Posts mit Schlüsselwort ‘Dwayne Wade’

Die ersten Wochen

Montag, November 15th, 2010

Knapp 3 Wochen ist die NBA Saison 2010/11 jetzt alt und um die 10 der insgesamt 82 Saisonspiele haben die Teams inzwischen hinter sich. Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen, wer ist den Erwartungen an die neue Saison gerecht geworden und wer hat bis jetzt völlig versagt?

Allen voran sind natürlich die New Orleans Hornets DAS Überraschungsteam der ersten Spiele. Nach einer kaum aufregenden Offseason und einer Preseason voller Niederlagen starten die Hornets mit einer Bilanz von 8-0 ungeschlagen in die neue Saison. Nicht etwa gegen die Nets, die Timberwolves und Detroit, sondern gegen Teams wie San Antonio, Denver, Portland oder die gehypten Miami Heat fahren die Hornets um Chris Paul einen Sieg nach dem anderen ein. Nachdem die Hornets im vergangenen Jahr letzter ihrer Division wurden, die Playoffs mehr als deutlich verpassten und die Gerüchte um Chris Paul im Jersey der New York Knicks nicht verstummten, überrascht es umso mehr, dass dieses Team mit kaum nennenswerten Neuzugängen so einen Saisonstart hinlegt. Trevor Ariza, Marco Belinelli, Willie Green, Jason Smith – keiner dieser Spieler kann von heute auf morgen im Alleingang eine Franchise wieder in Gang bringen. Doch ein gesunder Chris Paul, ein neuer Coach und eine sehr vielseitige Offense können das durchaus. Vorne bleibt nicht mehr alles an Paul und David West hängen, Emeka Okafor wirft derzeit fast 70% Prozent aus dem Feld (Ligaspitze!), auch CP3 beschränkt sich auf gute Würfe, Belinelli, Ariza, Thornton, Green und Smith scoren dazu konstant und sogar Peja Stojakovic darf ab und zu nochmal einen Dreier versenken. Viel Teamplay, 22 Assists pro Spiel und eine hervorragende Defense bringen den Hornets derzeit zurecht den ersten Platz in der Ligatabelle. Spannend wird es gegen die Teams, die die Reboundschwäche der Hornets besser auszunutzen wissen. Die Orlando Magic, Chicago Bulls oder L.A. Lakers müssten New Orleans unterm Brett normalerweise auseinander nehmen, aber immerhin geht es bei den Hornets nach 2 schlimmen Jahren wieder bergauf.

Neben den Hornets haben vorallem auch die inzwischen totgeglaubten San Antonio Spurs bewiesen, dass man sie niemals unterschätzen darf. Parker, Ginobili und Jefferson sind momentan in Topform und nahezu alle Leistungsträger standen bereits in mehreren NBA Finals. Beeindruckend, dass es Gregg Popovich in seiner inzwischen 14-jährigen Laufbahn als Coach der Spurs jedes Jahr aufs Neue schafft, einen Titelanwärter in die neue Saison zu schicken. Wenn Duncan sich noch steigert, die Starting Five verletzungsfrei und fit genug bleibt, um fast durchzuspielen, sind die Spurs auch für die Playoffs ein ernstzunehmender Gegner. Andernfalls haben sie mit einer katastrophal schlechten Bank keine Chance.

Die bisher wohl größte Enttäuschung sind hingegen die Miami Heat, die bereits 4 Niederlagen hinnehmen mussten, 2 davon gegen den großen Konkurrenten in ihrer Eastern Conference, die Boston Celtics. Die Aufgabe NBA Champion 2010/11 wird für Coach Erik Spoelstra, wie erwartet, sehr sehr schwer zu erfüllen sein. Chris Bosh bekommt sehr wenig Bälle und auch sehr wenig Rebounds, da die Isolation Plays für James oder Wade natürlich keinen Big Man unter dem Korb brauchen, der im Weg herumsteht. Treffen die Heat auf ein Team, das James und Wade verteidigen kann, werden sie keine Chance haben. Und da Boston und Los Angeles das definitiv können, gibt es für Miami in diesem Jahr keinen Titel.

