Posts mit Schlüsselwort ‘Los Angeles Lakers’

NBA Saisonstart 2010/11

Dienstag, Oktober 26th, 2010

Heute Nacht hat das schier ewige Warten endlich ein Ende, denn in gleich 3 Arenen wird in wenigen Stunden die lang ersehnte NBA Saison 2010/11 eingeläutet. Nach einer mehr als ereignisreichen Off-Season gibt es gleich zu Beginn das Topspiel schlechthin im Osten.

Die neu formierten Miami Heat um ihr Superstar-Trio LeBron James, Dwayne Wade und Chris Bosh sind zu Gast beim Eastern Conference Champion aus der vergangenen Saison und ebenfalls heißen Titelanwärter, den Boston Celtics. Deren Neuzugang Shaquille O’Neal kennt sowohl LeBron James, als auch Dwayne Wade aus gemeinsamen Jahren sehr gut, an der Seite von Wade wurde der Diesel 2005 sogar NBA-Champion. Da die Celtics ansonsten nahezu komplett beisamen geblieben sind und sich mit Shaquille und Jermaine O’Neal auf den großen Positionen sinnvoll verstärkt haben, wartet heute Nacht ein echter Kracher auf alle schlaflosen NBA Fans.

Und auch der amtierende NBA-Champion muss sich bereits heute Nacht beweisen. Im heimischen Staples Center empfangen die Los Angeles Lakers die Houston Rockets, außerdem müssen die Phoenix Suns bei den Portland Trailblazers ran.

Shaq kann es nicht lassen

Sonntag, August 8th, 2010

Ist es, weil Kobe Bryant seit Juni diesen Jahres einen Ring mehr hat als er, weil er es in seinen bisher 1170 NBA Spielen “nur” auf Platz 5 der All-time Scoring list geschafft hat und auch dort aller Vorraussicht nach noch von Kobe überholt wird oder weil er einfach nicht ohne den ganz großen Rummel leben kann? Shaquille O’Neal, 38 Jahre, 4-facher NBA Champion, einst gefürchtet als dominantester Spieler, den die Liga je gesehen hat, unterschreibt einen 2-Jahres-Vertrag bei den Boston Celtics.

Es wäre vergangene Saison wahrscheinlich das Karriereende seiner Träume gewesen, an der Seite von der neuen Dominanz in Person, LeBron James, gegen die Los Angeles Lakers in die NBA Finals einzuziehen und dort über Kobe Bryant und Phil Jackson zu triumphieren, der fünften Ring mit nach Hause zu nehmen, während Kobe nur 4 hat und alles wäre gut in der Welt des Diesel. Blöd nur, dass auf dem Weg in die NBA Finals 2010 noch die Boston Celtics standen und den Titelträumen von James, Shaq und ganz Cleveland einen Strich durch die Rechnung machten. Und dann muss der stolze Shaq von zuhause mit ansehen, wie diese Celtics auch noch gegen sein ehemaliges Team, die L.A. Lakers, die Finalserie verlieren und Kobe Bryant auf der Pressekonferenz stolz verkündet, er hätte nun “one more than Shaq”…


Aber nimmt das einen 38-jährigen Mann wie Shaquille O’Neal, der sich ja offiziell schon längst mit seinem Rivalen Bryant versöhnt hat, wirklich noch so sehr mit, dass er unbedingt ein bzw. zwei Jahre dranhängen muss? Den Respekt jedes NBA Spielers und wahrscheinlich jedes Basketballers auf diesem Planeten hat er längst sicher, jeder weiß, dass er unstoppable war und die Liga dominiert hat wie kaum ein Anderer. Shaq hat mit den Besten gespielt und gegen die Besten gewonnen. Auch der Rummel um seine Person und das Rampenlicht allgemein würde ihm ohne NBA wohl kaum fehlen, immer wieder spielt er in Filmen mit, dreht seine eigene Serie, lässt hier und da seine Sprüche fallen und übersehen wird der 2,16m Koloss sowieso nicht. Er scheint seine Karriere also wirklich unbedingt mit einem Titel beenden zu wollen und nachdem LeBron James zu den Miami Heat gewechselt ist, kommt Cleveland dafür definitiv nicht mehr in Frage.

