzte sein, die James dieses Jahr in seinen Händen halten darf. Freitag geht die Serie nach Boston, wo die Cavs unbedingt eins der zwei Auswärtsspiele gewinnen müssen, um noch von der Meisterschaft träumen zu können.


NBA Most Valuable Player (MVP) 2009/2010

Donnerstag, April 8th, 2010

Die Saison neigt sich ihrem Ende entgegen und bis auf den 8. Platz im Osten stehen alle Playoff-Teilnehmer fest. Zeit, sich über den MVP, den wertvollsten Spieler der regulären Saison, Gedanken zu machen.

Woran erkennt man aber einen MVP, was unterscheidet ihn von den anderen? Vor und auch während der Saison standen eigentlich nur 2 Spieler im Fokus: LeBron James und Kobe Bryant, die zwei vielleicht besten Basketballer der Welt und beide auch sicher unglaublich wertvoll. Im Duell dieser beiden spricht allerdings nahezu alles für James. LBJ hat deutlich bessere Stats, er scort nicht nur 2 Punkte mehr im Schnitt, sondern verteilt unglaubliche 8.6 Assists pro Spiel, was nur die wenigstens Point Guards schaffen. Auch bei den Rebounds, Blocks und sogar der 3er-Quote kommt LeBron besser weg als Kobe. Außerdem haben die Cleveland Cavaliers beide Aufeinandertreffen mit den L.A. Lakers für sich entscheiden können und auch die mit Abstand beste Saisonbilanz. Einziger Punkt für Kobe dürften seine unzähligen Gamewinner sein. Wann immer die Lakers Sekunden vor Schluss zurücklagen, es schien als könnte KB24 überhaupt keinen Buzzer-Beater daneben werfen.

Nun hat die NBA allerdings mehr als 2 Weltklasse Spieler und somit auch weitere potentielle MVPs. Dwayne Wade und Dwight Howard sollten aber wohl beide aus dem Rennen um den MVP ausscheiden, da Wade nicht an seine unglaubliche Saison 2008/09 anknüpfen konnte und Howard mit seinen Orlando Magics zu weit hinter LeBrons Cavaliers steht. Dann gibt es da noch den ewigen Mann im Schatten von LeBron James, Carmelo Anthony. Schon bereits im Draft 2003 wurde Melo hinter LeBron James gezogen und auch bis heute scheint sich die Reihenfolge nicht geändert zu haben. Anthony kämpft mit seinen Denver Nuggets zwar um den zweiten Platz im Westen und gehört zu den besten Scorern der NBA, wird allerdings keine Chance im Kampf um den MVP Titel haben.

Und dann ist da noch der Topscorer der NBA… Nicht Kobe, nicht James, Anthony, Wade oder Nowitzki… Kevin Durant. Durant hat kein Spiel seiner Oklahoma City Thunder verpasst und sie tatsächlich in die Playoffs geführt. Da die Thunder nun 2 wichtige Spiele verloren haben und mit Pech sogar nur 8. werden, müssen die L.A. Lakers die Playoffs wohl schon in der ersten Runde verlassen, denn im Duell L.A. gegen Oklahoma werden die Lakers schlecht aussehen… Und da der MVP während der ersten Playoff-Runde gewählt wird, fällt die Wahl zwischen LeBron James und Kevin Durant. Mein persönlicher MVP ist Durant, allerdings wird es aller Vorraussicht nach, wie auch im letzten Jahr, LeBron James werden, der letztendlich die MVP-Trophy überreicht bekommt.

Kobe, Kobe, Kobe!

Mittwoch, Februar 24th, 2010

Er ist der mit Abstand gefährlichste Spieler in der entscheidenden Schlussphase eines Spiels: Kobe Bryant. Vielleicht ist er auch der beste Basketballer der Welt, aber ganz sicher ist er der wertvollste Go-to-Guy in der Crunch Time. Kein Spieler trifft auch nur annähernd so viele Gamewinner wie Kobe.

Da kommt Bryant, grade von seiner Verletzung erholt, vergangene Nacht in Memphis aufs Parkett und erzielt gegen die Grizzlies 32 Punkte. Das Duell der beiden Gasol-Brüder Pau Gasol und Mark Gasol verlor Grizzlie Mark am Ende, weil er eben “nur” einen O.J. Mayo im Team hat, keinen Kobe Bryant.

