Posts mit Schlüsselwort ‘Dwight Howard’

Ja ist denn schon Weihnachten…

Sonntag, Dezember 19th, 2010

…werden sich im Moment die Orlando Magic fragen, während Steve Nash vermutlich alleine in seinem Kämmerchen in Arizona sitzt und alle Titelträume endgültig begräbt.

Die Orlando Magic tradeten zunächst den immer schwächer werdenden Forward Rashard Lewis zu den Washington Wizards und erhielten im Gegenzug “Shooter” und Sorgenkind Gilbert Arenas, der in der bisherigen Saison auf immerhin 17,3 Punkte und 5,6 Assists pro Spiel kam, seine Wurfquote verschweigt man allerdings besser. Die Wizards sind damit ihr Sorgenkind los und erhalten dafür einen in die Jahre gekommenen Shooter, der nicht mehr schießen kann und für einen Power Forward ein absolut mieser Rebounder ist. Die Magic erhalten im Gegenzug einen abgedrehten Freak, der sich irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn befindet, vom Talent her aber auf jeden Fall zu den Topspielern der NBA gehört.

Nun einigen sich die Magic einen Tag später auf noch einen Deal, und zwar mit den Phoenix Suns. Opa Carter und wird samt seiner kaputten Knie, sowie Mickael Pietrus und Marcin Gortat im Gepäck nach Arizona geschickt, Jason Richardson und Ex-Magic Hedo Turkoglu dürfen im Gegenzug in Orlando auf Punktejagd gehen. Was genau sich das Management der am Rand der Playoffplätze kratzenden Phoenix Suns bei diesem Deal gedacht hat, der ihren Topscorer Richardson (20 Punkte pro Spiel) gegen einen Vince Carter tauscht, der nur noch ein Schatten seiner selbst ist, fragt sich derzeit wohl nicht nur Steve Nash. Mickael Pietrus und Hedo Turkoglu hingegen waren beide nicht recht zuhause in ihren Teams, Pietrus hatte es sich mit Van Gundy verscherzt und Turkoglu hat in seiner Karriere bisher nur im Magic Trikot glänzen können.

Orlando gewinnt also seinen verlorenen Sohn Turkoglu zurück und dazu zwei mit Talent überschüttete Ausnahmespieler, Gilbert Arenas und Jason Richardson und setzt ein ganz klares Zeichen in Richtung Miami und Boston. Dwight Howard könnte nach dieser Saison aus seinem Vertrag bei den Magic aussteigen und genau das scheint das Management mit diesen Trades verhindern zu wollen. Richardson und Arenas kennen sich bereits gut aus gemeinsamen Zeiten in Oakland, bei den Golden State Warriors und Turkoglu ist in Orlando ein alt bekannter und auch allseits beliebter Spieler. Stimmt die Chemie mit den 3 Neuzugängen, sind die Orlando Magic nun endügltig wieder ein ernstzunehmender Titelkandidat.

Nelson, Arenas, J-Rich, Turkoglu und Howard… Dazu eine vielseitige Bank mit Spielern wie Brandon Bass, J.J. Redick oder Quentin Richardson verspricht eine erfolgreiche und sehenswerte Saison in Florida. Lediglich Marcin Gortat könnte den Magic wirklich fehlen, wenn Dwight Howard es nicht endlich schafft, seine ständigen Foul Probleme los zu werden. Brandon Bass ist der einzige Backup für die Center Position und mit seinen 2,03m dafür deutlich zu klein.

Alles in Allem aber ein mehr als erfolgreiches Wochenende für die Orlando Magic, das sie zu einem Titelkandidaten und Steve Nash zu einem bemitleidenswerten All-Star macht, der diese Saison mit Sicherheit wieder keine Trophäe in seinen Händen halten wird. Was die Washington Wizards angeht, scheint für diese Saison sowieso schon alles verloren, das Tabellenschlusslicht der Eastern Conference schafft durch den Trade lediglich mehr Platz und Spielzeit für ihre jungen Überflieger John Wall und Nick Young.