Miami Heat verlieren erstes Saisonspiel

Samstag, Oktober 30th, 2010

Natürlich war es nur ein Spiel von 82 und auch nicht in heimischer Halle, sondern im TD Garden beim vielleicht größten Konkurrenten in der eigenen Conference, den Boston Celtics. Dennoch gab es für die gehypten und hochgejubelten Miami Heat gleich im ersten Spiel der neuen Saison einen herben Dämpfer, 88:80 unterlagen sie dem Team von Doc Rivers.

Nach einem einfachen Durchmarsch der Heat sieht es jedenfalls schon von vorneherein nicht mehr aus. Vorallem eine große Schwäche wurde im gesamten Spiel mehr als offensichtlich, die Point Guard Position. Den Celtics gelang es vor 3 Jahren nach einer ähnlich spektakulären Off-Season, in der Ray Allen und Kevin Garnett an die Ostküste wechselten, NBA Champion zu werden. Allerdings begann grade in dieser Saison der bis dato völlig unterschätzte Rajan Rondo in seine Rolle als junger Aufbauspieler eines mit Weltklassespielern gefüllten Teams hineinzuwachsen und diese mehr als schwierige Aufgabe zu meistern. Inzwischen ist Rondo der Leader des Teams und neben der sehr großen Erfahrung einer der Hauptgründe, warum die Celtics den Miami Heat trotz LeBron James, Dwayne Wade und Chris Bosh überlegen sind. Die Big 3 der Celtics sind individuell denen der Heat klar unterlegen. Pierce, Allen und Garnett besitzen nicht (mehr) die Klasse von Wade, James und Bosh. Allerdings sind die Celtics inzwischen ein Team, haben einen mehr als genialen Aufbauspieler und dazu einiges an Masse unter dem Brett. Und genau deswegen werden die Miami Heat in dieser Zusammensetzung in einer Best-of-Seven Serie gegen den amtierenden Eastern Conference Champion den Kürzeren ziehen. Carlos Arroyo und Mario Chalmers sind nicht in der Lage, dieses Team zu führen, das Resultat: James und Wade verursachen nach den ersten drei Saisonspielen über 10 Ballverluste pro Spiel. Vor den Miami Heat liegen noch viel Arbeit, wollen sie tatsächlich in diesem Jahr schon NBA Champion werden.

NBA Saisonstart 2010/11

Dienstag, Oktober 26th, 2010

Heute Nacht hat das schier ewige Warten endlich ein Ende, denn in gleich 3 Arenen wird in wenigen Stunden die lang ersehnte NBA Saison 2010/11 eingeläutet. Nach einer mehr als ereignisreichen Off-Season gibt es gleich zu Beginn das Topspiel schlechthin im Osten.

Die neu formierten Miami Heat um ihr Superstar-Trio LeBron James, Dwayne Wade und Chris Bosh sind zu Gast beim Eastern Conference Champion aus der vergangenen Saison und ebenfalls heißen Titelanwärter, den Boston Celtics. Deren Neuzugang Shaquille O’Neal kennt sowohl LeBron James, als auch Dwayne Wade aus gemeinsamen Jahren sehr gut, an der Seite von Wade wurde der Diesel 2005 sogar NBA-Champion. Da die Celtics ansonsten nahezu komplett beisamen geblieben sind und sich mit Shaquille und Jermaine O’Neal auf den großen Positionen sinnvoll verstärkt haben, wartet heute Nacht ein echter Kracher auf alle schlaflosen NBA Fans.

Und auch der amtierende NBA-Champion muss sich bereits heute Nacht beweisen. Im heimischen Staples Center empfangen die Los Angeles Lakers die Houston Rockets, außerdem müssen die Phoenix Suns bei den Portland Trailblazers ran.

Im Schatten der Miami Heat

Samstag, Juli 24th, 2010

Die Verpflichtungen von LeBron James und Chris Bosh stellen zur Zeit jeden anderen Wechsel der Offseason 2010 in den Schatten. Inzwischen steht auch fest, dass Zydrunas Ilgauskas und Mike Miller, einer der gefährlichsten Shooter der NBA, an die Ostküste zu den Miami Heat wechseln werden. Doch was sich sonst noch in der NBA getan hat, wird fast vergessen, denn die Heat sind ja sowieso nicht zu bezwingen… oder doch?

