Posts mit Schlüsselwort ‘Chris Paul’

Die ersten Wochen

Montag, November 15th, 2010

Knapp 3 Wochen ist die NBA Saison 2010/11 jetzt alt und um die 10 der insgesamt 82 Saisonspiele haben die Teams inzwischen hinter sich. Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen, wer ist den Erwartungen an die neue Saison gerecht geworden und wer hat bis jetzt völlig versagt?

Allen voran sind natürlich die New Orleans Hornets DAS Überraschungsteam der ersten Spiele. Nach einer kaum aufregenden Offseason und einer Preseason voller Niederlagen starten die Hornets mit einer Bilanz von 8-0 ungeschlagen in die neue Saison. Nicht etwa gegen die Nets, die Timberwolves und Detroit, sondern gegen Teams wie San Antonio, Denver, Portland oder die gehypten Miami Heat fahren die Hornets um Chris Paul einen Sieg nach dem anderen ein. Nachdem die Hornets im vergangenen Jahr letzter ihrer Division wurden, die Playoffs mehr als deutlich verpassten und die Gerüchte um Chris Paul im Jersey der New York Knicks nicht verstummten, überrascht es umso mehr, dass dieses Team mit kaum nennenswerten Neuzugängen so einen Saisonstart hinlegt. Trevor Ariza, Marco Belinelli, Willie Green, Jason Smith – keiner dieser Spieler kann von heute auf morgen im Alleingang eine Franchise wieder in Gang bringen. Doch ein gesunder Chris Paul, ein neuer Coach und eine sehr vielseitige Offense können das durchaus. Vorne bleibt nicht mehr alles an Paul und David West hängen, Emeka Okafor wirft derzeit fast 70% Prozent aus dem Feld (Ligaspitze!), auch CP3 beschränkt sich auf gute Würfe, Belinelli, Ariza, Thornton, Green und Smith scoren dazu konstant und sogar Peja Stojakovic darf ab und zu nochmal einen Dreier versenken. Viel Teamplay, 22 Assists pro Spiel und eine hervorragende Defense bringen den Hornets derzeit zurecht den ersten Platz in der Ligatabelle. Spannend wird es gegen die Teams, die die Reboundschwäche der Hornets besser auszunutzen wissen. Die Orlando Magic, Chicago Bulls oder L.A. Lakers müssten New Orleans unterm Brett normalerweise auseinander nehmen, aber immerhin geht es bei den Hornets nach 2 schlimmen Jahren wieder bergauf.

Neben den Hornets haben vorallem auch die inzwischen totgeglaubten San Antonio Spurs bewiesen, dass man sie niemals unterschätzen darf. Parker, Ginobili und Jefferson sind momentan in Topform und nahezu alle Leistungsträger standen bereits in mehreren NBA Finals. Beeindruckend, dass es Gregg Popovich in seiner inzwischen 14-jährigen Laufbahn als Coach der Spurs jedes Jahr aufs Neue schafft, einen Titelanwärter in die neue Saison zu schicken. Wenn Duncan sich noch steigert, die Starting Five verletzungsfrei und fit genug bleibt, um fast durchzuspielen, sind die Spurs auch für die Playoffs ein ernstzunehmender Gegner. Andernfalls haben sie mit einer katastrophal schlechten Bank keine Chance.

Die bisher wohl größte Enttäuschung sind hingegen die Miami Heat, die bereits 4 Niederlagen hinnehmen mussten, 2 davon gegen den großen Konkurrenten in ihrer Eastern Conference, die Boston Celtics. Die Aufgabe NBA Champion 2010/11 wird für Coach Erik Spoelstra, wie erwartet, sehr sehr schwer zu erfüllen sein. Chris Bosh bekommt sehr wenig Bälle und auch sehr wenig Rebounds, da die Isolation Plays für James oder Wade natürlich keinen Big Man unter dem Korb brauchen, der im Weg herumsteht. Treffen die Heat auf ein Team, das James und Wade verteidigen kann, werden sie keine Chance haben. Und da Boston und Los Angeles das definitiv können, gibt es für Miami in diesem Jahr keinen Titel.