Shaq kann es nicht lassen

Sonntag, August 8th, 2010

Ist es, weil Kobe Bryant seit Juni diesen Jahres einen Ring mehr hat als er, weil er es in seinen bisher 1170 NBA Spielen “nur” auf Platz 5 der All-time Scoring list geschafft hat und auch dort aller Vorraussicht nach noch von Kobe überholt wird oder weil er einfach nicht ohne den ganz großen Rummel leben kann? Shaquille O’Neal, 38 Jahre, 4-facher NBA Champion, einst gefürchtet als dominantester Spieler, den die Liga je gesehen hat, unterschreibt einen 2-Jahres-Vertrag bei den Boston Celtics.

Es wäre vergangene Saison wahrscheinlich das Karriereende seiner Träume gewesen, an der Seite von der neuen Dominanz in Person, LeBron James, gegen die Los Angeles Lakers in die NBA Finals einzuziehen und dort über Kobe Bryant und Phil Jackson zu triumphieren, der fünften Ring mit nach Hause zu nehmen, während Kobe nur 4 hat und alles wäre gut in der Welt des Diesel. Blöd nur, dass auf dem Weg in die NBA Finals 2010 noch die Boston Celtics standen und den Titelträumen von James, Shaq und ganz Cleveland einen Strich durch die Rechnung machten. Und dann muss der stolze Shaq von zuhause mit ansehen, wie diese Celtics auch noch gegen sein ehemaliges Team, die L.A. Lakers, die Finalserie verlieren und Kobe Bryant auf der Pressekonferenz stolz verkündet, er hätte nun “one more than Shaq”…


Aber nimmt das einen 38-jährigen Mann wie Shaquille O’Neal, der sich ja offiziell schon längst mit seinem Rivalen Bryant versöhnt hat, wirklich noch so sehr mit, dass er unbedingt ein bzw. zwei Jahre dranhängen muss? Den Respekt jedes NBA Spielers und wahrscheinlich jedes Basketballers auf diesem Planeten hat er längst sicher, jeder weiß, dass er unstoppable war und die Liga dominiert hat wie kaum ein Anderer. Shaq hat mit den Besten gespielt und gegen die Besten gewonnen. Auch der Rummel um seine Person und das Rampenlicht allgemein würde ihm ohne NBA wohl kaum fehlen, immer wieder spielt er in Filmen mit, dreht seine eigene Serie, lässt hier und da seine Sprüche fallen und übersehen wird der 2,16m Koloss sowieso nicht. Er scheint seine Karriere also wirklich unbedingt mit einem Titel beenden zu wollen und nachdem LeBron James zu den Miami Heat gewechselt ist, kommt Cleveland dafür definitiv nicht mehr in Frage.

Die Boston Celtics, die ohnehin schon das wohl erfahrenste Team der Liga waren, haben sich nun mit Jermaine O’Neal und Shaquille O’Neal zwei weitere Veteranen ins Team geholt, die dieses Jahr den Unterschied ausmachen sollen. Und noch vor wenigen Jahren hätte ein Team bestehend aus Kevin Garnett, Shaq und Jermaine O’Neal definitiv jedes Brett und vermutlich auch jedes Spiel in der NBA beherrscht. Dazu die Vertragsverlängerung von Ray Allen und der ewige Celtic Paul Pierce – Das Team um Coach Doc Rivers kann sich auch in der kommenden Saison sehen lassen und vielleicht reicht es ja für Shaq und sein neues Team, um die übermächtigen Miami Heat auszuschalten und sich für die Finalspleite aus diesem Jahr bei Kobe und den Lakers zu revanchieren.

Andernfalls wird Shaq sich wohl tatsächlich mit vier Meisterschaftsringen “abfinden müssen”, denn allzu lang wird sein Körper auch keine 20 Minuten pro Spiel mehr durchhalten. Irgendwann geht auch die Zeit eines Shaquille O’Neals vorbei und es kommen Spieler wie Dwight Howard, die ihn normalerweise nach Strich und Faden auseinander nehmen und mit ihm den Hallenboden wischen müssten.

Man darf sich auf jeden Fall auf einige heiße Begegnungen in der kommenden Saison freuen, denn auch im Duell mit den Miami Heat trifft Shaquille O’Neal auf 2 seiner stärksten Weggefährten, LeBron James und auch Dwayne Wade, an dessen Seite er sich 2006 seine vierte NBA Championship sicherte.

Schreiben die Orlando Magic Geschichte?