Die Boston Celtics, die ohnehin schon das wohl erfahrenste Team der Liga waren, haben sich nun mit Jermaine O’Neal und Shaquille O’Neal zwei weitere Veteranen ins Team geholt, die dieses Jahr den Unterschied ausmachen sollen. Und noch vor wenigen Jahren hätte ein Team bestehend aus Kevin Garnett, Shaq und Jermaine O’Neal definitiv jedes Brett und vermutlich auch jedes Spiel in der NBA beherrscht. Dazu die Vertragsverlängerung von Ray Allen und der ewige Celtic Paul Pierce – Das Team um Coach Doc Rivers kann sich auch in der kommenden Saison sehen lassen und vielleicht reicht es ja für Shaq und sein neues Team, um die übermächtigen Miami Heat auszuschalten und sich für die Finalspleite aus diesem Jahr bei Kobe und den Lakers zu revanchieren.

Andernfalls wird Shaq sich wohl tatsächlich mit vier Meisterschaftsringen “abfinden müssen”, denn allzu lang wird sein Körper auch keine 20 Minuten pro Spiel mehr durchhalten. Irgendwann geht auch die Zeit eines Shaquille O’Neals vorbei und es kommen Spieler wie Dwight Howard, die ihn normalerweise nach Strich und Faden auseinander nehmen und mit ihm den Hallenboden wischen müssten.

Man darf sich auf jeden Fall auf einige heiße Begegnungen in der kommenden Saison freuen, denn auch im Duell mit den Miami Heat trifft Shaquille O’Neal auf 2 seiner stärksten Weggefährten, LeBron James und auch Dwayne Wade, an dessen Seite er sich 2006 seine vierte NBA Championship sicherte.

Im Schatten der Miami Heat

Samstag, Juli 24th, 2010

Die Verpflichtungen von LeBron James und Chris Bosh stellen zur Zeit jeden anderen Wechsel der Offseason 2010 in den Schatten. Inzwischen steht auch fest, dass Zydrunas Ilgauskas und Mike Miller, einer der gefährlichsten Shooter der NBA, an die Ostküste zu den Miami Heat wechseln werden. Doch was sich sonst noch in der NBA getan hat, wird fast vergessen, denn die Heat sind ja sowieso nicht zu bezwingen… oder doch?

Solange Kobe Bryant das Trikot der L.A. Lakers tragen wird, sind diese auch Anwärter auf die Larry O’Brien Trophy, die sie vor kurzem mal wieder in den Händen hielten. Die Lakers und ihr Coach Phil Jackson wissen, wie man Spiele und Meisterschaften gewinnt und zudem wurde mit Matt Barnes ein erstklassiger Verteidiger unter Vertrag genommen, der, besonders im direkten Duell mit den Miami Heat, Gold wert ist. Dwayne Wade und LeBron James zu stoppen ist die wahrscheinlich schwierigste Aufgabe, vor die man eine Defense stellen kann, aber wenn es ein Team gibt, das dazu in der Lage ist, dann sind das die Lakers. Ron Artest, Kobe Bryant und Matt Barnes sind 3 der besten Verteidiger, die die NBA zu bieten hat und haben gemeinsam die wohl größten Chancen, die Stars der Miami Heat aus dem Spiel zu nehmen. Dazu kommt ein Pau Gasol, der Chris Bosh unter dem Brett überlegen sein wird. Die Lakers werden in der kommenden Saison noch stärker sein als in der abgelaufenen, in der sie bereits NBA Champion wurden und wenn Andrew Bynum endlich seinen Durchbruch schafft und zu einem dominanten Center reift, sind die Lakers Titelfavorit Nr 1.