Denver Nuggets gewinnen Topspiel in der Western Conference

Samstag, Februar 6th, 2010

Vergangene Nacht kam es im Staples Center, Los Angeles zum Aufeinandertreffen der beiden besten Teams in der Western Conference. Der Tabellenführer, die L.A. Lakers, empfingen die zweitplatzierten Denver Nuggets, die erneut ohne ihren Superstar Carmelo Anthony auskommen mussten, während die klar favorisierten Lakers auf ihren kompletten Kader zurückgreifen konnten.

Aber wer braucht schon den Topscorer der NBA auf dem Feld, wenn man Mr. Big Shot, Chauncey Billups, in seinen Reihen hat. Im vielleicht besten Spiel seiner gesamten Karriere erzielte Billups ein Career-High von 39 Punkten und traf unglaubliche 9 Dreier bei nur 13 Versuchen. Allein im dritten Viertel erzielte Chauncey 21 Punkte und drehte fast im Alleingang das Spiel zu Gunsten seiner Nuggets. Hilfe bekam Billups dabei noch vom ebenfalls kaum zu stoppenden J.R. Smith, der 27 Punkte erzielte.

Kobe Bryant konnte mit 33 Punkten und einer guten Wurfquote zwar auch überzeugen, die 126:113 Heimniederlage seines Teams allerdings auch nicht verhindern. Die Defense der Lakers fand besonders in der zweiten Halbzeit nie ein Mittel, um die Nuggets irgendwie zu stoppen. 126 Punkte in eigener Halle zu kassieren ist für ein Team, das NBA-Champion werden will und auch eigentlich werden muss, viel zu viel. Denver hingegen hat bewiesen, dass sie auch ohne ihren Topscorer Melo gewinnen können und in der Lage sind, die Lakers in deren Halle zu schlagen. Sollte es in den Conference Finals tatsächlich zum erneuten Duell dieser beiden Teams kommen, ist den Nuggets auch dort alles zuzutrauen. Und dass Chauncey Billups ein Champion ist, weiß man spätestens seit 2004, als er damals mit den Detroit Pistons die NBA Finals gegen die Lakers 4:1 gewann und zum MVP gewählt wurde.

Währenddessen scheinen auch die Philadelphia 76ers endlich in der laufenden Saison angekommen zu sein. Auch sie konnten vergangene Nacht auswärts gewinnen, bei den New Orleans Hornets. Zwar mussten diese auf den immer noch verletzten Chris Paul verzichten, bei den Sixers fehlte jedoch auch Allen Iverson. Gegen einen endlich mal wieder gefährlichen Peja Stojakovic auf Seiten der Hornets, der 23 Punkte erzielte und damit Topscorer war, konnten die Sixers dank ihrer Unberechenbarkeit den dritten Sieg in Folge einfahren. Auch ohne Iverson hatten die 76ers zahlreiche Optionen im Offense und so scorten auch gestern Nacht mal wieder 6 Spieler zweistellig. Bester Werfer der Sixers war dabei Thaddeus Young mit 19 Punkten. Dazu stellte Samuel Dalembert einen NBA Rekord auf, indem er im 13ten Spiel in Folge über 10 Rebounds holte.

Die vergessenen All-Stars

Donnerstag, Februar 4th, 2010

Die All-Star Teams stehen fest und einige Überraschungen waren dabei. Positiv für die Einen, negativ für die Anderen. Wer hätte es eigentlich verdient, All-Star 2010 zu werden, wurde allerdings weder von den Fans gewählt, noch von der NBA nominiert?