Donnerstag, Mai 27th, 2010

Noch nie hat es in der Geschichte der NBA ein Team gegeben, das eine Best of Seven Serie in den Playoffs nach einem 0-3 Rückstand noch gewinnen konnte. Eigentlich auch logisch, denn wer 3-0 zurückliegt, hat zum Einen die Serie im Kopf wohl eh schon abgeschlossen und hat zum Anderen auch noch 2 Auswärtsspiele vor sich, die neben den beiden Heimspielen gewonnen werden müssen. 4 Spiele am Stück gegen ein Team, das einen in den Tagen zuvor 3 mal geschlagen hat. Klingt unmöglich, war es bisher auch.

Nun liefern sich die Boston Celtics und die Orlando Magic zur Zeit eine unglaubliche Serie. Nachdem die Boston Celtics in der Postseason aufgewacht sind, gewinnen sie Spiel 1 und 2 bei den Orlando Magic, die ihrerseits bis dato ungeschlagen durch die Playoffs marschierten. Nach Spiel 3 im TD Garden scheint alles gelaufen, 3-0, Traditionsduell zwischen Celtics und Lakers in den Finals… Oder auch nicht! Während Phoenix beide Heimspiele gewinnen konnte und es in den Western Conference Finals nun 2-2 steht, drehen auch die Magic nochmal auf und holen sich mit Spiel 4 den ersten Auswärtssieg von den Celtics zurück… Ein Lebenszeichen! Vergangene Nacht konnte Orlando nun auch endlich das erste Heimspiel sehr deutlich gewinnen – 113:92 heißt zum Ende in der Amway Arena. Doch die Niederlage dürfte für Boston nicht das bitterste an diesem Abend gewesen sein. Zwar wurden die 2 technischen Fouls von Kendrick Perkins revidiert, weshalb er für Spiel 6 nicht gesperrt sein wird, allerdings verletzten sich gleich 3 Celtics Spieler in der zweiten Halbzeit. Big Baby Glen Davis taumelte mit einer Gehirnerschütterung wie ein Betrunkener vom Feld, bevor sich auch Marquis Daniels eine Gehirnerschütterung zuzog und kurz vor Schluß auch noch Topscorer Rasheed Wallace sich den Rücken vertrat.

Ohne die Revision der technischen Fouls von Perkins wäre das wohl das sichere Ende der Celtics, denn Davis, Wallace und Perkins sind genau die 3 Spieler, die diese Serie über versuchen, Dwight Howard zu verteidigen. So wie Glen Davis vom Feld schwankte, sah es nicht so aus, als wäre er in Spiel 6 wieder voll einsatzfähig. Was mit Sheed und Daniels ist, bleibt abzuwarten. Zeit zur Erholung bleibt nämlich kaum, denn schon Freitag steht eben dieses Spiel 6 in Boston an und wenn die Celtics es dort nicht schaffen, den Sack zuzumachen, sieht es ganz ganz düster für sie aus. Das finale Spiel 7 würde wieder in Orlando stattfinden, wo die Celtics zumindest gestern Abend chancenlos waren.

Celtics on fire

Donnerstag, Mai 20th, 2010

Nach einer für diesen Kader katastrophalen zweiten Saisonhälfte und dem enttäuschenden vierten Platz in der Eastern Conference, melden sich die Boston Celtics in den Playoffs zurück. In der zweiten Runde bekamen das zunächst LeBron James und seine Cavs zu spüren, die 2 Heimspiele in der Serie an die Celtics abgeben und sich letztendlich 2:4 geschlagen geben mussten. Und nun in den Conference Finals stehen sich mal wieder die Celtics und die Orlando Magic gegenüber, Heimvorteil dank der besseren Saisonbilanz für Orlando.

Doch wie aus dem Nichts fangen die Celtics wieder an Basketball zu spielen, wie ein NBA Champion. Rajan Rondo hat sich zum vielleicht besten Point Guard der NBA entwickelt, Paul Pierce und Ray Allen treffen die wichtigen Würfe und die Big Men der Celtics sind zumindest ansatzweise in der Lage, Dwight Howard zu stoppen. Resultat nach den ersten beiden Spielen in Orlando: 2 Auswärtssiege für Boston, die Conference Finals scheinen entschieden, wenn nicht noch ein Wunder geschieht. Spiel 3 und 4 finden im TD Garden in Boston statt, wo den bis hierher so erfolgreichen Magics dann selbst ein Sweep, also eine 0:4 Niederlage, droht.