Und ein weiteres Team aus dem Westen darf auf keinen Fall aus den Augen gelassen werden. In der vergangenen Saison hatten die Denver Nuggets unglaubliches Verletzungspech, weshalb ihnen die Chance auf den Titel dann doch verwehrt blieb. Doch nun ergänzt Al Harrington das ansonsten beisamen gebliebene Team der Nuggets und wird mit Spielern wie Carmelo Anthony, Kenyon Martin, Nene oder Chris Andersen einen der stärksten Frontcourts der Liga bilden. Im Backcourt der Nuggets haben sich Arron Afflalo und Ty Lawson, auch durch die Verletzungsmisere der anderen Spieler bedingt, enorm weiterentwickelt und werden hinter Chauncey Billups und J.R Smith für viel Tempo und Gefahr von der Bank sorgen. Bleiben die Nuggets weitesgehend von Verletzungen verschont, gehören sie neben Lakers und Heat auf jeden Fall zu den Titelanwärtern.

Doch nicht nur Westen rüstet weiter auf, auch in der Eastern Conference werden die Miami Heat Konkurrenz bekommen. Die Boston Celtics konnten Jermaine O’Neal, der vergangene Saison noch das Trikot der Heat trug, verpflichten und außerdem die Verträge von Ray Allen und Paul Pierce verlängern. Die Orlando Magic nahmen Quentin Richardson unter Vertrag und konnten ihren Shooter J.J. Reddick in Florida halten. Mit Ausnahme von Matt Barnes, der eben zu den Lakers wechselt, ist das gesamte Team beisamen geblieben. Die namenhafteste Verpflichtung, nach denen der Miami Heat, gelang jedoch den New York Knicks. Obgleich die meisten Knicks Fans wohl eher von LeBron im NYK Jersey geträumt hatten, ist Amar’e Stoudemire eine erstklassige Verstärkung, vorallem für das nicht grade verwöhnte Publikum der Knickerbockers. Außerdem konnten die Knicks Point Guard Raymond Felton und Power Forward Runny Turiaf verpflichten. Wenn Tracy McGrady nun noch weitermacht und das neue Team zueinander findet, könnte trotz des Abgangs von David Lee im Madison Square Garden vielleicht sogar bald wieder Playoff Basketball gespielt werden…

LeBron James wechselt zu den Miami Heat

Freitag, Juli 16th, 2010

Die wohl spektakulärste Off-Season der letzten Jahre beginnt gleich mit einer Sensation. Top Free-Agent LeBron James gab vergangene Woche während einer TV-Show live bekannt, dass er für die nächsten 5 Jahre nach Florida, zu den Miami Heat, wechseln wird. King James spielte 7 Jahre für die Cleveland Cavaliers, die in im NBA Draft 2003 an erster Stelle auswählten, schaffte es dort allerdings nie, NBA-Champion zu werden.

Das soll sich nun ändern, denn in der kommenden Saison wäre alles Andere als der Titel eine riesen Enttäuschung für LBJ und sein neues Team. Denn neben LeBron wechselt nicht nur sein ständiger Begleiter Zydrunas Ilgauskas nach Miami, sondern außerdem noch All-Star Chris Bosh von den Toronto Raptors, der mit LeBron und Dwayne Wade das wohl beste Trio bilden wird, das seit Langem in der NBA zusammen aufläuft.

Die Offseason der Miami Heat erinnert doch schon stark an die der Boston Celtics vor 3 Jahren, als der ewige Star Paul Pierce endlich die lang ersehnte Unterstützung durch Ray Allen und Kevin Garnett bekam und schließlich auch NBA-Champion wurde. Allen und Garnett kamen nach Boston, stellten allerdings sofort unmissverständlich klar, dass die Celtics das Team von Paul Pierce sind und Pierce deswegen der Kapitän und Anführer des Teams ist. Wie genau das in Miami ablaufen wird, bleibt noch abzuwarten, denn die Heat sind auch definitiv das Team von Dwayne Wade, der bereits 2006 an der Seite von Shaquille O’Neal das holte, was LeBron in der vergangenen Saison erneut verwehrt blieb – den Titel. LeBron wird sich unterordnen müssen und an das Zusammenspiel mit Dwayne Wade gewöhnen, der, ähnlich wie LBJ, ständig den Weg zum Korb sucht. Beides sind Spieler, die den Ball in ihren Händen brauchen, um ihr Spiel zu spielen und gäbe es eine Statistik für den durchschnittlichen Ballbesitz pro Spiel, LeBron und Wade würden sie vermutlich anführen. Dazu kommt noch ein ausgezeichneter Spieler wie Chris Bosh, der den Ball in- und außerhalb der Zone fordern wird. Was man jedoch nicht vergessen sollte ist, dass sowohl Wade, als auch LeBron James und Chris Bosh völlig unabhängig von ihren Offensivfähigkeiten und ihrem Zusammenspiel auch sehr starke Verteidiger und auch Rebounder sind, die, mit Ausnahme von Kobe Bryant und Dwight Howard, wohl jeden Gegenspieler der Liga kontrollieren und ausschalten können.