Schaut man zurück auf das All-Star Game 2009, fällt im Osten auf, dass die Starting 5 exakt die gleiche aus dem Vorjahr ist. Erneut waren es Iverson, Wade, Garnett, James und Howard, die von den Fans die meisten Stimmen bekamen. Spieler wie Danny Granger oder Ray Allen allerdings werden in diesem Jahr nicht mit dabei sein. Auch Vince Carter und Rashard Lewis von den Orlando Magics müssen 2010 zugucken. Die wohl größte Überraschung ist die Nominierung des Backup-Center im Osten. Shaquille O’Neal, 15-facher All-Star, wird seit langer Zeit nicht Teil des All-Star Games sein. Statt Shaq ist Al Horford von den Atlanta Hawks dabei. Dass Shaq lange nicht mehr der dominanteste Spieler der Liga ist, steht außer Frage, doch allein seine Persönlichkeit ist eine, die in einem All-Star Game nicht fehlen darf, solange er noch laufen kann.

Im Westen fehlt natürlich Yao Ming, da er verletzungsbedingt noch kein einziges Spiel in dieser Saison absolvieren konnte, aber auch Tony Parker und eigentlich auch Chauncey Billups dürfen in diesem Jahr nicht am All-Star Game teilnehmen. Durch die Verletzung von Chris Paul bekommt Billups jedoch die Chance, diesen zu vertreten. Allerdings hat wohl irgendjemand bei der Nominierung in der Western Conference etwas, bzw. jemanden, übersehen: Monta Ellis von den Golden State Warriors. Gerade in der vergangenen Nacht erzielte er 46 Punkte, ist mit 26,5 Punkten pro Spiel sechstbester Scorer der gesamten NBA und zurecht enttäuscht, dass die NBA ihn nicht zum All-Star ernannt hat.

Es fehlen ganz klar Ellis und Shaq im NBA All-Star Game 2010. Ellis hat es sich durch seine Leistungen einfach verdient und Shaq gehört dazu, völlig egal welche Stats er hat. In den vergangenen fast 20 Jahren hat er sich diesen Bonus erarbeitet und ist ein garantierter Spaßfaktor. Schade, dass die NBA in diesem Jahr darüber hinweggesehen hat. Als Erinnerung nochmal der Dance-Off im Training vor dem All-Star Game 2007.

NBA All-Star Teams stehen fest

Freitag, Januar 29th, 2010

Nachdem vergangene Woche bereits die von den Fans aus aller Welt gewählten Starter im diesjährigen All-Star Game in Dallas bekannt gegeben worden waren, veröffentlichte die NBA gestern den kompletten Kader der Western All-Stars und der Eastern All-Stars. Jedes der beiden Teams besteht aus 12 Spielern, die Starting 5 bestimmten, wie bereits erwähnt, die Fans und die restlichen 7 Spieler wurden von den Coaches der 30 NBA-Teams gewählt.

Der komplette Kader des NBA All-Star Game 2010:

Eastern Conference All-Stars

  • Allen Iverson, Philadelphia 76ers
  • Dwayne Wade, Miami Heat
  • LeBron James, Cleveland Cavaliers
  • Kevin Garnett, Boston Celtics
  • Dwight Howard, Orlando Magics
  • Rajan Rondo, Boston Celtics
  • Paul Pierce, Boston Celtics
  • Derrick Rose, Chicago Bulls
  • Joe Johnson, Atlanta Hawks
  • Gerald Wallace, Charlotte Bobcats
  • Chris Bosh, Toronto Raptors
  • Al Horford, Atlanta Hawks

Western Conference All-Stars

  • Steve Nash, Phoenix Suns
  • Kobe Bryant, Los Angeles Lakers
  • Carmelo Anthony, Denver Nuggets
  • Tim Duncan, San Antonio Spurs
  • Amare Stoudamire, Phoenix Suns
  • Chris Paul, New Orleans Hornets
  • Deron Williams, Utah Jazz
  • Brandon Roy, Portland Trail Blazers
  • Kevin Durant, Oklahoma City Thunder
  • Dirk Nowitzki, Dallas Mavericks
  • Zach Randolph, Memphis Grizzlies
  • Pau Gasol, Los Angeles Lakers