Solange Kobe Bryant das Trikot der L.A. Lakers tragen wird, sind diese auch Anwärter auf die Larry O’Brien Trophy, die sie vor kurzem mal wieder in den Händen hielten. Die Lakers und ihr Coach Phil Jackson wissen, wie man Spiele und Meisterschaften gewinnt und zudem wurde mit Matt Barnes ein erstklassiger Verteidiger unter Vertrag genommen, der, besonders im direkten Duell mit den Miami Heat, Gold wert ist. Dwayne Wade und LeBron James zu stoppen ist die wahrscheinlich schwierigste Aufgabe, vor die man eine Defense stellen kann, aber wenn es ein Team gibt, das dazu in der Lage ist, dann sind das die Lakers. Ron Artest, Kobe Bryant und Matt Barnes sind 3 der besten Verteidiger, die die NBA zu bieten hat und haben gemeinsam die wohl größten Chancen, die Stars der Miami Heat aus dem Spiel zu nehmen. Dazu kommt ein Pau Gasol, der Chris Bosh unter dem Brett überlegen sein wird. Die Lakers werden in der kommenden Saison noch stärker sein als in der abgelaufenen, in der sie bereits NBA Champion wurden und wenn Andrew Bynum endlich seinen Durchbruch schafft und zu einem dominanten Center reift, sind die Lakers Titelfavorit Nr 1.

Und ein weiteres Team aus dem Westen darf auf keinen Fall aus den Augen gelassen werden. In der vergangenen Saison hatten die Denver Nuggets unglaubliches Verletzungspech, weshalb ihnen die Chance auf den Titel dann doch verwehrt blieb. Doch nun ergänzt Al Harrington das ansonsten beisamen gebliebene Team der Nuggets und wird mit Spielern wie Carmelo Anthony, Kenyon Martin, Nene oder Chris Andersen einen der stärksten Frontcourts der Liga bilden. Im Backcourt der Nuggets haben sich Arron Afflalo und Ty Lawson, auch durch die Verletzungsmisere der anderen Spieler bedingt, enorm weiterentwickelt und werden hinter Chauncey Billups und J.R Smith für viel Tempo und Gefahr von der Bank sorgen. Bleiben die Nuggets weitesgehend von Verletzungen verschont, gehören sie neben Lakers und Heat auf jeden Fall zu den Titelanwärtern.

Doch nicht nur Westen rüstet weiter auf, auch in der Eastern Conference werden die Miami Heat Konkurrenz bekommen. Die Boston Celtics konnten Jermaine O’Neal, der vergangene Saison noch das Trikot der Heat trug, verpflichten und außerdem die Verträge von Ray Allen und Paul Pierce verlängern. Die Orlando Magic nahmen Quentin Richardson unter Vertrag und konnten ihren Shooter J.J. Reddick in Florida halten. Mit Ausnahme von Matt Barnes, der eben zu den Lakers wechselt, ist das gesamte Team beisamen geblieben. Die namenhafteste Verpflichtung, nach denen der Miami Heat, gelang jedoch den New York Knicks. Obgleich die meisten Knicks Fans wohl eher von LeBron im NYK Jersey geträumt hatten, ist Amar’e Stoudemire eine erstklassige Verstärkung, vorallem für das nicht grade verwöhnte Publikum der Knickerbockers. Außerdem konnten die Knicks Point Guard Raymond Felton und Power Forward Runny Turiaf verpflichten. Wenn Tracy McGrady nun noch weitermacht und das neue Team zueinander findet, könnte trotz des Abgangs von David Lee im Madison Square Garden vielleicht sogar bald wieder Playoff Basketball gespielt werden…

LeBron James wechselt zu den Miami Heat

Freitag, Juli 16th, 2010

Die wohl spektakulärste Off-Season der letzten Jahre beginnt gleich mit einer Sensation. Top Free-Agent LeBron James gab vergangene Woche während einer TV-Show live bekannt, dass er für die nächsten 5 Jahre nach Florida, zu den Miami Heat, wechseln wird. King James spielte 7 Jahre für die Cleveland Cavaliers, die in im NBA Draft 2003 an erster Stelle auswählten, schaffte es dort allerdings nie, NBA-Champion zu werden.

