Posts mit Schlüsselwort ‘LeBron James’

Die ersten Wochen

Montag, November 15th, 2010

Knapp 3 Wochen ist die NBA Saison 2010/11 jetzt alt und um die 10 der insgesamt 82 Saisonspiele haben die Teams inzwischen hinter sich. Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen, wer ist den Erwartungen an die neue Saison gerecht geworden und wer hat bis jetzt völlig versagt?

Allen voran sind natürlich die New Orleans Hornets DAS Überraschungsteam der ersten Spiele. Nach einer kaum aufregenden Offseason und einer Preseason voller Niederlagen starten die Hornets mit einer Bilanz von 8-0 ungeschlagen in die neue Saison. Nicht etwa gegen die Nets, die Timberwolves und Detroit, sondern gegen Teams wie San Antonio, Denver, Portland oder die gehypten Miami Heat fahren die Hornets um Chris Paul einen Sieg nach dem anderen ein. Nachdem die Hornets im vergangenen Jahr letzter ihrer Division wurden, die Playoffs mehr als deutlich verpassten und die Gerüchte um Chris Paul im Jersey der New York Knicks nicht verstummten, überrascht es umso mehr, dass dieses Team mit kaum nennenswerten Neuzugängen so einen Saisonstart hinlegt. Trevor Ariza, Marco Belinelli, Willie Green, Jason Smith – keiner dieser Spieler kann von heute auf morgen im Alleingang eine Franchise wieder in Gang bringen. Doch ein gesunder Chris Paul, ein neuer Coach und eine sehr vielseitige Offense können das durchaus. Vorne bleibt nicht mehr alles an Paul und David West hängen, Emeka Okafor wirft derzeit fast 70% Prozent aus dem Feld (Ligaspitze!), auch CP3 beschränkt sich auf gute Würfe, Belinelli, Ariza, Thornton, Green und Smith scoren dazu konstant und sogar Peja Stojakovic darf ab und zu nochmal einen Dreier versenken. Viel Teamplay, 22 Assists pro Spiel und eine hervorragende Defense bringen den Hornets derzeit zurecht den ersten Platz in der Ligatabelle. Spannend wird es gegen die Teams, die die Reboundschwäche der Hornets besser auszunutzen wissen. Die Orlando Magic, Chicago Bulls oder L.A. Lakers müssten New Orleans unterm Brett normalerweise auseinander nehmen, aber immerhin geht es bei den Hornets nach 2 schlimmen Jahren wieder bergauf.

Neben den Hornets haben vorallem auch die inzwischen totgeglaubten San Antonio Spurs bewiesen, dass man sie niemals unterschätzen darf. Parker, Ginobili und Jefferson sind momentan in Topform und nahezu alle Leistungsträger standen bereits in mehreren NBA Finals. Beeindruckend, dass es Gregg Popovich in seiner inzwischen 14-jährigen Laufbahn als Coach der Spurs jedes Jahr aufs Neue schafft, einen Titelanwärter in die neue Saison zu schicken. Wenn Duncan sich noch steigert, die Starting Five verletzungsfrei und fit genug bleibt, um fast durchzuspielen, sind die Spurs auch für die Playoffs ein ernstzunehmender Gegner. Andernfalls haben sie mit einer katastrophal schlechten Bank keine Chance.

Die bisher wohl größte Enttäuschung sind hingegen die Miami Heat, die bereits 4 Niederlagen hinnehmen mussten, 2 davon gegen den großen Konkurrenten in ihrer Eastern Conference, die Boston Celtics. Die Aufgabe NBA Champion 2010/11 wird für Coach Erik Spoelstra, wie erwartet, sehr sehr schwer zu erfüllen sein. Chris Bosh bekommt sehr wenig Bälle und auch sehr wenig Rebounds, da die Isolation Plays für James oder Wade natürlich keinen Big Man unter dem Korb brauchen, der im Weg herumsteht. Treffen die Heat auf ein Team, das James und Wade verteidigen kann, werden sie keine Chance haben. Und da Boston und Los Angeles das definitiv können, gibt es für Miami in diesem Jahr keinen Titel.

Miami Heat verlieren erstes Saisonspiel

Samstag, Oktober 30th, 2010

Natürlich war es nur ein Spiel von 82 und auch nicht in heimischer Halle, sondern im TD Garden beim vielleicht größten Konkurrenten in der eigenen Conference, den Boston Celtics. Dennoch gab es für die gehypten und hochgejubelten Miami Heat gleich im ersten Spiel der neuen Saison einen herben Dämpfer, 88:80 unterlagen sie dem Team von Doc Rivers.