NBA Most Valuable Player (MVP) 2009/2010

Donnerstag, April 8th, 2010

Die Saison neigt sich ihrem Ende entgegen und bis auf den 8. Platz im Osten stehen alle Playoff-Teilnehmer fest. Zeit, sich über den MVP, den wertvollsten Spieler der regulären Saison, Gedanken zu machen.

Woran erkennt man aber einen MVP, was unterscheidet ihn von den anderen? Vor und auch während der Saison standen eigentlich nur 2 Spieler im Fokus: LeBron James und Kobe Bryant, die zwei vielleicht besten Basketballer der Welt und beide auch sicher unglaublich wertvoll. Im Duell dieser beiden spricht allerdings nahezu alles für James. LBJ hat deutlich bessere Stats, er scort nicht nur 2 Punkte mehr im Schnitt, sondern verteilt unglaubliche 8.6 Assists pro Spiel, was nur die wenigstens Point Guards schaffen. Auch bei den Rebounds, Blocks und sogar der 3er-Quote kommt LeBron besser weg als Kobe. Außerdem haben die Cleveland Cavaliers beide Aufeinandertreffen mit den L.A. Lakers für sich entscheiden können und auch die mit Abstand beste Saisonbilanz. Einziger Punkt für Kobe dürften seine unzähligen Gamewinner sein. Wann immer die Lakers Sekunden vor Schluss zurücklagen, es schien als könnte KB24 überhaupt keinen Buzzer-Beater daneben werfen.

Nun hat die NBA allerdings mehr als 2 Weltklasse Spieler und somit auch weitere potentielle MVPs. Dwayne Wade und Dwight Howard sollten aber wohl beide aus dem Rennen um den MVP ausscheiden, da Wade nicht an seine unglaubliche Saison 2008/09 anknüpfen konnte und Howard mit seinen Orlando Magics zu weit hinter LeBrons Cavaliers steht. Dann gibt es da noch den ewigen Mann im Schatten von LeBron James, Carmelo Anthony. Schon bereits im Draft 2003 wurde Melo hinter LeBron James gezogen und auch bis heute scheint sich die Reihenfolge nicht geändert zu haben. Anthony kämpft mit seinen Denver Nuggets zwar um den zweiten Platz im Westen und gehört zu den besten Scorern der NBA, wird allerdings keine Chance im Kampf um den MVP Titel haben.

Und dann ist da noch der Topscorer der NBA… Nicht Kobe, nicht James, Anthony, Wade oder Nowitzki… Kevin Durant. Durant hat kein Spiel seiner Oklahoma City Thunder verpasst und sie tatsächlich in die Playoffs geführt. Da die Thunder nun 2 wichtige Spiele verloren haben und mit Pech sogar nur 8. werden, müssen die L.A. Lakers die Playoffs wohl schon in der ersten Runde verlassen, denn im Duell L.A. gegen Oklahoma werden die Lakers schlecht aussehen… Und da der MVP während der ersten Playoff-Runde gewählt wird, fällt die Wahl zwischen LeBron James und Kevin Durant. Mein persönlicher MVP ist Durant, allerdings wird es aller Vorraussicht nach, wie auch im letzten Jahr, LeBron James werden, der letztendlich die MVP-Trophy überreicht bekommt.

Marcus Camby zu den Portland Trail Blazers – Amare Stoudamire nach Cleveland?

Dienstag, Februar 16th, 2010

Zwei weitere NBA-Teams einigten sich kurz vor der am Donnerstag eintretenden Trading Deadline auf einen Trade: Der zweitbeste Rebounder der Liga, Marcus Camby, wechselt im Tausch für Steve Blake und Travis Outlaw von den Los Angeles Clippers zu den Portland Trail Blazers.