Das soll sich nun ändern, denn in der kommenden Saison wäre alles Andere als der Titel eine riesen Enttäuschung für LBJ und sein neues Team. Denn neben LeBron wechselt nicht nur sein ständiger Begleiter Zydrunas Ilgauskas nach Miami, sondern außerdem noch All-Star Chris Bosh von den Toronto Raptors, der mit LeBron und Dwayne Wade das wohl beste Trio bilden wird, das seit Langem in der NBA zusammen aufläuft.

Die Offseason der Miami Heat erinnert doch schon stark an die der Boston Celtics vor 3 Jahren, als der ewige Star Paul Pierce endlich die lang ersehnte Unterstützung durch Ray Allen und Kevin Garnett bekam und schließlich auch NBA-Champion wurde. Allen und Garnett kamen nach Boston, stellten allerdings sofort unmissverständlich klar, dass die Celtics das Team von Paul Pierce sind und Pierce deswegen der Kapitän und Anführer des Teams ist. Wie genau das in Miami ablaufen wird, bleibt noch abzuwarten, denn die Heat sind auch definitiv das Team von Dwayne Wade, der bereits 2006 an der Seite von Shaquille O’Neal das holte, was LeBron in der vergangenen Saison erneut verwehrt blieb – den Titel. LeBron wird sich unterordnen müssen und an das Zusammenspiel mit Dwayne Wade gewöhnen, der, ähnlich wie LBJ, ständig den Weg zum Korb sucht. Beides sind Spieler, die den Ball in ihren Händen brauchen, um ihr Spiel zu spielen und gäbe es eine Statistik für den durchschnittlichen Ballbesitz pro Spiel, LeBron und Wade würden sie vermutlich anführen. Dazu kommt noch ein ausgezeichneter Spieler wie Chris Bosh, der den Ball in- und außerhalb der Zone fordern wird. Was man jedoch nicht vergessen sollte ist, dass sowohl Wade, als auch LeBron James und Chris Bosh völlig unabhängig von ihren Offensivfähigkeiten und ihrem Zusammenspiel auch sehr starke Verteidiger und auch Rebounder sind, die, mit Ausnahme von Kobe Bryant und Dwight Howard, wohl jeden Gegenspieler der Liga kontrollieren und ausschalten können.

Gelingt es Eric Spoelstra, um diese 3 Genies ein Team zu formen, das miteinander spielt, werden die Heat nahezu unschlagbar sein, ansonsten könnte es auch ziemlich in die Hose gehen, denn fast jede Niederlage ist für ein Team, in dem Wade, James und Bosh spielen eine Blamage.

Zur Zeit besteht der Kader der Miami Heat aus 6 Spielern: Neben Ilgauskas, James, Bosh und Wade werden in der kommenden Saison Point Guard Mario Chalmers und Forward Udonis Haslem für die Heat auflaufen. Nun gilt es, diesen Kader clever zu ergänzen und Spieler zu finden, die bereit sind, sich den 3 Stars komplett unterzuordnen. Derek Fisher lehnte beispielsweise ein Angebot der Miami Heat ab und wird auch in den kommenden Jahren vermutlich das Trikot der Los Angeles Lakers tragen.

Lakers NBA Champion 2010

Freitag, Juni 18th, 2010

Nach einem 3:2 Rückstand in den NBA Finals haben die L.A. Lakers es letzte Nacht doch geschafft, die Best-of-Seven Serie zu drehen und 4:3 zu gewinnen. Mit einem 83:79 Sieg über die Boston Celtics holten sich die Lakers in Spiel 7 den zweiten Meistertitel in Folge und den 16. insgesamt. Damit fehlt den Lakers nur noch ein Titel, um mit dem Rekordmeister – den Boston Celtics – gleichzuziehen.

