Die wohl spektakulärste Off-Season der letzten Jahre beginnt gleich mit einer Sensation. Top Free-Agent LeBron James gab vergangene Woche während einer TV-Show live bekannt, dass er für die nächsten 5 Jahre nach Florida, zu den Miami Heat, wechseln wird. King James spielte 7 Jahre für die Cleveland Cavaliers, die in im NBA Draft 2003 an erster Stelle auswählten, schaffte es dort allerdings nie, NBA-Champion zu werden.
Das soll sich nun ändern, denn in der kommenden Saison wäre alles Andere als der Titel eine riesen Enttäuschung für LBJ und sein neues Team. Denn neben LeBron wechselt nicht nur sein ständiger Begleiter Zydrunas Ilgauskas nach Miami, sondern außerdem noch All-Star Chris Bosh von den Toronto Raptors, der mit LeBron und Dwayne Wade das wohl beste Trio bilden wird, das seit Langem in der NBA zusammen aufläuft.
Die Offseason der Miami Heat erinnert doch schon stark an die der Boston Celtics vor 3 Jahren, als der ewige Star Paul Pierce endlich die lang ersehnte Unterstützung durch Ray Allen und Kevin Garnett bekam und schließlich auch NBA-Champion wurde. Allen und Garnett kamen nach Boston, stellten allerdings sofort unmissverständlich klar, dass die Celtics das Team von Paul Pierce sind und Pierce deswegen der Kapitän und Anführer des Teams ist. Wie genau das in Miami ablaufen wird, bleibt noch abzuwarten, denn die Heat sind auch definitiv das Team von Dwayne Wade, der bereits 2006 an der Seite von Shaquille O’Neal das holte, was LeBron in der vergangenen Saison erneut verwehrt blieb – den Titel. LeBron wird sich unterordnen müssen und an das Zusammenspiel mit Dwayne Wade gewöhnen, der, ähnlich wie LBJ, ständig den Weg zum Korb sucht. Beides sind Spieler, die den Ball in ihren Händen brauchen, um ihr Spiel zu spielen und gäbe es eine Statistik für den durchschnittlichen Ballbesitz pro Spiel, LeBron und Wade würden sie vermutlich anführen. Dazu kommt noch ein ausgezeichneter Spieler wie Chris Bosh, der den Ball in- und außerhalb der Zone fordern wird. Was man jedoch nicht vergessen sollte ist, dass sowohl Wade, als auch LeBron James und Chris Bosh völlig unabhängig von ihren Offensivfähigkeiten und ihrem Zusammenspiel auch sehr starke Verteidiger und auch Rebounder sind, die, mit Ausnahme von Kobe Bryant und Dwight Howard, wohl jeden Gegenspieler der Liga kontrollieren und ausschalten können.
Gelingt es Eric Spoelstra, um diese 3 Genies ein Team zu formen, das miteinander spielt, werden die Heat nahezu unschlagbar sein, ansonsten könnte es auch ziemlich in die Hose gehen, denn fast jede Niederlage ist für ein Team, in dem Wade, James und Bosh spielen eine Blamage.
Zur Zeit besteht der Kader der Miami Heat aus 6 Spielern: Neben Ilgauskas, James, Bosh und Wade werden in der kommenden Saison Point Guard Mario Chalmers und Forward Udonis Haslem für die Heat auflaufen. Nun gilt es, diesen Kader clever zu ergänzen und Spieler zu finden, die bereit sind, sich den 3 Stars komplett unterzuordnen. Derek Fisher lehnte beispielsweise ein Angebot der Miami Heat ab und wird auch in den kommenden Jahren vermutlich das Trikot der Los Angeles Lakers tragen.
Einer erneut dominanten Saison von King LeBron James, in der er auch völlig zurecht zum MVP gewählt wurde, folgte nun ein jähes Ende in der Postseason. In den Conference Semifinals unterlag er mit seinen Cavs den in der regulären Saison viertplatzierten Boston Celtics mit 4-2. Der Traum von NBA-Champion für den wohl besten Basketballer der Welt damit erneut verschoben.