Nach einem einfachen Durchmarsch der Heat sieht es jedenfalls schon von vorneherein nicht mehr aus. Vorallem eine große Schwäche wurde im gesamten Spiel mehr als offensichtlich, die Point Guard Position. Den Celtics gelang es vor 3 Jahren nach einer ähnlich spektakulären Off-Season, in der Ray Allen und Kevin Garnett an die Ostküste wechselten, NBA Champion zu werden. Allerdings begann grade in dieser Saison der bis dato völlig unterschätzte Rajan Rondo in seine Rolle als junger Aufbauspieler eines mit Weltklassespielern gefüllten Teams hineinzuwachsen und diese mehr als schwierige Aufgabe zu meistern. Inzwischen ist Rondo der Leader des Teams und neben der sehr großen Erfahrung einer der Hauptgründe, warum die Celtics den Miami Heat trotz LeBron James, Dwayne Wade und Chris Bosh überlegen sind. Die Big 3 der Celtics sind individuell denen der Heat klar unterlegen. Pierce, Allen und Garnett besitzen nicht (mehr) die Klasse von Wade, James und Bosh. Allerdings sind die Celtics inzwischen ein Team, haben einen mehr als genialen Aufbauspieler und dazu einiges an Masse unter dem Brett. Und genau deswegen werden die Miami Heat in dieser Zusammensetzung in einer Best-of-Seven Serie gegen den amtierenden Eastern Conference Champion den Kürzeren ziehen. Carlos Arroyo und Mario Chalmers sind nicht in der Lage, dieses Team zu führen, das Resultat: James und Wade verursachen nach den ersten drei Saisonspielen über 10 Ballverluste pro Spiel. Vor den Miami Heat liegen noch viel Arbeit, wollen sie tatsächlich in diesem Jahr schon NBA Champion werden.

NBA Saisonstart 2010/11

Dienstag, Oktober 26th, 2010

Heute Nacht hat das schier ewige Warten endlich ein Ende, denn in gleich 3 Arenen wird in wenigen Stunden die lang ersehnte NBA Saison 2010/11 eingeläutet. Nach einer mehr als ereignisreichen Off-Season gibt es gleich zu Beginn das Topspiel schlechthin im Osten.

Die neu formierten Miami Heat um ihr Superstar-Trio LeBron James, Dwayne Wade und Chris Bosh sind zu Gast beim Eastern Conference Champion aus der vergangenen Saison und ebenfalls heißen Titelanwärter, den Boston Celtics. Deren Neuzugang Shaquille O’Neal kennt sowohl LeBron James, als auch Dwayne Wade aus gemeinsamen Jahren sehr gut, an der Seite von Wade wurde der Diesel 2005 sogar NBA-Champion. Da die Celtics ansonsten nahezu komplett beisamen geblieben sind und sich mit Shaquille und Jermaine O’Neal auf den großen Positionen sinnvoll verstärkt haben, wartet heute Nacht ein echter Kracher auf alle schlaflosen NBA Fans.

Und auch der amtierende NBA-Champion muss sich bereits heute Nacht beweisen. Im heimischen Staples Center empfangen die Los Angeles Lakers die Houston Rockets, außerdem müssen die Phoenix Suns bei den Portland Trailblazers ran.

Im Schatten der Miami Heat

Samstag, Juli 24th, 2010

Die Verpflichtungen von LeBron James und Chris Bosh stellen zur Zeit jeden anderen Wechsel der Offseason 2010 in den Schatten. Inzwischen steht auch fest, dass Zydrunas Ilgauskas und Mike Miller, einer der gefährlichsten Shooter der NBA, an die Ostküste zu den Miami Heat wechseln werden. Doch was sich sonst noch in der NBA getan hat, wird fast vergessen, denn die Heat sind ja sowieso nicht zu bezwingen… oder doch?

