Posts mit Schlüsselwort ‘Boston Celtics’

Miami Heat verlieren erstes Saisonspiel

Samstag, Oktober 30th, 2010

Natürlich war es nur ein Spiel von 82 und auch nicht in heimischer Halle, sondern im TD Garden beim vielleicht größten Konkurrenten in der eigenen Conference, den Boston Celtics. Dennoch gab es für die gehypten und hochgejubelten Miami Heat gleich im ersten Spiel der neuen Saison einen herben Dämpfer, 88:80 unterlagen sie dem Team von Doc Rivers.

Nach einem einfachen Durchmarsch der Heat sieht es jedenfalls schon von vorneherein nicht mehr aus. Vorallem eine große Schwäche wurde im gesamten Spiel mehr als offensichtlich, die Point Guard Position. Den Celtics gelang es vor 3 Jahren nach einer ähnlich spektakulären Off-Season, in der Ray Allen und Kevin Garnett an die Ostküste wechselten, NBA Champion zu werden. Allerdings begann grade in dieser Saison der bis dato völlig unterschätzte Rajan Rondo in seine Rolle als junger Aufbauspieler eines mit Weltklassespielern gefüllten Teams hineinzuwachsen und diese mehr als schwierige Aufgabe zu meistern. Inzwischen ist Rondo der Leader des Teams und neben der sehr großen Erfahrung einer der Hauptgründe, warum die Celtics den Miami Heat trotz LeBron James, Dwayne Wade und Chris Bosh überlegen sind. Die Big 3 der Celtics sind individuell denen der Heat klar unterlegen. Pierce, Allen und Garnett besitzen nicht (mehr) die Klasse von Wade, James und Bosh. Allerdings sind die Celtics inzwischen ein Team, haben einen mehr als genialen Aufbauspieler und dazu einiges an Masse unter dem Brett. Und genau deswegen werden die Miami Heat in dieser Zusammensetzung in einer Best-of-Seven Serie gegen den amtierenden Eastern Conference Champion den Kürzeren ziehen. Carlos Arroyo und Mario Chalmers sind nicht in der Lage, dieses Team zu führen, das Resultat: James und Wade verursachen nach den ersten drei Saisonspielen über 10 Ballverluste pro Spiel. Vor den Miami Heat liegen noch viel Arbeit, wollen sie tatsächlich in diesem Jahr schon NBA Champion werden.

NBA Saisonstart 2010/11

Dienstag, Oktober 26th, 2010

Heute Nacht hat das schier ewige Warten endlich ein Ende, denn in gleich 3 Arenen wird in wenigen Stunden die lang ersehnte NBA Saison 2010/11 eingeläutet. Nach einer mehr als ereignisreichen Off-Season gibt es gleich zu Beginn das Topspiel schlechthin im Osten.

Die neu formierten Miami Heat um ihr Superstar-Trio LeBron James, Dwayne Wade und Chris Bosh sind zu Gast beim Eastern Conference Champion aus der vergangenen Saison und ebenfalls heißen Titelanwärter, den Boston Celtics. Deren Neuzugang Shaquille O’Neal kennt sowohl LeBron James, als auch Dwayne Wade aus gemeinsamen Jahren sehr gut, an der Seite von Wade wurde der Diesel 2005 sogar NBA-Champion. Da die Celtics ansonsten nahezu komplett beisamen geblieben sind und sich mit Shaquille und Jermaine O’Neal auf den großen Positionen sinnvoll verstärkt haben, wartet heute Nacht ein echter Kracher auf alle schlaflosen NBA Fans.

Und auch der amtierende NBA-Champion muss sich bereits heute Nacht beweisen. Im heimischen Staples Center empfangen die Los Angeles Lakers die Houston Rockets, außerdem müssen die Phoenix Suns bei den Portland Trailblazers ran.

Shaq kann es nicht lassen

Sonntag, August 8th, 2010

Ist es, weil Kobe Bryant seit Juni diesen Jahres einen Ring mehr hat als er, weil er es in seinen bisher 1170 NBA Spielen “nur” auf Platz 5 der All-time Scoring list geschafft hat und auch dort aller Vorraussicht nach noch von Kobe überholt wird oder weil er einfach nicht ohne den ganz großen Rummel leben kann? Shaquille O’Neal, 38 Jahre, 4-facher NBA Champion, einst gefürchtet als dominantester Spieler, den die Liga je gesehen hat, unterschreibt einen 2-Jahres-Vertrag bei den Boston Celtics.