Doch warum um alles in der Welt nimmt eben dieser beste Basketballer der Welt im wichtigsten Spiel der Saison – Spiel 5 der Serie, das die Cavs zuhause 120:88 verloren – 14 Würfe und erzielt mit nur 15 Punkten die schlechteste Playoffleistung seiner Karriere. Ganze 3 Treffer aus dem Feld für “King” James, auf der Gegenseite knallt dafür es richtig… Wer ein grünes Trikot trägt und scoren will, wird nicht daran gehindert, so etwas wie Defense nicht vorhanden. Unerklärlich…
Nach dieser 32-Punkte Klatsche fahren die Cavaliers dann nach Boston zum entscheidenden Spiel 6. Dort nimmt James plötzlich wieder seine Würfe, scort auch 29 Punkte und holt unglaubliche 19 Rebounds, verursacht allerdings dabei auch 9 Turnover. Nachdem er sich in Spiel 5 vor der Verantwortung fast schon gedrückt hat, scheint es in Spiel 6, als würden Mo Williams und LeBron zu zweit gegen 5 Celtics spielen wollen. Weit über die Hälfte aller Feldwürfe der Cavs nehmen LeBron und Mo, Roleplayer wie Anthony Parker, Delonte West oder Zydrunas Ilgauskas müssen sich mit 2 bis 4 Würfen zufrieden geben. Das Resultat sind mickrige 85 Punkte, die im TD Garden natürlich nicht ausreichen, den Heimvorteil zurückzugewinnen und die Serie doch noch drehen zu können.
Und nun ist LeBrons Vertrag ausgelaufen, er steht als Free Agent ohne Titel da und die Cavaliers mit einem Haufen, der nach James Wünschen um ihn zusammengestellt wurde… Gut möglich allerdings, dass dieser allerdings in der nächsten Saison woanders auf Titeljagd geht und in Cleveland nichts als eine Menge Platz im Salary Cap hinterlässt.
Seit letzter Nacht ist es nun auch offiziell bekannt. LeBron wurde zum Most Valuable Player, zum wertvollsten Spieler der NBA in dieser Saison ernannt. Bereits in der vergangenen Saison konnte er sich bereits diesen Titel sichern und auch in diesem Jahr wurde James völlig zu Recht MVP. Seine Stats sind unglaublich, er verteilt als Forward 8,5 Assists pro Spiel und ist 1on1 nicht zu verteidigen.
Die Freude hielt allerdings nicht allzu lange an, denn im Anschluß an seine MVP Ehrung verlor James mit seinen Cavaliers Spiel 2 der Conference Semifinals gegen die Boston Celtics. Der Heimvorteil ist somit dahin und damit könnte die MVP Trophäe die letzte sein, die James dieses Jahr in seinen Händen halten darf. Freitag geht die Serie nach Boston, wo die Cavs unbedingt eins der zwei Auswärtsspiele gewinnen müssen, um noch von der Meisterschaft träumen zu können.
Die Saison neigt sich ihrem Ende entgegen und bis auf den 8. Platz im Osten stehen alle Playoff-Teilnehmer fest. Zeit, sich über den MVP, den wertvollsten Spieler der regulären Saison, Gedanken zu machen.
Woran erkennt man aber einen MVP, was unterscheidet ihn von den anderen? Vor und auch während der Saison standen eigentlich nur 2 Spieler im Fokus: LeBron James und Kobe Bryant, die zwei vielleicht besten Basketballer der Welt und beide auch sicher unglaublich wertvoll. Im Duell dieser beiden spricht allerdings nahezu alles für James. LBJ hat deutlich bessere Stats, er scort nicht nur 2 Punkte mehr im Schnitt, sondern verteilt unglaubliche 8.6 Assists pro Spiel, was nur die wenigstens Point Guards schaffen. Auch bei den Rebounds, Blocks und sogar der 3er-Quote kommt LeBron besser weg als Kobe. Außerdem haben die Cleveland Cavaliers beide Aufeinandertreffen mit den L.A. Lakers für sich entscheiden können und auch die mit Abstand beste Saisonbilanz. Einziger Punkt für Kobe dürften seine unzähligen Gamewinner sein. Wann immer die Lakers Sekunden vor Schluss zurücklagen, es schien als könnte KB24 überhaupt keinen Buzzer-Beater daneben werfen.
Nun hat die NBA allerdings mehr als 2 Weltklasse Spieler und somit auch weitere potentielle MVPs. Dwayne Wade und Dwight Howard sollten aber wohl beide aus dem Rennen um den MVP ausscheiden, da Wade nicht an seine unglaubliche Saison 2008/09 anknüpfen konnte und Howard mit seinen Orlando Magics zu weit hinter LeBrons Cavaliers steht. Dann gibt es da noch den ewigen Mann im Schatten von LeBron James, Carmelo Anthony. Schon bereits im Draft 2003 wurde Melo hinter LeBron James gezogen und auch bis heute scheint sich die Reihenfolge nicht geändert zu haben. Anthony kämpft mit seinen Denver Nuggets zwar um den zweiten Platz im Westen und gehört zu den besten Scorern der NBA, wird allerdings keine Chance im Kampf um den MVP Titel haben.