In Spiel 7 war es vor allem die Dominanz unter den Brettern, die den Lakers trotz grausamer Wurfquote genug Chancen gab, das Spiel letztendlich doch noch zu gewinnen. Angeführt von Pau Gasol griffen sich die Lakers insgesamt 23 Offensivrebounds, das direkte Duell zwischen Gasol und Garnett gewann mal wieder der Spanier. KG holte sich magere 3 Rebounds und hat es zu keiner Zeit geschafft, Pau Gasol zu kontrollieren (19 Punkte, 18 Rebounds). Ärgerlich, dass auf Seiten der Celtics an so einem Tag auch noch Starting Center Kendrick Perkins ausfiel, nachdem er sich in Spiel 6 am Knie verletzt hatte.

Kobe Bryant erwischte zwar mit 6 von 24 Feldwürfen und 0 von 6 Dreiern einen eher katastrophalen Abend, erzielte aber schließlich noch 23 Punkte und 15 Rebounds und wurde natürlich auch Finals MVP. Für Kobe ist es sein insgesamt fünfter Championship Ring und damit nun auch endlich “one more than Shaq”…

Während die Lakers jetzt in Ruhe feiern können und Kobe seinen Vertrag eh schon vorzeitig verlängert hat, beginnt eine der wohl spannendsten Offseasons seit Langem. Spieler wie Dwayne Wade, Chris Bosh oder Amare Stoudamire sind in diesem Sommer Free Agents, also ohne Vertrag, und können daher von jedem Team verpflichtet werden, das genügend Platz unter seinem Salary Cap hat. Im Mittelpunkt der Offseason 2010 steht allerdings LeBron James, dessen Vertrag ebenfalls ausgelaufen ist und der sich eventuell auch auf die Suche nach einem neuen Team machen wird.

Großer Gewinner der Offseason könnten die Oklahoma City Thunder werden. Zwar werden LeBron oder Wade wohl kaum nach Oklahoma wechseln, aber deren Schwächen liegen ja sowieso auf der Center Position. Wer ganz nach oben will, kann nicht einen Nenad Krstic zum Tip-Off schicken. Sollte es dem Management der Thunder gelingen, Amare Stoudamire oder Chris Bosh unter Vertrag zu nehmen, gehören sie in der nächsten Saison ohne Frage zu den besten Teams der Liga.

Es bleibt diesen Sommer auf jeden Fall auch ohne Ball spannend in der NBA. In ca. einer Woche findet zunächst die NBA Draft statt.

NBA Most Valuable Player (MVP) 2009/2010

Donnerstag, April 8th, 2010

Die Saison neigt sich ihrem Ende entgegen und bis auf den 8. Platz im Osten stehen alle Playoff-Teilnehmer fest. Zeit, sich über den MVP, den wertvollsten Spieler der regulären Saison, Gedanken zu machen.

Woran erkennt man aber einen MVP, was unterscheidet ihn von den anderen? Vor und auch während der Saison standen eigentlich nur 2 Spieler im Fokus: LeBron James und Kobe Bryant, die zwei vielleicht besten Basketballer der Welt und beide auch sicher unglaublich wertvoll. Im Duell dieser beiden spricht allerdings nahezu alles für James. LBJ hat deutlich bessere Stats, er scort nicht nur 2 Punkte mehr im Schnitt, sondern verteilt unglaubliche 8.6 Assists pro Spiel, was nur die wenigstens Point Guards schaffen. Auch bei den Rebounds, Blocks und sogar der 3er-Quote kommt LeBron besser weg als Kobe. Außerdem haben die Cleveland Cavaliers beide Aufeinandertreffen mit den L.A. Lakers für sich entscheiden können und auch die mit Abstand beste Saisonbilanz. Einziger Punkt für Kobe dürften seine unzähligen Gamewinner sein. Wann immer die Lakers Sekunden vor Schluss zurücklagen, es schien als könnte KB24 überhaupt keinen Buzzer-Beater daneben werfen.