Es wäre vergangene Saison wahrscheinlich das Karriereende seiner Träume gewesen, an der Seite von der neuen Dominanz in Person, LeBron James, gegen die Los Angeles Lakers in die NBA Finals einzuziehen und dort über Kobe Bryant und Phil Jackson zu triumphieren, der fünften Ring mit nach Hause zu nehmen, während Kobe nur 4 hat und alles wäre gut in der Welt des Diesel. Blöd nur, dass auf dem Weg in die NBA Finals 2010 noch die Boston Celtics standen und den Titelträumen von James, Shaq und ganz Cleveland einen Strich durch die Rechnung machten. Und dann muss der stolze Shaq von zuhause mit ansehen, wie diese Celtics auch noch gegen sein ehemaliges Team, die L.A. Lakers, die Finalserie verlieren und Kobe Bryant auf der Pressekonferenz stolz verkündet, er hätte nun “one more than Shaq”…


Aber nimmt das einen 38-jährigen Mann wie Shaquille O’Neal, der sich ja offiziell schon längst mit seinem Rivalen Bryant versöhnt hat, wirklich noch so sehr mit, dass er unbedingt ein bzw. zwei Jahre dranhängen muss? Den Respekt jedes NBA Spielers und wahrscheinlich jedes Basketballers auf diesem Planeten hat er längst sicher, jeder weiß, dass er unstoppable war und die Liga dominiert hat wie kaum ein Anderer. Shaq hat mit den Besten gespielt und gegen die Besten gewonnen. Auch der Rummel um seine Person und das Rampenlicht allgemein würde ihm ohne NBA wohl kaum fehlen, immer wieder spielt er in Filmen mit, dreht seine eigene Serie, lässt hier und da seine Sprüche fallen und übersehen wird der 2,16m Koloss sowieso nicht. Er scheint seine Karriere also wirklich unbedingt mit einem Titel beenden zu wollen und nachdem LeBron James zu den Miami Heat gewechselt ist, kommt Cleveland dafür definitiv nicht mehr in Frage.

Die Boston Celtics, die ohnehin schon das wohl erfahrenste Team der Liga waren, haben sich nun mit Jermaine O’Neal und Shaquille O’Neal zwei weitere Veteranen ins Team geholt, die dieses Jahr den Unterschied ausmachen sollen. Und noch vor wenigen Jahren hätte ein Team bestehend aus Kevin Garnett, Shaq und Jermaine O’Neal definitiv jedes Brett und vermutlich auch jedes Spiel in der NBA beherrscht. Dazu die Vertragsverlängerung von Ray Allen und der ewige Celtic Paul Pierce – Das Team um Coach Doc Rivers kann sich auch in der kommenden Saison sehen lassen und vielleicht reicht es ja für Shaq und sein neues Team, um die übermächtigen Miami Heat auszuschalten und sich für die Finalspleite aus diesem Jahr bei Kobe und den Lakers zu revanchieren.

Andernfalls wird Shaq sich wohl tatsächlich mit vier Meisterschaftsringen “abfinden müssen”, denn allzu lang wird sein Körper auch keine 20 Minuten pro Spiel mehr durchhalten. Irgendwann geht auch die Zeit eines Shaquille O’Neals vorbei und es kommen Spieler wie Dwight Howard, die ihn normalerweise nach Strich und Faden auseinander nehmen und mit ihm den Hallenboden wischen müssten.

Man darf sich auf jeden Fall auf einige heiße Begegnungen in der kommenden Saison freuen, denn auch im Duell mit den Miami Heat trifft Shaquille O’Neal auf 2 seiner stärksten Weggefährten, LeBron James und auch Dwayne Wade, an dessen Seite er sich 2006 seine vierte NBA Championship sicherte.