Gelingt es Eric Spoelstra, um diese 3 Genies ein Team zu formen, das miteinander spielt, werden die Heat nahezu unschlagbar sein, ansonsten könnte es auch ziemlich in die Hose gehen, denn fast jede Niederlage ist für ein Team, in dem Wade, James und Bosh spielen eine Blamage.

Zur Zeit besteht der Kader der Miami Heat aus 6 Spielern: Neben Ilgauskas, James, Bosh und Wade werden in der kommenden Saison Point Guard Mario Chalmers und Forward Udonis Haslem für die Heat auflaufen. Nun gilt es, diesen Kader clever zu ergänzen und Spieler zu finden, die bereit sind, sich den 3 Stars komplett unterzuordnen. Derek Fisher lehnte beispielsweise ein Angebot der Miami Heat ab und wird auch in den kommenden Jahren vermutlich das Trikot der Los Angeles Lakers tragen.

Lakers NBA Champion 2010

Freitag, Juni 18th, 2010

Nach einem 3:2 Rückstand in den NBA Finals haben die L.A. Lakers es letzte Nacht doch geschafft, die Best-of-Seven Serie zu drehen und 4:3 zu gewinnen. Mit einem 83:79 Sieg über die Boston Celtics holten sich die Lakers in Spiel 7 den zweiten Meistertitel in Folge und den 16. insgesamt. Damit fehlt den Lakers nur noch ein Titel, um mit dem Rekordmeister – den Boston Celtics – gleichzuziehen.

In Spiel 7 war es vor allem die Dominanz unter den Brettern, die den Lakers trotz grausamer Wurfquote genug Chancen gab, das Spiel letztendlich doch noch zu gewinnen. Angeführt von Pau Gasol griffen sich die Lakers insgesamt 23 Offensivrebounds, das direkte Duell zwischen Gasol und Garnett gewann mal wieder der Spanier. KG holte sich magere 3 Rebounds und hat es zu keiner Zeit geschafft, Pau Gasol zu kontrollieren (19 Punkte, 18 Rebounds). Ärgerlich, dass auf Seiten der Celtics an so einem Tag auch noch Starting Center Kendrick Perkins ausfiel, nachdem er sich in Spiel 6 am Knie verletzt hatte.

Kobe Bryant erwischte zwar mit 6 von 24 Feldwürfen und 0 von 6 Dreiern einen eher katastrophalen Abend, erzielte aber schließlich noch 23 Punkte und 15 Rebounds und wurde natürlich auch Finals MVP. Für Kobe ist es sein insgesamt fünfter Championship Ring und damit nun auch endlich “one more than Shaq”…

Während die Lakers jetzt in Ruhe feiern können und Kobe seinen Vertrag eh schon vorzeitig verlängert hat, beginnt eine der wohl spannendsten Offseasons seit Langem. Spieler wie Dwayne Wade, Chris Bosh oder Amare Stoudamire sind in diesem Sommer Free Agents, also ohne Vertrag, und können daher von jedem Team verpflichtet werden, das genügend Platz unter seinem Salary Cap hat. Im Mittelpunkt der Offseason 2010 steht allerdings LeBron James, dessen Vertrag ebenfalls ausgelaufen ist und der sich eventuell auch auf die Suche nach einem neuen Team machen wird.