Und dann ist da noch der Topscorer der NBA… Nicht Kobe, nicht James, Anthony, Wade oder Nowitzki… Kevin Durant. Durant hat kein Spiel seiner Oklahoma City Thunder verpasst und sie tatsächlich in die Playoffs geführt. Da die Thunder nun 2 wichtige Spiele verloren haben und mit Pech sogar nur 8. werden, müssen die L.A. Lakers die Playoffs wohl schon in der ersten Runde verlassen, denn im Duell L.A. gegen Oklahoma werden die Lakers schlecht aussehen… Und da der MVP während der ersten Playoff-Runde gewählt wird, fällt die Wahl zwischen LeBron James und Kevin Durant. Mein persönlicher MVP ist Durant, allerdings wird es aller Vorraussicht nach, wie auch im letzten Jahr, LeBron James werden, der letztendlich die MVP-Trophy überreicht bekommt.
Was für ein Spiel. Da ist das vielleicht schlechteste NBA Team aller Zeiten, die New Jersey Nets, zu Gast beim Titelkandidat, den Boston Celtics. Die Saison geht dem Ende entgegen und die Nets haben ganze 5 Spiele gewonnen und 52 verloren und wer geht als Sieger vom Feld? Die Nets, was für ein Witz! Und bereits 2 Tage zuvor verloren die Celtics mit 20 Punkten ihr Heimspiel gegen die Cleveland Cavaliers.
Was ist mit den Boston Celtics passiert, die vor kurzem noch mein Favorit als NBA-Champion 2010 waren? Sie haben immer noch einen der besten Kader der NBA, vielleicht sogar den Besten. Ohne Ende Scorer, wie Paul Pierce, Kevin Garnett oder Ray Allen, die ein Spiel mal eben im Alleingang entscheiden können und dazu sehr erfahren sind. Rasheed Wallace, Rajan Rondo – beides klasse Spieler, die bereits All-Stars waren. Kendrick Perkins spielt eine solide Saison unter dem Korb und von der Bank kommen Spieler wie Marquis Daniels, Tony Allen, Slam Dunk Champion Nate Robinson oder eben Rasheed Wallace. Wie kann so ein Team überhaupt verlieren? Und dann auch noch zu Hause gegen eine frustrierte Mannschaft voll Spielern, deren Namen mal grade ihr eigener Coach weiß.
Die Bilanz der Celtics ist momentan mit 36-21 natürlich nicht schlecht, aber zur Zeit würde es nur für den vierten Platz in der Eastern Conference reichen, der ihren 3 größten Konkurrenten, Atlanta, Orlando und Cleveland Heimrecht im siebten Spiel einer Playoff-Serie geben würde.
Woran liegt es nun, dass ein Team mit sehr vielen guten Scorern nicht an der Ligaspitze steht? An der Defense sollte man denken… Doch falsch gedacht, denn die Celtics sind das beste Defense Team der NBA, kein Team kassiert weniger Punkte pro Spiel als Boston. Es gibt nur einen Unterschied zwischen den Boston Celtics im Vergleich zu den anderen Top Teams der Liga, vorallem denen der Eastern Conference: Dwight Howard, Al Horford und Shaquille O’Neal – die Center! Kendrick Perkins spielt zwar solide, kann allerdings mit keinem dieser 3 All-Stars mithalten. Dadurch ist das Spiel der Celtics sehr auf die Außenspieler fixiert und selbst Garnett bringt den Ball viel seltener ans Brett, als noch vor einiger Zeit. Daher haben die Celtics im Offense meist nur die Option schiessen oder zum Korb ziehen, ein Inside Game mit dem Center gibt es fast nie und wird es vorallem nicht in einem Playoff Duell mit eben Howard, Horford oder Shaq geben, da diese auch noch extrem gute Verteidiger sind. Die Trading Deadline ist abgelaufen und die Celtics haben sich entschlossen, sich lediglich mit dem 1,75m großen Nate Robinson zu verstärken. Nicht grade das Monster, das gegen Shaq und Superman die Bretter abräumt…
Seit dem NBA Draft 2003 wurden sie immer wieder verglichen: Carmelo Anthony und LeBron James. Vergangene Nacht war Melo mit seinen Denver Nuggets zu Gast bei King James und seinen Cleveland Cavaliers und im Mittelpunkt stand neben dem an Kehlkopfkrebs erkranktem Nuggets Coach George Karl natürlich das Duell der beiden Stars. In einem wirklich spannenden Spiel erzielte LeBron James dabei 43 Punkte, 15 Assists und 13 Rebounds… eine unglaubliche Leistung.