Solange Kobe Bryant das Trikot der L.A. Lakers tragen wird, sind diese auch Anwärter auf die Larry O’Brien Trophy, die sie vor kurzem mal wieder in den Händen hielten. Die Lakers und ihr Coach Phil Jackson wissen, wie man Spiele und Meisterschaften gewinnt und zudem wurde mit Matt Barnes ein erstklassiger Verteidiger unter Vertrag genommen, der, besonders im direkten Duell mit den Miami Heat, Gold wert ist. Dwayne Wade und LeBron James zu stoppen ist die wahrscheinlich schwierigste Aufgabe, vor die man eine Defense stellen kann, aber wenn es ein Team gibt, das dazu in der Lage ist, dann sind das die Lakers. Ron Artest, Kobe Bryant und Matt Barnes sind 3 der besten Verteidiger, die die NBA zu bieten hat und haben gemeinsam die wohl größten Chancen, die Stars der Miami Heat aus dem Spiel zu nehmen. Dazu kommt ein Pau Gasol, der Chris Bosh unter dem Brett überlegen sein wird. Die Lakers werden in der kommenden Saison noch stärker sein als in der abgelaufenen, in der sie bereits NBA Champion wurden und wenn Andrew Bynum endlich seinen Durchbruch schafft und zu einem dominanten Center reift, sind die Lakers Titelfavorit Nr 1.

Und ein weiteres Team aus dem Westen darf auf keinen Fall aus den Augen gelassen werden. In der vergangenen Saison hatten die Denver Nuggets unglaubliches Verletzungspech, weshalb ihnen die Chance auf den Titel dann doch verwehrt blieb. Doch nun ergänzt Al Harrington das ansonsten beisamen gebliebene Team der Nuggets und wird mit Spielern wie Carmelo Anthony, Kenyon Martin, Nene oder Chris Andersen einen der stärksten Frontcourts der Liga bilden. Im Backcourt der Nuggets haben sich Arron Afflalo und Ty Lawson, auch durch die Verletzungsmisere der anderen Spieler bedingt, enorm weiterentwickelt und werden hinter Chauncey Billups und J.R Smith für viel Tempo und Gefahr von der Bank sorgen. Bleiben die Nuggets weitesgehend von Verletzungen verschont, gehören sie neben Lakers und Heat auf jeden Fall zu den Titelanwärtern.

Doch nicht nur Westen rüstet weiter auf, auch in der Eastern Conference werden die Miami Heat Konkurrenz bekommen. Die Boston Celtics konnten Jermaine O’Neal, der vergangene Saison noch das Trikot der Heat trug, verpflichten und außerdem die Verträge von Ray Allen und Paul Pierce verlängern. Die Orlando Magic nahmen Quentin Richardson unter Vertrag und konnten ihren Shooter J.J. Reddick in Florida halten. Mit Ausnahme von Matt Barnes, der eben zu den Lakers wechselt, ist das gesamte Team beisamen geblieben. Die namenhafteste Verpflichtung, nach denen der Miami Heat, gelang jedoch den New York Knicks. Obgleich die meisten Knicks Fans wohl eher von LeBron im NYK Jersey geträumt hatten, ist Amar’e Stoudemire eine erstklassige Verstärkung, vorallem für das nicht grade verwöhnte Publikum der Knickerbockers. Außerdem konnten die Knicks Point Guard Raymond Felton und Power Forward Runny Turiaf verpflichten. Wenn Tracy McGrady nun noch weitermacht und das neue Team zueinander findet, könnte trotz des Abgangs von David Lee im Madison Square Garden vielleicht sogar bald wieder Playoff Basketball gespielt werden…

LeBron James wechselt zu den Miami Heat

Freitag, Juli 16th, 2010

Die wohl spektakulärste Off-Season der letzten Jahre beginnt gleich mit einer Sensation. Top Free-Agent LeBron James gab vergangene Woche während einer TV-Show live bekannt, dass er für die nächsten 5 Jahre nach Florida, zu den Miami Heat, wechseln wird. King James spielte 7 Jahre für die Cleveland Cavaliers, die in im NBA Draft 2003 an erster Stelle auswählten, schaffte es dort allerdings nie, NBA-Champion zu werden.

Das soll sich nun ändern, denn in der kommenden Saison wäre alles Andere als der Titel eine riesen Enttäuschung für LBJ und sein neues Team. Denn neben LeBron wechselt nicht nur sein ständiger Begleiter Zydrunas Ilgauskas nach Miami, sondern außerdem noch All-Star Chris Bosh von den Toronto Raptors, der mit LeBron und Dwayne Wade das wohl beste Trio bilden wird, das seit Langem in der NBA zusammen aufläuft.