In den letzten zweieinhalb Minuten schoss Kobe 3 Dreier und drehte im Alleingang das Spiel zu Gunsten seiner Los Angeles Lakers. O.J. Mayo machte zwar ebenfalls ein klasse Spiel und erzielte 25 Punkte, die Chance, das Spiel mit dem Buzzer Beater doch noch für seine Memphis Grizzlies zu entscheiden, ließ er allerdings liegen.

Die Wahl des MVP 2010 wird dadurch nicht gerade erleichtert. Es wird am Ende der Saison sehr schwer sein, unter LeBron James und Kobe Bryant den besseren und vor allem wertvolleren Spieler auszumachen.

Dwayne Wade All-Star Game MVP

Montag, Februar 15th, 2010

Vor über 100.000 Zuschauern ging in Dallas gestern Nacht das NBA All-Star Weekend mit seinem größten Highlight, dem All-Star Game, zu Ende. In dem wie gewohnt spektakulären Aufeinandertreffen der Eastern und Western All-Stars stand natürlich die Show im Mittelpunkt und so gewann die Auswahl der Eastern Conference angeführt von LeBron James, Chris Bosh und Dwayne Wade letztendlich mit 141:139. Dwayne Wade war mit 28 Punkten Topscorer, holte dazu 11 Rebounds und 5 Steals und wurde völlig zurecht zum MVP des All-Star Game 2010 ernannt.

Dirk Nowitzki war vor heimischer Kulisse immerhin zweitbester Scorer der Western Conference. Carmelo Anthony führte den Westen mit 27 Punkten an, Nowitzki erzielte 22.

Obwohl Stars wie Shaquille O’Neal, Kobe Bryant oder Allen Iverson nicht auf dem Parkett standen, bot wenigstens das All-Star Game eine angemessene Show und konnte so ein wenig über den enttäuschenden All-Star Saturday hinwegtrösten.

Cleveland Cavaliers nicht zu stoppen – LeBron James mit 47 Punkten

Sonntag, Februar 7th, 2010

Auch die New York Knicks waren gestern nicht in der Lage, die Siegesserie der Cleveland Cavaliers zu unterbrechen – 11 Spiele in Folge haben die Cavs nun schon gewonnen und inzwischen die beste Bilanz in der NBA. Vorallem in der vergangenen Nacht hatten die Cavaliers das erneut einem Mann zu verdanken, LeBron James. LeBron stellte einen Franchise Rekord auf und erzielte allein in der ersten Halbzeit 35 Punkte, davon 24 direkt nacheinander. Bereits nach dem ersten Viertel stand es dank 4 Dreiern von LeBron James 44:24 für die Cavs. Unterstützt von Shaquille O’Neal, der 19 Punkte erzielte, sich allerdings vom 1,75m großen, amtierenden Slam Dunk Champion Nate Robinson blocken lassen musste, konnten die Cavaliers bereits den 41. Sieg in der aktuellen Saison einfahren.

Zur Zeit gibt es wohl kein Team in der NBA, das die Cavaliers aufhalten kann, obwohl diese sogar auf ihren verletzten Point Guard Mo Williams verzichten müssen. Bereits 7 Siege Vorsprung hat Cleveland auf die zweitplatzierten Boston Celtics und Orlando Magics in der Eastern Conference. Es scheint, als könnte King James mit Shaq zusammen endlich seinen ersten Titel holen und NBA Champion werden. Nachdem er gegen die Memphis Grizzlies mit 15 Assists bewiesen hatte, dass er auch ein wirklich guter Teamplayer ist, zeigte LeBron vergangene Nacht wieder mal eindrucksvoll, dass es einfach nahezu unmöglich ist, ihn am Scoren zu hindern. Auch hinsichtlich der Wahl zum MVP hat er durch die Siegesserie seiner Cavs immer bessere Karten und sollte diesen Award wohl zum zweiten Mal in Folge erhalten.

Denver Nuggets gewinnen Topspiel in der Western Conference

Samstag, Februar 6th, 2010

Vergangene Nacht kam es im Staples Center, Los Angeles zum Aufeinandertreffen der beiden besten Teams in der Western Conference. Der Tabellenführer, die L.A. Lakers, empfingen die zweitplatzierten Denver Nuggets, die erneut ohne ihren Superstar Carmelo Anthony auskommen mussten, während die klar favorisierten Lakers auf ihren kompletten Kader zurückgreifen konnten.