Doch der Matchwinner hieß gestern Nacht ausnahmsweise mal nicht LeBron James. Die Siegesserie seiner Cavs riss nach 13 gewonnenen Spielen in Folge, weil Carmelo Anthony genauso wenig zu stoppen war, wie James. Im direkten Duell der beiden traf Melo einen Wurf nach dem Anderen mit LeBrons Hand in seinem Gesicht, kam auf 40 Punkte und entschied das Spiel 2 Sekunden vor Schluss der Overtime mit dem Gamewinner zum 118:116.
Im zweiten, ebenso spannenden Spiel der Nacht waren die Boston Celtics zu Gast bei den Los Angeles Lakers zum Duell der beiden letzten NBA-Champion. Das Traditionsduell im Staples Center konnten die Celtics dank Ray Allen, der mit 24 Punkten Topscorer war, mit 87:86 für sich entscheiden. All-Star Rajan Rondo erzielte 14 Punkte und verteilte 11 Assists. Die L.A. Lakers mussten bei der Heimniederlage allerdings erneut auf ihren verletzten Star Kobe Bryant verzichten.
Kurz vor dem Aufeinandertreffen im Staples Center wurde bekannt, dass die Celtics in einem 3-Team Trade unter Anderem Eddie House abgeben und im Gegenzug den 3-fachen Slam Dunk ChampionNate Robinson von den New York Knicks erhalten.
Heute Nacht wird mit der Trading Deadline in der NBA die Sperre für weitere Spielerwechsel bis zum Saisonende in Kraft treten. Die letzten Deals müssen also in den nächsten Stunden abgeschlossen werden. Gerade noch rechtzeitig haben sich auch die Cleveland Cavaliers für die NBA Playoffs verstärkt. Nicht wie spekuliert ist es Amare Stoudamire von den Phoenix Suns, sondern Antawn Jamison von den Washington Wizards, der in einem 3-Team-Trade zu den Cavs wechselt.
Cleveland erhält dabei Antawn Jamison und Sebastian Telfair, Washington bekommt Al Thornton und Zydrunas Ilgauskas und der erst vor 2 Tagen nach Washington getradete Drew Gooden wechselt zu den Los Angeles Clippers.
Während es den Wizards weiterhin um finanzielle Aspekte geht, versuchen die Cavaliers nun endgültig das beste Team der NBA zu werden. Mit Jamison kommt ein mehrfacher All-Star nach Cleveland, um LeBron und Shaq auf dem Weg zum NBA Champion 2010 zu unterstützen. In der bisherigen Saison konnte Jamison 20.5 Punkte und 8.8 Rebounds pro Spiel erzielen und gehört definitiv zu den gefährlichsten Spielern der NBA. Zwar hätten die Cavaliers offensichtlich überhaupt nichts ändern müssen, denn sie haben 13 Spiele in Folge gewonnen und die beste Bilanz der ganzen Liga, doch scheinen sie dadurch noch stärker, als zuvor. Ob Zydrunas Ilgauskas in manchen Situationen trotzdem fehlen wird, bleibt abzuwarten. Shaquille O’Neal kann jedenfalls keine 48 Minuten mehr durchspielen…
Zwei weitere NBA-Teams einigten sich kurz vor der am Donnerstag eintretenden Trading Deadline auf einen Trade: Der zweitbeste Rebounder der Liga, Marcus Camby, wechselt im Tausch für Steve Blake und Travis Outlaw von den Los Angeles Clippers zu den Portland Trail Blazers.
Die vom Verletzungspech verfolgten Blazers müssen die gesamte Saison auf ihre beiden Center Greg Oden und Joel Przybilla verzichten, auch All-Star Brandon Roy fehlt bereits seit Januar. Doch trotz der Verletzungsmisere belegen die Trailblazers zur Zeit immer noch den 8. Platz in der Western Conference, der die Teilnahme an den NBA Playoffs bedeuten würde. Mit ihrem neuen Center Marcus Camby haben sie ihre Chancen darauf wohl sicher erhöht, denn auf der Point Guard Position sind die Blazers mit Andre Miller und Jerryd Bayless hervorragend besetzt, wodurch Steve Blakes Abgang kaum auffallen sollte. Travis Outlaw konnte, ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen, bisher auch nur 11 Spiele in dieser Saison bestreiten. Dafür erhalten die Trailblazers den nach Dwight Howard wohl besten Rebounder und Shotblocker der NBA.
Die L.A. Clippers hingegen räumen aufgrund der in weite Ferne gerückten Playoffs Platz in ihrem Salary Cap, um in der Off-Season weitere Free Agents unter Vertrag nehmen zu können.