Großer Gewinner der Offseason könnten die Oklahoma City Thunder werden. Zwar werden LeBron oder Wade wohl kaum nach Oklahoma wechseln, aber deren Schwächen liegen ja sowieso auf der Center Position. Wer ganz nach oben will, kann nicht einen Nenad Krstic zum Tip-Off schicken. Sollte es dem Management der Thunder gelingen, Amare Stoudamire oder Chris Bosh unter Vertrag zu nehmen, gehören sie in der nächsten Saison ohne Frage zu den besten Teams der Liga.

Es bleibt diesen Sommer auf jeden Fall auch ohne Ball spannend in der NBA. In ca. einer Woche findet zunächst die NBA Draft statt.

Schreiben die Orlando Magic Geschichte?

Donnerstag, Mai 27th, 2010

Noch nie hat es in der Geschichte der NBA ein Team gegeben, das eine Best of Seven Serie in den Playoffs nach einem 0-3 Rückstand noch gewinnen konnte. Eigentlich auch logisch, denn wer 3-0 zurückliegt, hat zum Einen die Serie im Kopf wohl eh schon abgeschlossen und hat zum Anderen auch noch 2 Auswärtsspiele vor sich, die neben den beiden Heimspielen gewonnen werden müssen. 4 Spiele am Stück gegen ein Team, das einen in den Tagen zuvor 3 mal geschlagen hat. Klingt unmöglich, war es bisher auch.

Nun liefern sich die Boston Celtics und die Orlando Magic zur Zeit eine unglaubliche Serie. Nachdem die Boston Celtics in der Postseason aufgewacht sind, gewinnen sie Spiel 1 und 2 bei den Orlando Magic, die ihrerseits bis dato ungeschlagen durch die Playoffs marschierten. Nach Spiel 3 im TD Garden scheint alles gelaufen, 3-0, Traditionsduell zwischen Celtics und Lakers in den Finals… Oder auch nicht! Während Phoenix beide Heimspiele gewinnen konnte und es in den Western Conference Finals nun 2-2 steht, drehen auch die Magic nochmal auf und holen sich mit Spiel 4 den ersten Auswärtssieg von den Celtics zurück… Ein Lebenszeichen! Vergangene Nacht konnte Orlando nun auch endlich das erste Heimspiel sehr deutlich gewinnen – 113:92 heißt zum Ende in der Amway Arena. Doch die Niederlage dürfte für Boston nicht das bitterste an diesem Abend gewesen sein. Zwar wurden die 2 technischen Fouls von Kendrick Perkins revidiert, weshalb er für Spiel 6 nicht gesperrt sein wird, allerdings verletzten sich gleich 3 Celtics Spieler in der zweiten Halbzeit. Big Baby Glen Davis taumelte mit einer Gehirnerschütterung wie ein Betrunkener vom Feld, bevor sich auch Marquis Daniels eine Gehirnerschütterung zuzog und kurz vor Schluß auch noch Topscorer Rasheed Wallace sich den Rücken vertrat.

Ohne die Revision der technischen Fouls von Perkins wäre das wohl das sichere Ende der Celtics, denn Davis, Wallace und Perkins sind genau die 3 Spieler, die diese Serie über versuchen, Dwight Howard zu verteidigen. So wie Glen Davis vom Feld schwankte, sah es nicht so aus, als wäre er in Spiel 6 wieder voll einsatzfähig. Was mit Sheed und Daniels ist, bleibt abzuwarten. Zeit zur Erholung bleibt nämlich kaum, denn schon Freitag steht eben dieses Spiel 6 in Boston an und wenn die Celtics es dort nicht schaffen, den Sack zuzumachen, sieht es ganz ganz düster für sie aus. Das finale Spiel 7 würde wieder in Orlando stattfinden, wo die Celtics zumindest gestern Abend chancenlos waren.