Nun hat die NBA allerdings mehr als 2 Weltklasse Spieler und somit auch weitere potentielle MVPs. Dwayne Wade und Dwight Howard sollten aber wohl beide aus dem Rennen um den MVP ausscheiden, da Wade nicht an seine unglaubliche Saison 2008/09 anknüpfen konnte und Howard mit seinen Orlando Magics zu weit hinter LeBrons Cavaliers steht. Dann gibt es da noch den ewigen Mann im Schatten von LeBron James, Carmelo Anthony. Schon bereits im Draft 2003 wurde Melo hinter LeBron James gezogen und auch bis heute scheint sich die Reihenfolge nicht geändert zu haben. Anthony kämpft mit seinen Denver Nuggets zwar um den zweiten Platz im Westen und gehört zu den besten Scorern der NBA, wird allerdings keine Chance im Kampf um den MVP Titel haben.

Und dann ist da noch der Topscorer der NBA… Nicht Kobe, nicht James, Anthony, Wade oder Nowitzki… Kevin Durant. Durant hat kein Spiel seiner Oklahoma City Thunder verpasst und sie tatsächlich in die Playoffs geführt. Da die Thunder nun 2 wichtige Spiele verloren haben und mit Pech sogar nur 8. werden, müssen die L.A. Lakers die Playoffs wohl schon in der ersten Runde verlassen, denn im Duell L.A. gegen Oklahoma werden die Lakers schlecht aussehen… Und da der MVP während der ersten Playoff-Runde gewählt wird, fällt die Wahl zwischen LeBron James und Kevin Durant. Mein persönlicher MVP ist Durant, allerdings wird es aller Vorraussicht nach, wie auch im letzten Jahr, LeBron James werden, der letztendlich die MVP-Trophy überreicht bekommt.

Dwayne Wade All-Star Game MVP

Montag, Februar 15th, 2010

Vor über 100.000 Zuschauern ging in Dallas gestern Nacht das NBA All-Star Weekend mit seinem größten Highlight, dem All-Star Game, zu Ende. In dem wie gewohnt spektakulären Aufeinandertreffen der Eastern und Western All-Stars stand natürlich die Show im Mittelpunkt und so gewann die Auswahl der Eastern Conference angeführt von LeBron James, Chris Bosh und Dwayne Wade letztendlich mit 141:139. Dwayne Wade war mit 28 Punkten Topscorer, holte dazu 11 Rebounds und 5 Steals und wurde völlig zurecht zum MVP des All-Star Game 2010 ernannt.

Dirk Nowitzki war vor heimischer Kulisse immerhin zweitbester Scorer der Western Conference. Carmelo Anthony führte den Westen mit 27 Punkten an, Nowitzki erzielte 22.

Obwohl Stars wie Shaquille O’Neal, Kobe Bryant oder Allen Iverson nicht auf dem Parkett standen, bot wenigstens das All-Star Game eine angemessene Show und konnte so ein wenig über den enttäuschenden All-Star Saturday hinwegtrösten.

Die vergessenen All-Stars

Donnerstag, Februar 4th, 2010

Die All-Star Teams stehen fest und einige Überraschungen waren dabei. Positiv für die Einen, negativ für die Anderen. Wer hätte es eigentlich verdient, All-Star 2010 zu werden, wurde allerdings weder von den Fans gewählt, noch von der NBA nominiert?

Schaut man zurück auf das All-Star Game 2009, fällt im Osten auf, dass die Starting 5 exakt die gleiche aus dem Vorjahr ist. Erneut waren es Iverson, Wade, Garnett, James und Howard, die von den Fans die meisten Stimmen bekamen. Spieler wie Danny Granger oder Ray Allen allerdings werden in diesem Jahr nicht mit dabei sein. Auch Vince Carter und Rashard Lewis von den Orlando Magics müssen 2010 zugucken. Die wohl größte Überraschung ist die Nominierung des Backup-Center im Osten. Shaquille O’Neal, 15-facher All-Star, wird seit langer Zeit nicht Teil des All-Star Games sein. Statt Shaq ist Al Horford von den Atlanta Hawks dabei. Dass Shaq lange nicht mehr der dominanteste Spieler der Liga ist, steht außer Frage, doch allein seine Persönlichkeit ist eine, die in einem All-Star Game nicht fehlen darf, solange er noch laufen kann.