Gleich 7 Spieler sind dieses Jahr zum ersten Mal beim All-Star Game dabei. Derrick Rose, Gerald Wallace, Al Horford und völlig zurecht auch Rajan Rondo sind im Osten neu dabei, Zach Randolph, Kevin Durant und Deron Williams im Westen.
Logischerweise müssen dafür auch einige bisherige All-Stars auf eine Nominierung verzichten. So werden in diesem Jahr z.B. Shaquille O’Neal oder auch Vince Carter überraschenderweise leider nicht mit dabei sein.

Gecoacht werden die Teams von den Trainern, deren Team am 31. Januar die jeweilige Conference anführt, also höchstwahrscheinlich Mike Brown von den Cleveland Cavaliers und Phil Jackson von den Los Angeles Lakers.

Chris Paul dreht das Spiel gegen die Portland Trail Blazers

Dienstag, Januar 26th, 2010

In der vergangenen Nacht hat Chris Paul erneut bewiesen, dass er zu den besten Point Guards der NBA gehört. Er war mit seinen New Orleans Hornets zu Gast bei den Portland Trail Blazers, die in der Western Conference 3 Siege vor den Hornets standen, allerdings auf ihren verletzten All-Star Brandon Roy verzichten mussten.

Trotzdem waren es die Blazers, die 3 Minuten vor Schluss immer noch mit 8 Punkten in Führung lagen, bevor Chris Paul das Spiel dann in die Hand nahm. Ein ums andere Mal ließ er der Defense der Blazers keine Chance und versenkte 3 Sekunden vor Spielende den entscheidenden Wurf zum 98:97 Endstand für seine Hornets. Insgesamt kam Paul auf 24 Punkte, 12 Assists und 5 Steals. David West erzielte insgesamt 18 Punkte, Center Emeka Okafor 14 Punkte und 9 Rebounds. Peja Stojakovic, einst als gefährlicher Shooter gefürchtet, konnte erneut nicht überzeugen und kam in 27 Minuten auf nur 3 magere Punkte. Auf Seiten der Portland Trail Blazers waren LaMarcus Aldridge und Juwan Howard mit je 16 Punkten Topscorer.

Durch diesen Auswärtssieg liegen die Hornets nun gleich mit den Houston Rockets und den Oklahoma City Thunder und rücken immer näher an den rettenden 8. Platz in der Western Conference, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigen würde.

Steve Nash oder Chris Paul – wer ist der beste Point Guard der NBA?

Dienstag, Januar 26th, 2010

Zwei völlig unterschiedliche Spieler mit komplett anderen Anlagen, die in den Statistiken allerdings fast exakt gleiche Ergebnisse liefern: Chris Paul, seit seinem Draft 2005 im Trikot der New Orleans Hornets, sowie Steve Nash, zweifacher MVP im Trikot der Phoenix Suns. Wer aber ist der bessere Point Guard, der Beste in der NBA und damit wohl auch der momentan beste Aufbauspieler der Welt?

Nash spielt bereits seine 13. Saison und obwohl er noch nie NBA Champion werden konnte, ist er trotzdem zwei Mal zum Most Valuable Player (MVP) der Liga gewählt worden, ein Titel, von dem Chris Paul noch weit entfernt ist. Wenn es also nach den bisherigen Erfolgen geht, ist natürlich Nash der Gewinner und ohne Frage ist er auch der weitaus Erfahrenere der beiden. Andersrum gehört die Zukunft natürlich ebenso sicher CP3.