Auch der immer wieder in Trade Gerüchten auftauchende Amare Stoudamire könnte noch vor Donnerstag seinen Verein wechseln. Angeblich steht ein Deal mit den Cleveland Cavaliers bevor, der beispielsweise Zydrunas Ilgauskas und J.J. Hickson im Tausch für Amare nach Phoenix bringen würde. Sollte dieser Trade tatsächlich stattfinden, braucht man sich über den NBA-Champion 2010 wahrscheinlich nicht mehr unterhalten. LeBron James und Amare Stoudamire in einem Team, dazu Spieler wie Shaquille O’Neal oder Mo Williams, das sieht nahezu unschlagbar aus. Allerdings scheinen die Cavs das zur Zeit auch ohne diesen Trade zu sein. Ihre aktuelle Siegesserie hält bereits seit 13 Spielen an, warum also sollte die Vereinsführung eingreifen? Bis zur Trading Deadline am Donnerstag werden wir mehr erfahren…
Auch die New York Knicks waren gestern nicht in der Lage, die Siegesserie der Cleveland Cavaliers zu unterbrechen – 11 Spiele in Folge haben die Cavs nun schon gewonnen und inzwischen die beste Bilanz in der NBA. Vorallem in der vergangenen Nacht hatten die Cavaliers das erneut einem Mann zu verdanken, LeBron James. LeBron stellte einen Franchise Rekord auf und erzielte allein in der ersten Halbzeit 35 Punkte, davon 24 direkt nacheinander. Bereits nach dem ersten Viertel stand es dank 4 Dreiern von LeBron James 44:24 für die Cavs. Unterstützt von Shaquille O’Neal, der 19 Punkte erzielte, sich allerdings vom 1,75m großen, amtierenden Slam Dunk ChampionNate Robinson blocken lassen musste, konnten die Cavaliers bereits den 41. Sieg in der aktuellen Saison einfahren.
Zur Zeit gibt es wohl kein Team in der NBA, das die Cavaliers aufhalten kann, obwohl diese sogar auf ihren verletzten Point Guard Mo Williams verzichten müssen. Bereits 7 Siege Vorsprung hat Cleveland auf die zweitplatzierten Boston Celtics und Orlando Magics in der Eastern Conference. Es scheint, als könnte King James mit Shaq zusammen endlich seinen ersten Titel holen und NBA Champion werden. Nachdem er gegen die Memphis Grizzlies mit 15 Assists bewiesen hatte, dass er auch ein wirklich guter Teamplayer ist, zeigte LeBron vergangene Nacht wieder mal eindrucksvoll, dass es einfach nahezu unmöglich ist, ihn am Scoren zu hindern. Auch hinsichtlich der Wahl zum MVP hat er durch die Siegesserie seiner Cavs immer bessere Karten und sollte diesen Award wohl zum zweiten Mal in Folge erhalten.
Kobe Bryant und seine Los Angeles Lakers waren vergangene Nacht zu Gast bei ihren Erzrivalen, den Boston Celtics. Kein Team stellt in diesem Jahr so viele All-Stars wie Boston. Mit Kevin Garnett, Paul Pierce und Rajan Rondo sind insgesamt 3 Celtics beim diesjährigen All-Star Game dabei. Auf Seiten der Lakers ist natürlich Kobe Bryant vertreten, sowie Shannon Brown, der am All-Star Saturday beim Slam Dunk Contest antreten wird.
Im gestrigen Duell zwischen den Lakers und den Celtics ging es gewohnt hitzig und hart zur Sache, schon vor dem Tipp-Off war klar, wie viel dieses Duell beiden Teams bedeutet. Zuerst legten sich Paul Pierce und Ron Artest miteinander an, später holten sich dann Rasheed Wallace und Pau Gasol ein Technisches Foul ab.
Rajan Rondo führte seine Celtics an, war mit 21 Punkten Topscorer und verteilte 12 Assists. Kobe Bryant erwischte zwar keinen wirklich guten Tag und kam auf insgesamt nur 19 Punkte, allerdings traf er, wie sollte es auch anders sein, den Gamewinner zum 90:89 für seine Lakers.
Während die L.A. Lakers durch diesen Sieg ihren Vorsprung in der Western Conference weiter ausbauen, fallen die Celtics inzwischen auf den vierten Platz in der Eastern Conference zurück und liegen schon 7 Spiele hinter den führenden Cleveland Cavaliers. Ein erneutes Aufeinandertreffen der Celtics und Lakers in den NBA Finals wird daher immer unwahrscheinlicher.