Die vom Verletzungspech verfolgten Blazers müssen die gesamte Saison auf ihre beiden Center Greg Oden und Joel Przybilla verzichten, auch All-Star Brandon Roy fehlt bereits seit Januar. Doch trotz der Verletzungsmisere belegen die Trailblazers zur Zeit immer noch den 8. Platz in der Western Conference, der die Teilnahme an den NBA Playoffs bedeuten würde. Mit ihrem neuen Center Marcus Camby haben sie ihre Chancen darauf wohl sicher erhöht, denn auf der Point Guard Position sind die Blazers mit Andre Miller und Jerryd Bayless hervorragend besetzt, wodurch Steve Blakes Abgang kaum auffallen sollte. Travis Outlaw konnte, ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen, bisher auch nur 11 Spiele in dieser Saison bestreiten. Dafür erhalten die Trailblazers den nach Dwight Howard wohl besten Rebounder und Shotblocker der NBA.

Die L.A. Clippers hingegen räumen aufgrund der in weite Ferne gerückten Playoffs Platz in ihrem Salary Cap, um in der Off-Season weitere Free Agents unter Vertrag nehmen zu können.

Auch der immer wieder in Trade Gerüchten auftauchende Amare Stoudamire könnte noch vor Donnerstag seinen Verein wechseln. Angeblich steht ein Deal mit den Cleveland Cavaliers bevor, der beispielsweise Zydrunas Ilgauskas und J.J. Hickson im Tausch für Amare nach Phoenix bringen würde. Sollte dieser Trade tatsächlich stattfinden, braucht man sich über den NBA-Champion 2010 wahrscheinlich nicht mehr unterhalten. LeBron James und Amare Stoudamire in einem Team, dazu Spieler wie Shaquille O’Neal oder Mo Williams, das sieht nahezu unschlagbar aus. Allerdings scheinen die Cavs das zur Zeit auch ohne diesen Trade zu sein. Ihre aktuelle Siegesserie hält bereits seit 13 Spielen an, warum also sollte die Vereinsführung eingreifen? Bis zur Trading Deadline am Donnerstag werden wir mehr erfahren…

Slam Dunk Contest 2010 enttäuschend

Sonntag, Februar 14th, 2010

Der NBA Slam Dunk Contest, der normalerweise für fast jeden Fan der Höhepunkt des All-Star Saturdays ist, war in der vergangenen Nacht eine absolute Enttäuschung. Nach der Absage von LeBron James standen sich gestern Gerald Wallace, Shannon Brown, Dunk-In Gewinner Demar Derozan und Titelverteidiger Nate Robinson gegenüber. Einen langweiligen Dunk nach dem Anderen bekamen die Fans in Dallas zu sehen. Im Finale standen sich Nate Robinson und Demar Derozan gegenüber, Robinson konnte dann, wie erwartet, erneut Slam Dunk Champion werden. Der diesjährige Slam Dunk Contest war weder das Weckerstellen, noch das Suchen eines Live-Streams wert. Die NBA sollte sich bis zum nächsten All-Star Weekend etwas einfallen lassen und dafür sorgen, dass Stars wie LeBron James oder Dwight Howard am Contest teilnehmen.

Deutlich spektakulärer ging es bereits am Freitag beim Slam Dunk Contest der NBA D-League zu. Vorallem Dar Tucker von den Los Angeles D-Fenders bot eine klasse Show und gewann auch letztendlich völlig zurecht bei der Dream Factory Friday Night.

Die vergessenen All-Stars

Donnerstag, Februar 4th, 2010

Die All-Star Teams stehen fest und einige Überraschungen waren dabei. Positiv für die Einen, negativ für die Anderen. Wer hätte es eigentlich verdient, All-Star 2010 zu werden, wurde allerdings weder von den Fans gewählt, noch von der NBA nominiert?

Schaut man zurück auf das All-Star Game 2009, fällt im Osten auf, dass die Starting 5 exakt die gleiche aus dem Vorjahr ist. Erneut waren es Iverson, Wade, Garnett, James und Howard, die von den Fans die meisten Stimmen bekamen. Spieler wie Danny Granger oder Ray Allen allerdings werden in diesem Jahr nicht mit dabei sein. Auch Vince Carter und Rashard Lewis von den Orlando Magics müssen 2010 zugucken. Die wohl größte Überraschung ist die Nominierung des Backup-Center im Osten. Shaquille O’Neal, 15-facher All-Star, wird seit langer Zeit nicht Teil des All-Star Games sein. Statt Shaq ist Al Horford von den Atlanta Hawks dabei. Dass Shaq lange nicht mehr der dominanteste Spieler der Liga ist, steht außer Frage, doch allein seine Persönlichkeit ist eine, die in einem All-Star Game nicht fehlen darf, solange er noch laufen kann.