Die Offseason der Miami Heat erinnert doch schon stark an die der Boston Celtics vor 3 Jahren, als der ewige Star Paul Pierce endlich die lang ersehnte Unterstützung durch Ray Allen und Kevin Garnett bekam und schließlich auch NBA-Champion wurde. Allen und Garnett kamen nach Boston, stellten allerdings sofort unmissverständlich klar, dass die Celtics das Team von Paul Pierce sind und Pierce deswegen der Kapitän und Anführer des Teams ist. Wie genau das in Miami ablaufen wird, bleibt noch abzuwarten, denn die Heat sind auch definitiv das Team von Dwayne Wade, der bereits 2006 an der Seite von Shaquille O’Neal das holte, was LeBron in der vergangenen Saison erneut verwehrt blieb – den Titel. LeBron wird sich unterordnen müssen und an das Zusammenspiel mit Dwayne Wade gewöhnen, der, ähnlich wie LBJ, ständig den Weg zum Korb sucht. Beides sind Spieler, die den Ball in ihren Händen brauchen, um ihr Spiel zu spielen und gäbe es eine Statistik für den durchschnittlichen Ballbesitz pro Spiel, LeBron und Wade würden sie vermutlich anführen. Dazu kommt noch ein ausgezeichneter Spieler wie Chris Bosh, der den Ball in- und außerhalb der Zone fordern wird. Was man jedoch nicht vergessen sollte ist, dass sowohl Wade, als auch LeBron James und Chris Bosh völlig unabhängig von ihren Offensivfähigkeiten und ihrem Zusammenspiel auch sehr starke Verteidiger und auch Rebounder sind, die, mit Ausnahme von Kobe Bryant und Dwight Howard, wohl jeden Gegenspieler der Liga kontrollieren und ausschalten können.

Gelingt es Eric Spoelstra, um diese 3 Genies ein Team zu formen, das miteinander spielt, werden die Heat nahezu unschlagbar sein, ansonsten könnte es auch ziemlich in die Hose gehen, denn fast jede Niederlage ist für ein Team, in dem Wade, James und Bosh spielen eine Blamage.

Zur Zeit besteht der Kader der Miami Heat aus 6 Spielern: Neben Ilgauskas, James, Bosh und Wade werden in der kommenden Saison Point Guard Mario Chalmers und Forward Udonis Haslem für die Heat auflaufen. Nun gilt es, diesen Kader clever zu ergänzen und Spieler zu finden, die bereit sind, sich den 3 Stars komplett unterzuordnen. Derek Fisher lehnte beispielsweise ein Angebot der Miami Heat ab und wird auch in den kommenden Jahren vermutlich das Trikot der Los Angeles Lakers tragen.

Enttäuschender MVP – Cavaliers ausgeschieden

Samstag, Mai 15th, 2010

Einer erneut dominanten Saison von King LeBron James, in der er auch völlig zurecht zum MVP gewählt wurde, folgte nun ein jähes Ende in der Postseason. In den Conference Semifinals unterlag er mit seinen Cavs den in der regulären Saison viertplatzierten Boston Celtics mit 4-2. Der Traum von NBA-Champion für den wohl besten Basketballer der Welt damit erneut verschoben.

Doch warum um alles in der Welt nimmt eben dieser beste Basketballer der Welt im wichtigsten Spiel der Saison – Spiel 5 der Serie, das die Cavs zuhause 120:88 verloren – 14 Würfe und erzielt mit nur 15 Punkten die schlechteste Playoffleistung seiner Karriere. Ganze 3 Treffer aus dem Feld für “King” James, auf der Gegenseite knallt dafür es richtig… Wer ein grünes Trikot trägt und scoren will, wird nicht daran gehindert, so etwas wie Defense nicht vorhanden. Unerklärlich…

Nach dieser 32-Punkte Klatsche fahren die Cavaliers dann nach Boston zum entscheidenden Spiel 6. Dort nimmt James plötzlich wieder seine Würfe, scort auch 29 Punkte und holt unglaubliche 19 Rebounds, verursacht allerdings dabei auch 9 Turnover. Nachdem er sich in Spiel 5 vor der Verantwortung fast schon gedrückt hat, scheint es in Spiel 6, als würden Mo Williams und LeBron zu zweit gegen 5 Celtics spielen wollen. Weit über die Hälfte aller Feldwürfe der Cavs nehmen LeBron und Mo, Roleplayer wie Anthony Parker, Delonte West oder Zydrunas Ilgauskas müssen sich mit 2 bis 4 Würfen zufrieden geben. Das Resultat sind mickrige 85 Punkte, die im TD Garden natürlich nicht ausreichen, den Heimvorteil zurückzugewinnen und die Serie doch noch drehen zu können.