Scott Brooks ist NBA Coach of the Year

Dienstag, April 27th, 2010

Er hat es tatsächlich geschafft, innerhalb kürzester Zeit aus einer Loser-Franchise ein Team zu machen, das 50 von 82 Saisonspielen gewinnt, sich für die Playoffs qualifiziert und in diesen zur Zeit den Titelkandidaten aus Los Angeles mehr als ärgert.

Mit einem sehr jungen Team und ohne einen wirklich tollen Center haben die Oklahoma City Thunder und ihr Coach Scott Brooks das geschafft und wer weiß, was in den nächsten 3 Spielen gegen die L.A. Lakers nicht noch passieren kann. Brooks formte um Kevin Durant, der unter ihm zum besten Scorer der NBA heranwuchs, ein junges, motiviertes Team mit vielen wertvollen Rollenspielern, die allesamt ihre Position im Team verstehen und das beste daraus machen. Von den Namen her haben die Thunder mit Sicherheit einen der schwächsten und vor allem den unerfahrensten Kader aller Playoffteilnehmer. Natürlich ist Durant ein Superstar und Russell Westbrook ein spektakulärer Point Guard, doch klingen Namen wie Jeff Green, Thabo Sefolosha und Nenad Kristic irgendwie doch anders als z.B. ein Team um Melo, Chauncey Billups, J.R Smith und Nene. Trotz dieser mangelnden Erfahrung hat es Scott Brooks geschafft, ein beeindruckendes Team in Oklahoma aufzubauen und sich den Titel Coach of the Year, der zumeist an den Trainer des erstplatzierten Teams geht, wirklich verdient.

Heute Nacht geht die Serie zum fünften Spiel zurück nach Los Angeles. Sollten die Thunder dort einen Überraschungssieg landen und 3-2 in Führung gehen, kann es für die Lakers verdammt eng werden.

Starke Defense und der wohl meist unterschätzte Point Guard der NBA

Montag, April 12th, 2010

Die Portland Trail Blazers haben es trotz unzähliger Verletzungen tatsächlich in die NBA Playoffs geschafft. Vergangene Nacht gewannen sie sogar im Staples Center bei den Los Angeles Lakers. Doch wie schafft es “so” ein Team, dessen einziger All-Star namens Brandon Roy auch einige Spiele verletzt pausieren musste, in dieser starken Western Conference in die Playoffs? Und das auch noch ohne ihren eigentlichen Hoffnungsträger Greg Oden, der sich erneut schwer am Knie verletzte.

Zum Einen spielen sie als Team die vielleicht beste Defense der Liga, die Trail Blazers kassieren grade mal 94 Punkte pro Spiel – Spitzenwert im Westen! Allerdings sind die Blazers nicht nur in der Defense eine Einheit, sondern auch im Offense. Keine Starallüren, keine Schlagzeilen mehr über die einstigen Jailblazers. Brandon Roy ist Topscorer, trotzdem bleibt er ruhig und holt sich Rat von Veteranen wie Juwan Howard, statt zu überdrehen und sich als zukünftigen Jordan, MVP und NBA Champion zu preisen. Das Team um Coach Nate McMillan steht komplett hinter ihrem Topscorer und ermutigt ihn sogar, das Spiel noch mehr in die Hand zu nehmen. Neben dieser guten Einstellung und Stimmung im Team und auch bei den Fans, die unglaublich glücklich scheinen, endlich ein Team ohne ständige Ausraster und Eskapaden ihrer Bad Boys zu sehen, steht ein Spieler, der, warum auch immer, ständig unterschätzt wird…

Point Guard Andre Miller ist der X-Faktor der Portland Trail Blazers. Wenn man über die Top Guards der Liga spricht, fallen die Namen Nash, Paul, Williams, Rondo und vielleicht noch Opa Jason Kidd. Miller liefert zwar nicht die besten Stats für einen Point Guard mit “nur” 5,4 Assists pro Spiel, dennoch sollte man ihn nie unterschätzen. Andre Miller hat einen unglaublich starken Drive zum Korb, der auch in der letzten Nacht nichtmal von Kobe und seinen Lakers zu stoppen war. Dazu spielt er seine 11. NBA Saison und bringt genug Erfahrung mit, um mit diesem verletzungsgeplagten Team trotzdem etwas in den Playoffs reißen zu können.