Im Westen fehlt natürlich Yao Ming, da er verletzungsbedingt noch kein einziges Spiel in dieser Saison absolvieren konnte, aber auch Tony Parker und eigentlich auch Chauncey Billups dürfen in diesem Jahr nicht am All-Star Game teilnehmen. Durch die Verletzung von Chris Paul bekommt Billups jedoch die Chance, diesen zu vertreten. Allerdings hat wohl irgendjemand bei der Nominierung in der Western Conference etwas, bzw. jemanden, übersehen: Monta Ellis von den Golden State Warriors. Gerade in der vergangenen Nacht erzielte er 46 Punkte, ist mit 26,5 Punkten pro Spiel sechstbester Scorer der gesamten NBA und zurecht enttäuscht, dass die NBA ihn nicht zum All-Star ernannt hat.

Es fehlen ganz klar Ellis und Shaq im NBA All-Star Game 2010. Ellis hat es sich durch seine Leistungen einfach verdient und Shaq gehört dazu, völlig egal welche Stats er hat. In den vergangenen fast 20 Jahren hat er sich diesen Bonus erarbeitet und ist ein garantierter Spaßfaktor. Schade, dass die NBA in diesem Jahr darüber hinweggesehen hat. Als Erinnerung nochmal der Dance-Off im Training vor dem All-Star Game 2007.

NBA All-Star Teams stehen fest

Freitag, Januar 29th, 2010

Nachdem vergangene Woche bereits die von den Fans aus aller Welt gewählten Starter im diesjährigen All-Star Game in Dallas bekannt gegeben worden waren, veröffentlichte die NBA gestern den kompletten Kader der Western All-Stars und der Eastern All-Stars. Jedes der beiden Teams besteht aus 12 Spielern, die Starting 5 bestimmten, wie bereits erwähnt, die Fans und die restlichen 7 Spieler wurden von den Coaches der 30 NBA-Teams gewählt.

Der komplette Kader des NBA All-Star Game 2010:

Eastern Conference All-Stars

  • Allen Iverson, Philadelphia 76ers
  • Dwayne Wade, Miami Heat
  • LeBron James, Cleveland Cavaliers
  • Kevin Garnett, Boston Celtics
  • Dwight Howard, Orlando Magics
  • Rajan Rondo, Boston Celtics
  • Paul Pierce, Boston Celtics
  • Derrick Rose, Chicago Bulls
  • Joe Johnson, Atlanta Hawks
  • Gerald Wallace, Charlotte Bobcats
  • Chris Bosh, Toronto Raptors
  • Al Horford, Atlanta Hawks

Western Conference All-Stars

  • Steve Nash, Phoenix Suns
  • Kobe Bryant, Los Angeles Lakers
  • Carmelo Anthony, Denver Nuggets
  • Tim Duncan, San Antonio Spurs
  • Amare Stoudamire, Phoenix Suns
  • Chris Paul, New Orleans Hornets
  • Deron Williams, Utah Jazz
  • Brandon Roy, Portland Trail Blazers
  • Kevin Durant, Oklahoma City Thunder
  • Dirk Nowitzki, Dallas Mavericks
  • Zach Randolph, Memphis Grizzlies
  • Pau Gasol, Los Angeles Lakers

Gleich 7 Spieler sind dieses Jahr zum ersten Mal beim All-Star Game dabei. Derrick Rose, Gerald Wallace, Al Horford und völlig zurecht auch Rajan Rondo sind im Osten neu dabei, Zach Randolph, Kevin Durant und Deron Williams im Westen.
Logischerweise müssen dafür auch einige bisherige All-Stars auf eine Nominierung verzichten. So werden in diesem Jahr z.B. Shaquille O’Neal oder auch Vince Carter überraschenderweise leider nicht mit dabei sein.

Gecoacht werden die Teams von den Trainern, deren Team am 31. Januar die jeweilige Conference anführt, also höchstwahrscheinlich Mike Brown von den Cleveland Cavaliers und Phil Jackson von den Los Angeles Lakers.