Aber wer braucht schon den Topscorer der NBA auf dem Feld, wenn man Mr. Big Shot, Chauncey Billups, in seinen Reihen hat. Im vielleicht besten Spiel seiner gesamten Karriere erzielte Billups ein Career-High von 39 Punkten und traf unglaubliche 9 Dreier bei nur 13 Versuchen. Allein im dritten Viertel erzielte Chauncey 21 Punkte und drehte fast im Alleingang das Spiel zu Gunsten seiner Nuggets. Hilfe bekam Billups dabei noch vom ebenfalls kaum zu stoppenden J.R. Smith, der 27 Punkte erzielte.

Kobe Bryant konnte mit 33 Punkten und einer guten Wurfquote zwar auch überzeugen, die 126:113 Heimniederlage seines Teams allerdings auch nicht verhindern. Die Defense der Lakers fand besonders in der zweiten Halbzeit nie ein Mittel, um die Nuggets irgendwie zu stoppen. 126 Punkte in eigener Halle zu kassieren ist für ein Team, das NBA-Champion werden will und auch eigentlich werden muss, viel zu viel. Denver hingegen hat bewiesen, dass sie auch ohne ihren Topscorer Melo gewinnen können und in der Lage sind, die Lakers in deren Halle zu schlagen. Sollte es in den Conference Finals tatsächlich zum erneuten Duell dieser beiden Teams kommen, ist den Nuggets auch dort alles zuzutrauen. Und dass Chauncey Billups ein Champion ist, weiß man spätestens seit 2004, als er damals mit den Detroit Pistons die NBA Finals gegen die Lakers 4:1 gewann und zum MVP gewählt wurde.

Währenddessen scheinen auch die Philadelphia 76ers endlich in der laufenden Saison angekommen zu sein. Auch sie konnten vergangene Nacht auswärts gewinnen, bei den New Orleans Hornets. Zwar mussten diese auf den immer noch verletzten Chris Paul verzichten, bei den Sixers fehlte jedoch auch Allen Iverson. Gegen einen endlich mal wieder gefährlichen Peja Stojakovic auf Seiten der Hornets, der 23 Punkte erzielte und damit Topscorer war, konnten die Sixers dank ihrer Unberechenbarkeit den dritten Sieg in Folge einfahren. Auch ohne Iverson hatten die 76ers zahlreiche Optionen im Offense und so scorten auch gestern Nacht mal wieder 6 Spieler zweistellig. Bester Werfer der Sixers war dabei Thaddeus Young mit 19 Punkten. Dazu stellte Samuel Dalembert einen NBA Rekord auf, indem er im 13ten Spiel in Folge über 10 Rebounds holte.

Award Watch

Samstag, Januar 30th, 2010

Mehr als die Hälfte der NBA-Saison 2009/10 ist absolviert, Zeit sich Gedanken zu machen, wer dieses Jahr die begehrten Awards abräumt. Zunächst einmal eine kurze Erklärung aller Awards, deren Gewinner von Sportjournalisten gewählt werden:

MVP (Most Valuable Player): Der wohl begehrteste aller Titel, die ein einzelner Spieler gewinnen kann. Er wird dem wertvollsten Spieler der NBA zugesprochen, vergangene Saison hieß der MVP LeBron James.

MIP (Most Improved Player): Diesen Titel erhält der Spieler, der sich im Vergleich zur Vorsaison am meisten verbessert hat. Im letzten Jahr ging dieser Award an Danny Granger von den Indiana Pacers.

Best 6th Man: Auszeichnung für den wertvollsten Spieler, der zu Spielbeginn häufiger auf der Bank saß, als er auf dem Feld stand. 2008/09 erhielt Jason Terry von den Dallas Mavericks diesen Titel.

Defensive Player of the Year: Dieser Titel geht an den besten Verteidiger der NBA, in der letzten Saison war das Dwight Howard von den Orlando Magics.

Rookie of the Year: Award für den besten Rookie der Saison, sprich, einem Spieler, der seine erste NBA-Saison spielt. Er ist daher der einzige Award, den ein Spieler nur einmal gewinnen kann. 2008/09 ging er an Derrick Rose von den Chicago Bulls.

Coach of the Year: Diese Auszeichnung erhält der beste Trainer der abgelaufenen Saison, Mike Brown von den Cleveland Cavaliers war das im vergangenen Jahr.