Der letzte entscheidende Punkt ist die Dominanz unter den Brettern. Marcus Camby ist nach Dwight Howard der wohl beste Rebounder der NBA und auch LaMarcus Aldridge hat sich zu einem sehr schwer zu stoppenden Post-Spieler entwickelt. Zusammen greifen die beiden fast 20 Rebounds pro Spiel und sind einer der Gründe, warum sich jedes Team schwer tut, gegen Portland zu scoren.

OKC Thunder mit der großen Chance

Montag, April 5th, 2010

Vor einigen Tagen hatten sich die Oklahoma City Thunder bereits sicher für die NBA Playoffs qualifiziert, doch dank ihrer anhaltend guten Leistungen liegen sie nicht nur auf dem 6. Platz der Western Conference, sondern auch nur knapp hinter den Plätzen 2-5, die allesamt gleichauf sind. Sollten die Thunder es in den letzten Spielen der regulären Saison tatsächlich auf Platz 4 oder höher schaffen, würde ihnen das zumindest in der ersten Playoff-Runde das Heimrecht im entscheidenden 7. Spiel verschaffen.

Oklahoma hat es dabei fast selbst in der Hand, denn ihre nächsten 3 Spiele bestreiten sie gegen 3 der Mannschaften, die direkt vor ihnen platziert sind. Bei den Utah Jazz sowie zuhause gegen die Denver Nuggets und die Phoenix Suns haben die Thunder die Chance, nicht nur eine kleine Überraschung in dieser Saison zu sein, sondern die großen Teams richtig zu ärgern. Dass sie jeden schlagen können, haben sie vor 2 Wochen gegen die L.A. Lakers eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Wenn sie nun auch noch ihre Ausgangslage für die Playoffs verbessern, sollte man Oklahoma mit diesem Kevin Durant eigentlich alles zutrauen…

Lakers vor den Playoffs am Tiefpunkt

Donnerstag, April 1st, 2010

Das vielleicht beste Team der NBA, die Los Angeles Lakers, sind nur wenige Spiele vor Beginn der Playoffs in einer kleinen Krise. Das Team um Kobe Bryant, das eigentlich NBA-Champion 2010 werden muss, verlor nun sogar zuhause gegen die New Orleans Hornets, die weit entfert von einer Playoffteilnahme sind. Wenige Tage zuvor gab es eine Klatsche bei den Oklahoma City Thunder, zwischenzeitlich stand es 80:47 für Kevin Durant & Co., während Kobe nur noch kopfschüttelnd über seine 9 Turnover haderte. Und auch vergangene Nacht setzte es eine deutliche Niederlage bei den Atlanta Hawks.

Der Westen ist allerdings so stark besetzt, dass die Lakers von der ersten Playoff-Runde an 100% geben müssen.Der erste Platz in der Western Conference ist ihnen zwar kaum mehr zu nehmen, allerdings können die L.A. Lakers mit so einer Leistung auch sofort in der ersten Runde rausfliegen, in der entweder die Portland Trail Blazers, die San Antonio Spurs oder eben die OKC Thunder hochmotiviert darauf warten, die großen Lakers auszuschalten. 9 Turnover bei 11 Punkten und einer katastrophalen Wurfquote darf einem Kobe Bryant, der der beste Basketballer der Welt sein will, nicht passieren, schon gar nicht in dieser Phase. Dadurch, dass die Lakers Basketball nicht als Team spielen und eine der schlechtesten Assist-Quoten der Liga haben, ist es natürlich umso schlimmer, wenn die Einzelspieler wie Kobe einen schlechten Tag erwischen.

Vorallem müssen Phil Jackson und sein Trainerstab nun die Stimmung im Team retten, denn grade mit Spielern wie Kobe, Ron Artest oder Lamar Odom kann diese sehr schnell kippen, was die Lakers-Saison schneller beenden könnte, als man denken mag.