Im Westen fehlt natürlich Yao Ming, da er verletzungsbedingt noch kein einziges Spiel in dieser Saison absolvieren konnte, aber auch Tony Parker und eigentlich auch Chauncey Billups dürfen in diesem Jahr nicht am All-Star Game teilnehmen. Durch die Verletzung von Chris Paul bekommt Billups jedoch die Chance, diesen zu vertreten. Allerdings hat wohl irgendjemand bei der Nominierung in der Western Conference etwas, bzw. jemanden, übersehen: Monta Ellis von den Golden State Warriors. Gerade in der vergangenen Nacht erzielte er 46 Punkte, ist mit 26,5 Punkten pro Spiel sechstbester Scorer der gesamten NBA und zurecht enttäuscht, dass die NBA ihn nicht zum All-Star ernannt hat.

Es fehlen ganz klar Ellis und Shaq im NBA All-Star Game 2010. Ellis hat es sich durch seine Leistungen einfach verdient und Shaq gehört dazu, völlig egal welche Stats er hat. In den vergangenen fast 20 Jahren hat er sich diesen Bonus erarbeitet und ist ein garantierter Spaßfaktor. Schade, dass die NBA in diesem Jahr darüber hinweggesehen hat. Als Erinnerung nochmal der Dance-Off im Training vor dem All-Star Game 2007.

Award Watch

Samstag, Januar 30th, 2010

Mehr als die Hälfte der NBA-Saison 2009/10 ist absolviert, Zeit sich Gedanken zu machen, wer dieses Jahr die begehrten Awards abräumt. Zunächst einmal eine kurze Erklärung aller Awards, deren Gewinner von Sportjournalisten gewählt werden:

MVP (Most Valuable Player): Der wohl begehrteste aller Titel, die ein einzelner Spieler gewinnen kann. Er wird dem wertvollsten Spieler der NBA zugesprochen, vergangene Saison hieß der MVP LeBron James.

MIP (Most Improved Player): Diesen Titel erhält der Spieler, der sich im Vergleich zur Vorsaison am meisten verbessert hat. Im letzten Jahr ging dieser Award an Danny Granger von den Indiana Pacers.

Best 6th Man: Auszeichnung für den wertvollsten Spieler, der zu Spielbeginn häufiger auf der Bank saß, als er auf dem Feld stand. 2008/09 erhielt Jason Terry von den Dallas Mavericks diesen Titel.

Defensive Player of the Year: Dieser Titel geht an den besten Verteidiger der NBA, in der letzten Saison war das Dwight Howard von den Orlando Magics.

Rookie of the Year: Award für den besten Rookie der Saison, sprich, einem Spieler, der seine erste NBA-Saison spielt. Er ist daher der einzige Award, den ein Spieler nur einmal gewinnen kann. 2008/09 ging er an Derrick Rose von den Chicago Bulls.

Coach of the Year: Diese Auszeichnung erhält der beste Trainer der abgelaufenen Saison, Mike Brown von den Cleveland Cavaliers war das im vergangenen Jahr.

Für die Auszeichnung zum MVP kommen in diesem Jahr lediglich 2 Spieler wirklich ernsthaft in Frage. Und diese Frage ist auch gleichzeitig mit der verbunden, wer der momentan beste Basketballspieler auf diesem Planeten ist. LeBron James von den Cleveland Cavaliers oder Kobe Bryant von den Los Angeles Lakers. James gewann den Award im letzten, Kobe im vorletzten Jahr. Die beiden direkten Duelle gewann James, außerdem führt er zur Zeit die Scoring Liste der NBA an. Sollten die Cavaliers zum Saisonende auch noch eine bessere Bilanz als die Lakers haben, wird der MVP 2010 ziemlich sicher erneut LeBron James heißen.