Für die Auszeichnung zum MVP kommen in diesem Jahr lediglich 2 Spieler wirklich ernsthaft in Frage. Und diese Frage ist auch gleichzeitig mit der verbunden, wer der momentan beste Basketballspieler auf diesem Planeten ist. LeBron James von den Cleveland Cavaliers oder Kobe Bryant von den Los Angeles Lakers. James gewann den Award im letzten, Kobe im vorletzten Jahr. Die beiden direkten Duelle gewann James, außerdem führt er zur Zeit die Scoring Liste der NBA an. Sollten die Cavaliers zum Saisonende auch noch eine bessere Bilanz als die Lakers haben, wird der MVP 2010 ziemlich sicher erneut LeBron James heißen.

Der Gewinner des MIP Awards hingegen ist mal wieder schwer vorherzusagen. Da sind zum Einen Corey Brewer (Minnesota Timberwolves) und Danilo Gallinari (New York Knicks), die ihren Punkteschnitt mehr als verdoppelt haben, allerdings auch deutlich mehr Spielzeit bekommen. Zum Anderen ist da Kevin Durant, der mit knapp 30 Punkten pro Spiel zwar nur 4 Punkte mehr erzielt, als im vergangenen Jahr, allerdings seine Oklahoma City Thunder aller Vorraussicht nach in die Playoffs führen wird. Und dann ist da noch Monta Ellis von den Golden State Warriors, der seinen Schnitt von 19 auf 26 Punkte pro Spiel steigern konnte und inzwischen zu den gefährlichsten Spielern der NBA gehört. Als letztes sollte noch Joakim Noah von den Chicago Bulls genannt werden. Er ist nach Dwight Howard der zur Zeit beste Rebounder der Liga, pflückt über 12 Boards pro Spiel, hat sowohl Punkte-, als auch Reboundschnitt um ca. 5 pro Spiel verbessert. Daher haben zur Zeit wohl Ellis und Noah die besten Chancen, diese Saison als MIP ausgezeichnet zu werden.

Der Titel des Best Sixth Man sollte diese Saison ohne Frage an Jamal Crawford von den Atlanta Hawks gehen. 17,7 Punkte bringt er seinem Team zur Zeit im Schnitt von der Bank und ist damit der mit Abstand wertvollste sechste Mann.

Bei der Wahl zum Defensive Player of the Year führt erneut kein Weg am besten Shotblocker und Rebounder der Liga, Superman Dwight Howard von den Orlando Magics vorbei.  Über 13 Rebounds und 2,6 Blocks pro Spiel zeigen, dass er defensiv der mit Abstand beste Spieler in der NBA ist.

Die Rookie of the Year Auszeichnung für den besten Neuling wird wohl Brandon Jennings von den Milwaukee Bucks erhalten. 17,8 Punkte und 6,3 Assists pro Spiel, dazu sein sensationelles 55 Punkte Spiel im vergangenen November sollten ihm diesen Titel einbringen. Einzig Tyreke Evans von den Sacramento Kings könnte ihm den Titel noch streitig machen. Evans erzielt zur Zeit 21 Punkte pro Spiel, verteilt 5 Assists und holt 4,7 Rebounds.

Um den Coach of the Year Award werden sich Phil Jackson von den L.A. Lakers und Mike Brown, Coach der Cleveland Cavaliers, erneut streiten. Wie bei der Wahl zum MVP wird auch dort ausschlaggebend sein, wessen Team die bessere Saisonbilanz vorweisen kann.

Carmelo Anthony – der vergessene MVP?

Mittwoch, Januar 27th, 2010

Es war einmal das Jahr 2003, die San Antonio Spurs hatten kürzlich die NBA Finals gegen die New Jersey Nets gewonnen und wurden NBA Champion. Das nächste Highlight lässt nicht lange auf sich warten…

Schon weit vor dem NBA Draft stand außer Frage, dass der kommende Jahrgang die wohl besten Rookies seit Langem in die NBA bringen wird. Heute kennt wohl jeder Basketballfan auf diesem Planeten die Namen der Top-Picks im Jahr 2003. LeBron James stand von vorneherein im Mittelpunkt, wurde wie erwartet an erster Stelle von den Cleveland Cavaliers gedraftet und wurde zum inzwischen vielleicht besten Basketballspieler der Welt. Vergangene Saison erhielt er den MVP Award als wertvollster Spieler der NBA.