Aber nun erstmal zu den Statistiken: Beide verteilen ca. 11 Assists pro Spiel, Paul scort 20 und Nash 18,5 Punkte. Erstmal kein großer Unterschied. Guckt man aber genauer hin, erkennt man, warum Chris Paul eine wesentlich höhere Effizienzrate hat, als Steve Nash. Besonders für Point Guards ist das Verhältnis von gegebenen Assists zu verursachten Ballverlusten (Turnover) ein wichtiger Anhaltspunkt. Nash verliert fast doppelt so viele Bälle pro Spiel, wie Chris Paul, der die mit Abstand beste Assists/Turnover Quote in der ganzen Liga hat. Zusätzlich spricht noch für Chris Paul, dass er mehr Rebounds holt, Nash hingegen gehört zu den sichersten Freiwürfschützen, die die Liga je gesehen hat.

Auch wenn man einen Blick auf die Tabelle wirft, wird man nicht unbedingt schlauer. Die New Orleans Hornets liegen zur Zeit 2 Siege hinter den Phoenix Suns, also stellt sich immer noch die Frage: Wer ist der bessere Leader, der bessere Point Guard, der wertvollere Spieler?

Der junge, atlethische Chris Paul oder der erfahrene Steve Nash? Zur Zeit eine Frage, die kaum zu beantworten ist. Beim Voting zum All-Star Game im Februar wurde jedoch Steve Nash von den Fans in die Starting 5 der Western Conference gewählt.

Sixers lassen Mavs keine Chance – Hornets gewinnen mit dem Buzzer

Samstag, Januar 23rd, 2010

Mit einer völlig unerwarteten Starting 5 empfingen die Philadelphia 76ers vergangene Nacht die Dallas Mavericks im Wachovia Center und konnten diese danke ihrer Roleplayer überraschend mit 92:81 bezwingen. Statt Lou Williams und Thaddeus Young standen Jrue Holiday und Elton Brand gestern in der ersten Fünf. Allen Iverson und Andre Iguodala erwischten einen katastrophalen Abend und trafen zusammen nur 6 ihrer 26 Würfe aus dem Feld, allerdings erzielten die Bankspieler der Sixers, angeführt vom Topscorer des Abends, Thaddeus Young (22) 56 Punkte und entschieden damit letztendlich das Spiel. Topscorer der Mavs war mit nur 15 Punkten der Deutsche Dirk Nowitzki, der in diesem Jahr erneut nicht direkt ins All-Star Team gewählt wurde und auf eine Nominierung durch die NBA Coaches hoffen muss.

Ein weiteres Spiel der letzten Nacht war um Einiges knapper. Die New Orleans Hornets waren zu Gast beim Schlusslicht der Western Conference, den Minnesota Timberwolves, und taten sich bei ihrem 96:94 Erfolg erstaunlich schwer. Al Jefferson und Jonny Flynn hielten ihre Timberwolves immer wieder im Spiel, während Peja Stojakovic auf Seiten der Hornets einen schwarzen Tag erwischte, auf nur 6 Punkte und einem Treffer aus dem Feld bei 8 Veruschen kam. Zu allem Überfluss verletzte sich der bis dahin überragende All-Star David West auch noch kurz vor der Halbzeit am Knöchel und konnte nicht zurückkehren. Ob und wie lange er ausfallen wird, ist noch nicht bekannt. Der Druck lag somit bei Hornets Point Guard Chris Paul, der diesem allerdings gerecht wurde, 23 Punkte erzielte und 9 Assists verteilte. Nachdem Jonny Flynn mit einem And-One 3 Sekunden vor Schluss ausglich, war es dann James Posey, der mit einem Spin zum Korb zog und mit dem Buzzer den spielentscheidenden Layup traf.