Und nun ist LeBrons Vertrag ausgelaufen, er steht als Free Agent ohne Titel da und die Cavaliers mit einem Haufen, der nach James Wünschen um ihn zusammengestellt wurde… Gut möglich allerdings, dass dieser allerdings in der nächsten Saison woanders auf Titeljagd geht und in Cleveland nichts als eine Menge Platz im Salary Cap hinterlässt.

LeBron James zum MVP 2009/10 gewählt

Dienstag, Mai 4th, 2010

Seit letzter Nacht ist es nun auch offiziell bekannt. LeBron wurde zum Most Valuable Player, zum wertvollsten Spieler der NBA in dieser Saison ernannt. Bereits in der vergangenen Saison konnte er sich bereits diesen Titel sichern und auch in diesem Jahr wurde James völlig zu Recht MVP. Seine Stats sind unglaublich, er verteilt als Forward 8,5 Assists pro Spiel und ist 1on1 nicht zu verteidigen.

Die Freude hielt allerdings nicht allzu lange an, denn im Anschluß an seine MVP Ehrung verlor James mit seinen Cavaliers Spiel 2 der Conference Semifinals gegen die Boston Celtics. Der Heimvorteil ist somit dahin und damit könnte die MVP Trophäe die letzte sein, die James dieses Jahr in seinen Händen halten darf. Freitag geht die Serie nach Boston, wo die Cavs unbedingt eins der zwei Auswärtsspiele gewinnen müssen, um noch von der Meisterschaft träumen zu können.


NBA Most Valuable Player (MVP) 2009/2010

Donnerstag, April 8th, 2010

Die Saison neigt sich ihrem Ende entgegen und bis auf den 8. Platz im Osten stehen alle Playoff-Teilnehmer fest. Zeit, sich über den MVP, den wertvollsten Spieler der regulären Saison, Gedanken zu machen.

Woran erkennt man aber einen MVP, was unterscheidet ihn von den anderen? Vor und auch während der Saison standen eigentlich nur 2 Spieler im Fokus: LeBron James und Kobe Bryant, die zwei vielleicht besten Basketballer der Welt und beide auch sicher unglaublich wertvoll. Im Duell dieser beiden spricht allerdings nahezu alles für James. LBJ hat deutlich bessere Stats, er scort nicht nur 2 Punkte mehr im Schnitt, sondern verteilt unglaubliche 8.6 Assists pro Spiel, was nur die wenigstens Point Guards schaffen. Auch bei den Rebounds, Blocks und sogar der 3er-Quote kommt LeBron besser weg als Kobe. Außerdem haben die Cleveland Cavaliers beide Aufeinandertreffen mit den L.A. Lakers für sich entscheiden können und auch die mit Abstand beste Saisonbilanz. Einziger Punkt für Kobe dürften seine unzähligen Gamewinner sein. Wann immer die Lakers Sekunden vor Schluss zurücklagen, es schien als könnte KB24 überhaupt keinen Buzzer-Beater daneben werfen.

Nun hat die NBA allerdings mehr als 2 Weltklasse Spieler und somit auch weitere potentielle MVPs. Dwayne Wade und Dwight Howard sollten aber wohl beide aus dem Rennen um den MVP ausscheiden, da Wade nicht an seine unglaubliche Saison 2008/09 anknüpfen konnte und Howard mit seinen Orlando Magics zu weit hinter LeBrons Cavaliers steht. Dann gibt es da noch den ewigen Mann im Schatten von LeBron James, Carmelo Anthony. Schon bereits im Draft 2003 wurde Melo hinter LeBron James gezogen und auch bis heute scheint sich die Reihenfolge nicht geändert zu haben. Anthony kämpft mit seinen Denver Nuggets zwar um den zweiten Platz im Westen und gehört zu den besten Scorern der NBA, wird allerdings keine Chance im Kampf um den MVP Titel haben.