Doch auch die weiteren Namen können sich, mit Ausnahme des an zweiter Stelle gedrafteten Flops Darko Milicic, wirklich sehen lassen. Da tauchen All-Stars wie Dwayne Wade, Chris Bosh oder Carmelo Anthony auf. Besonders Carmelo Anthony, dem die Detroit Pistons aus unerklärlichen Gründen Darko Milicic im Draft vorgezogen hatten, stand zunächst immer im großen Schatten des neuen King James. Doch Melo hatte und hat einen viel größeren Einfluss, als man auf den ersten Blick denkt. Er landete 2003 bei den Denver Nuggets, dem schlechtesten Team der NBA. Er war am Ende seiner ersten NBA Saison aber nicht nur Topscorer unter den Rookies, er führte eben diese Nuggets mit seinen 21 Punkten pro Spiel sogar schon in die Playoffs. Rookie of the Year wurde LeBron James, der auch bei einem damals wirklich miesen Team, den Cleveland Cavaliers, landete, diese allerdings nicht in die Playoffs führen konnte.

Und auch in dieser Saison liegen Anthony und James beinahe gleichauf beim Kampf um den Scoring Titel, Anthony erzielt knapp 30 Punkte pro Spiel, so viel, wie nie zuvor in seiner Karriere. Die Nuggets wurden, ebenso wie die Cavs um LeBron James, um Melo aufgebaut und sind zu einem der besten Teams der NBA geworden. Und wer weiß, vielleicht kann Melo ja zusammen mit Chauncey Billups die Los Angeles Lakers bezwingen und es kommt in den NBA Finals zum Duell des Nr. 1 und Nr. 3 Draft Picks aus dem Jahr 2003: LeBron James gegen Carmelo Anthony. Spätestens dann würde sich entscheiden, ob Anthony endgültig aus dem Schatten von LeBron springen und sein Team zum Titel führen kann.

Steve Nash oder Chris Paul – wer ist der beste Point Guard der NBA?

Dienstag, Januar 26th, 2010

Zwei völlig unterschiedliche Spieler mit komplett anderen Anlagen, die in den Statistiken allerdings fast exakt gleiche Ergebnisse liefern: Chris Paul, seit seinem Draft 2005 im Trikot der New Orleans Hornets, sowie Steve Nash, zweifacher MVP im Trikot der Phoenix Suns. Wer aber ist der bessere Point Guard, der Beste in der NBA und damit wohl auch der momentan beste Aufbauspieler der Welt?

Nash spielt bereits seine 13. Saison und obwohl er noch nie NBA Champion werden konnte, ist er trotzdem zwei Mal zum Most Valuable Player (MVP) der Liga gewählt worden, ein Titel, von dem Chris Paul noch weit entfernt ist. Wenn es also nach den bisherigen Erfolgen geht, ist natürlich Nash der Gewinner und ohne Frage ist er auch der weitaus Erfahrenere der beiden. Andersrum gehört die Zukunft natürlich ebenso sicher CP3.

Aber nun erstmal zu den Statistiken: Beide verteilen ca. 11 Assists pro Spiel, Paul scort 20 und Nash 18,5 Punkte. Erstmal kein großer Unterschied. Guckt man aber genauer hin, erkennt man, warum Chris Paul eine wesentlich höhere Effizienzrate hat, als Steve Nash. Besonders für Point Guards ist das Verhältnis von gegebenen Assists zu verursachten Ballverlusten (Turnover) ein wichtiger Anhaltspunkt. Nash verliert fast doppelt so viele Bälle pro Spiel, wie Chris Paul, der die mit Abstand beste Assists/Turnover Quote in der ganzen Liga hat. Zusätzlich spricht noch für Chris Paul, dass er mehr Rebounds holt, Nash hingegen gehört zu den sichersten Freiwürfschützen, die die Liga je gesehen hat.

Auch wenn man einen Blick auf die Tabelle wirft, wird man nicht unbedingt schlauer. Die New Orleans Hornets liegen zur Zeit 2 Siege hinter den Phoenix Suns, also stellt sich immer noch die Frage: Wer ist der bessere Leader, der bessere Point Guard, der wertvollere Spieler?

Der junge, atlethische Chris Paul oder der erfahrene Steve Nash? Zur Zeit eine Frage, die kaum zu beantworten ist. Beim Voting zum All-Star Game im Februar wurde jedoch Steve Nash von den Fans in die Starting 5 der Western Conference gewählt.