Der Gewinner des MIP Awards hingegen ist mal wieder schwer vorherzusagen. Da sind zum Einen Corey Brewer (Minnesota Timberwolves) und Danilo Gallinari (New York Knicks), die ihren Punkteschnitt mehr als verdoppelt haben, allerdings auch deutlich mehr Spielzeit bekommen. Zum Anderen ist da Kevin Durant, der mit knapp 30 Punkten pro Spiel zwar nur 4 Punkte mehr erzielt, als im vergangenen Jahr, allerdings seine Oklahoma City Thunder aller Vorraussicht nach in die Playoffs führen wird. Und dann ist da noch Monta Ellis von den Golden State Warriors, der seinen Schnitt von 19 auf 26 Punkte pro Spiel steigern konnte und inzwischen zu den gefährlichsten Spielern der NBA gehört. Als letztes sollte noch Joakim Noah von den Chicago Bulls genannt werden. Er ist nach Dwight Howard der zur Zeit beste Rebounder der Liga, pflückt über 12 Boards pro Spiel, hat sowohl Punkte-, als auch Reboundschnitt um ca. 5 pro Spiel verbessert. Daher haben zur Zeit wohl Ellis und Noah die besten Chancen, diese Saison als MIP ausgezeichnet zu werden.

Der Titel des Best Sixth Man sollte diese Saison ohne Frage an Jamal Crawford von den Atlanta Hawks gehen. 17,7 Punkte bringt er seinem Team zur Zeit im Schnitt von der Bank und ist damit der mit Abstand wertvollste sechste Mann.

Bei der Wahl zum Defensive Player of the Year führt erneut kein Weg am besten Shotblocker und Rebounder der Liga, Superman Dwight Howard von den Orlando Magics vorbei.  Über 13 Rebounds und 2,6 Blocks pro Spiel zeigen, dass er defensiv der mit Abstand beste Spieler in der NBA ist.

Die Rookie of the Year Auszeichnung für den besten Neuling wird wohl Brandon Jennings von den Milwaukee Bucks erhalten. 17,8 Punkte und 6,3 Assists pro Spiel, dazu sein sensationelles 55 Punkte Spiel im vergangenen November sollten ihm diesen Titel einbringen. Einzig Tyreke Evans von den Sacramento Kings könnte ihm den Titel noch streitig machen. Evans erzielt zur Zeit 21 Punkte pro Spiel, verteilt 5 Assists und holt 4,7 Rebounds.

Um den Coach of the Year Award werden sich Phil Jackson von den L.A. Lakers und Mike Brown, Coach der Cleveland Cavaliers, erneut streiten. Wie bei der Wahl zum MVP wird auch dort ausschlaggebend sein, wessen Team die bessere Saisonbilanz vorweisen kann.

Orlando Magics gewinnen Topspiel im Osten – Steve Nash bewzingt Dirk Nowitzki

Samstag, Januar 30th, 2010

Zwei echte Topspiele hatte die vergangene Nacht zu bieten: Zum Einen das Topspiel im Osten, in dem die Orlando Magics sich für die Niederlage an Weihnachten gegen die Boston Celtics revangieren wollten und zum Anderen das Duell zweier ehemaliger Teamkollegen und guten Freunde: Steve Nash und Dirk Nowitzki.

Dank ihres überragenden Forwards Rashard Lewis gelang es den Magics tatsächlich, das Duell mit den Boston Celtics in den Schlussminuten noch für sich zu entscheiden. 23 Punkte erzielte Lewis insgesamt, darunter auch den Gamewinner zum 96:94. Dwight Howard kam auf 19 Punkte, Topscorer der Celtics war Ray Allen mit 20.

Durch diesen Sieg sind die Magics in der Eastern Conference nun fast gleichauf mit den Atlanta Hawks und den Boston Celtics, während die Cleveland Cavaliers mit inzwischen schon 5 Siegen Vorsprung immer weiter davonziehen.

Im US Airlines Center konnte Steve Nash mit seinen Phoenix Suns seinen alten Teamkameraden Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks 112:106 schlagen, dabei erzielte er sogar die wohl spielentscheidende Punkte gegen Dirk. Insgesamt erzielte Nash 19 Punkte und verteilte 11 Assists, Dirk Nowitzki kam ebenfalls auf 19 Punkte. Die Dallas Mavericks stehen somit unverändert auf dem dritten Platz der Western Conference, 5 Spiele hinter den führenden Los Angeles Lakers.

Am 13. Februar werden Steve Nash und Dirk Nowitzki beim diesjährigen All-Star Game mal wieder im gleichen Trikot als Mitspieler auflaufen und das sogar vor dem damals heimischen Publikum… in Dallas.