Und dann ist da noch der Topscorer der NBA… Nicht Kobe, nicht James, Anthony, Wade oder Nowitzki… Kevin Durant. Durant hat kein Spiel seiner Oklahoma City Thunder verpasst und sie tatsächlich in die Playoffs geführt. Da die Thunder nun 2 wichtige Spiele verloren haben und mit Pech sogar nur 8. werden, müssen die L.A. Lakers die Playoffs wohl schon in der ersten Runde verlassen, denn im Duell L.A. gegen Oklahoma werden die Lakers schlecht aussehen… Und da der MVP während der ersten Playoff-Runde gewählt wird, fällt die Wahl zwischen LeBron James und Kevin Durant. Mein persönlicher MVP ist Durant, allerdings wird es aller Vorraussicht nach, wie auch im letzten Jahr, LeBron James werden, der letztendlich die MVP-Trophy überreicht bekommt.

Kobe, Kobe, Kobe!

Mittwoch, Februar 24th, 2010

Er ist der mit Abstand gefährlichste Spieler in der entscheidenden Schlussphase eines Spiels: Kobe Bryant. Vielleicht ist er auch der beste Basketballer der Welt, aber ganz sicher ist er der wertvollste Go-to-Guy in der Crunch Time. Kein Spieler trifft auch nur annähernd so viele Gamewinner wie Kobe.

Da kommt Bryant, grade von seiner Verletzung erholt, vergangene Nacht in Memphis aufs Parkett und erzielt gegen die Grizzlies 32 Punkte. Das Duell der beiden Gasol-Brüder Pau Gasol und Mark Gasol verlor Grizzlie Mark am Ende, weil er eben “nur” einen O.J. Mayo im Team hat, keinen Kobe Bryant.

In den letzten zweieinhalb Minuten schoss Kobe 3 Dreier und drehte im Alleingang das Spiel zu Gunsten seiner Los Angeles Lakers. O.J. Mayo machte zwar ebenfalls ein klasse Spiel und erzielte 25 Punkte, die Chance, das Spiel mit dem Buzzer Beater doch noch für seine Memphis Grizzlies zu entscheiden, ließ er allerdings liegen.

Die Wahl des MVP 2010 wird dadurch nicht gerade erleichtert. Es wird am Ende der Saison sehr schwer sein, unter LeBron James und Kobe Bryant den besseren und vor allem wertvolleren Spieler auszumachen.

Carmelo Anthony reißt die Serie der Cavaliers

Freitag, Februar 19th, 2010

Seit dem NBA Draft 2003 wurden sie immer wieder verglichen: Carmelo Anthony und LeBron James. Vergangene Nacht war Melo mit seinen Denver Nuggets zu Gast bei King James und seinen Cleveland Cavaliers und im Mittelpunkt stand neben dem an Kehlkopfkrebs erkranktem Nuggets Coach George Karl natürlich das Duell der beiden Stars. In einem wirklich spannenden Spiel erzielte LeBron James dabei 43 Punkte, 15 Assists und 13 Rebounds… eine unglaubliche Leistung.

Doch der Matchwinner hieß gestern Nacht ausnahmsweise mal nicht LeBron James. Die Siegesserie seiner Cavs riss nach 13 gewonnenen Spielen in Folge, weil Carmelo Anthony genauso wenig zu stoppen war, wie James. Im direkten Duell der beiden traf Melo einen Wurf nach dem Anderen mit LeBrons Hand in seinem Gesicht, kam auf 40 Punkte und entschied das Spiel 2 Sekunden vor Schluss der Overtime mit dem Gamewinner zum 118:116.

Im zweiten, ebenso spannenden Spiel der Nacht waren die Boston Celtics zu Gast bei den Los Angeles Lakers zum Duell der beiden letzten NBA-Champion. Das Traditionsduell im Staples Center konnten die Celtics dank Ray Allen, der mit 24 Punkten Topscorer war, mit 87:86 für sich entscheiden. All-Star Rajan Rondo erzielte 14 Punkte und verteilte 11 Assists. Die L.A. Lakers mussten bei der Heimniederlage allerdings erneut auf ihren verletzten Star Kobe Bryant verzichten.

Kurz vor dem Aufeinandertreffen im Staples Center wurde bekannt, dass die Celtics in einem 3-Team Trade unter Anderem Eddie House abgeben und im Gegenzug den 3-fachen Slam Dunk Champion Nate Robinson von den New York Knicks erhalten.