Houston Rockets gewinnen in 3-facher Overtime

Donnerstag, Januar 14th, 2010

Was für ein Spiel bekamen die Fans im Toyota Center in Houston in der letzten Nacht zu sehen. Ein Spiel, von dem wohl fast jeder einen langweiligen, einseitigen Verlauf erwartet hatte. Die Houston Rockets empfingen das Tabellenschlusslicht der Western Conference, die Minnesota Timberwolves und bereits nach dem ersten Viertel stand es 30:13 für die heimischen Rockets. Es schien ein unspektakulärer Abend zu werden, doch wie aus dem Nichts begannen die Timberwolves, angeführt von Al Jefferson, der mit 26 Rebounds einen neuen Franchise-Rekord aufstellte, mit ihrer Aufholjagd. 2 Sekunden vor dem Ende des Spiels waren es nur noch 3 Punkte, die sie von den Rockets trennten. Und dann kam Corey Brewer……

…und es ging in die Verlängerung. Letztendlich wurden 3 Overtimes benötigt, um einen Sieger zu finden. Aaron Brooks, Point Guard im Trikot der Houston Rockets, war es schließlich, der mit einem Career-High von 43 Punkten seinen Rockets in einem unglaublichen Spiel den Sieg sicherte.

Währenddessen meldete sich ein fast schon abgeschriebens Team in den vergangenen Wochen zurück. Die New Orleans Hornets empfingen die Los Angeles Clippers um Baron Davis und fuhren einen sicheren 108:94 Sieg ein. Zwar konnte All-Star David West im Trikot der Hornets kaum überzeugen, dafür erzielte Emeka Okafor 21 Punkte für sein Team, 15 Assists verteilte der beste Point Guard der Liga, Chris Paul.
7 der letzten 10 Spiele konnten die Hornets gewinnen und sind dadurch nur noch ein einziges Spiel von einem Playoff Platz entfernt. Das Team um David West und Chris Paul scheint zwar seinen Meisterschaftsansprüchen zu Saisonbeginn nicht gerecht werden zu können, für die Playoffs soll es aber vielleicht ja trotzdem reichen.

Was ist mit den Hornets los?

Samstag, Januar 2nd, 2010

Die New Orleans Hornets um ihren Allstar Point Guard Chris Paul befinden sich zu Beginn des neuen Jahres nur auf Platz 11 der Western Conference, einige Siege vom für die Playoffs nötigen 8. Platz entfernt. Mit bloß 14 Siegen bei 16 Niederlagen lieferten die Hornets eine für ihre Meisterschaftsansprüche katastrophale Bilanz zum Jahresende.

Die vorletzte Saison beendeten die Hornets noch auf dem 2. Platz der Western Conference. Nur was ist passiert mit dem Team, das die Dallas Mavericks 2008 mit Leichtigkeit aus den Playoffs schoss? Die Starting Five bestand damals schon aus Stojakovic, Peterson, Chandler, West und Chris Paul. Vor der aktuellen Saison wurde Tyson Chandler gegen den deutlich wertvolleren Emeka Okafor getradet und die Hornets sahen sich als heißen Titelkandidaten. Bis auf Rasual Butler, der sich letztes Jahr in die Starting Five spielte und nun, um Gehalt einzusparen, zu den Clippers getradet wurde, ist das Team größtenteils zusammen geblieben und wurde noch weiter sinnvoll ergänzt. Die Rookies Marcus Thornton und Darren Collison bringen wichtige Punkte von der Bank und auch James Posey, Devin Brown oder Julian Wright sind zuverlässige Roleplayer. Warum also läuft es diese Saison nicht?

Zu Beginn der Saison wurde Headcoach Byron Scott gefeuert und General Manager Jeff Bower, der zuvor noch nie ein NBA-Team gecoacht hatte, übernahm sein Amt. Aber auch zuvor unter Scott lief es nicht mehr rund. Trotz des Okafor-Trades, der einen der besten Verteidiger unter dem Korb ins Hornets Trikot beförderte, kassiert das Team um Chris Paul ganze 6 Punkte mehr pro Spiel, als noch in der vergangenen Saison. Und wer über 100 Punkte kassiert, aber nur 98 macht, der kann nur schwer gewinnen. Bis Ende Februar bliebe theoretisch noch Zeit, Änderungen am Kader vorzunehmen, bevor die Trading Deadline in Kraft tritt. Wenn die Hornets in dieser Saison auch nur in die Nähe der Finals kommen wollen, muss etwas passieren…