Im Schatten der Miami Heat

Samstag, Juli 24th, 2010

Die Verpflichtungen von LeBron James und Chris Bosh stellen zur Zeit jeden anderen Wechsel der Offseason 2010 in den Schatten. Inzwischen steht auch fest, dass Zydrunas Ilgauskas und Mike Miller, einer der gefährlichsten Shooter der NBA, an die Ostküste zu den Miami Heat wechseln werden. Doch was sich sonst noch in der NBA getan hat, wird fast vergessen, denn die Heat sind ja sowieso nicht zu bezwingen… oder doch?

Solange Kobe Bryant das Trikot der L.A. Lakers tragen wird, sind diese auch Anwärter auf die Larry O’Brien Trophy, die sie vor kurzem mal wieder in den Händen hielten. Die Lakers und ihr Coach Phil Jackson wissen, wie man Spiele und Meisterschaften gewinnt und zudem wurde mit Matt Barnes ein erstklassiger Verteidiger unter Vertrag genommen, der, besonders im direkten Duell mit den Miami Heat, Gold wert ist. Dwayne Wade und LeBron James zu stoppen ist die wahrscheinlich schwierigste Aufgabe, vor die man eine Defense stellen kann, aber wenn es ein Team gibt, das dazu in der Lage ist, dann sind das die Lakers. Ron Artest, Kobe Bryant und Matt Barnes sind 3 der besten Verteidiger, die die NBA zu bieten hat und haben gemeinsam die wohl größten Chancen, die Stars der Miami Heat aus dem Spiel zu nehmen. Dazu kommt ein Pau Gasol, der Chris Bosh unter dem Brett überlegen sein wird. Die Lakers werden in der kommenden Saison noch stärker sein als in der abgelaufenen, in der sie bereits NBA Champion wurden und wenn Andrew Bynum endlich seinen Durchbruch schafft und zu einem dominanten Center reift, sind die Lakers Titelfavorit Nr 1.

Und ein weiteres Team aus dem Westen darf auf keinen Fall aus den Augen gelassen werden. In der vergangenen Saison hatten die Denver Nuggets unglaubliches Verletzungspech, weshalb ihnen die Chance auf den Titel dann doch verwehrt blieb. Doch nun ergänzt Al Harrington das ansonsten beisamen gebliebene Team der Nuggets und wird mit Spielern wie Carmelo Anthony, Kenyon Martin, Nene oder Chris Andersen einen der stärksten Frontcourts der Liga bilden. Im Backcourt der Nuggets haben sich Arron Afflalo und Ty Lawson, auch durch die Verletzungsmisere der anderen Spieler bedingt, enorm weiterentwickelt und werden hinter Chauncey Billups und J.R Smith für viel Tempo und Gefahr von der Bank sorgen. Bleiben die Nuggets weitesgehend von Verletzungen verschont, gehören sie neben Lakers und Heat auf jeden Fall zu den Titelanwärtern.

Doch nicht nur Westen rüstet weiter auf, auch in der Eastern Conference werden die Miami Heat Konkurrenz bekommen. Die Boston Celtics konnten Jermaine O’Neal, der vergangene Saison noch das Trikot der Heat trug, verpflichten und außerdem die Verträge von Ray Allen und Paul Pierce verlängern. Die Orlando Magic nahmen Quentin Richardson unter Vertrag und konnten ihren Shooter J.J. Reddick in Florida halten. Mit Ausnahme von Matt Barnes, der eben zu den Lakers wechselt, ist das gesamte Team beisamen geblieben. Die namenhafteste Verpflichtung, nach denen der Miami Heat, gelang jedoch den New York Knicks. Obgleich die meisten Knicks Fans wohl eher von LeBron im NYK Jersey geträumt hatten, ist Amar’e Stoudemire eine erstklassige Verstärkung, vorallem für das nicht grade verwöhnte Publikum der Knickerbockers. Außerdem konnten die Knicks Point Guard Raymond Felton und Power Forward Runny Turiaf verpflichten. Wenn Tracy McGrady nun noch weitermacht und das neue Team zueinander findet, könnte trotz des Abgangs von David Lee im Madison Square Garden vielleicht sogar bald wieder Playoff Basketball gespielt werden…

Lakers NBA Champion 2010

Freitag, Juni 18th, 2010

Nach einem 3:2 Rückstand in den NBA Finals haben die L.A. Lakers es letzte Nacht doch geschafft, die Best-of-Seven Serie zu drehen und 4:3 zu gewinnen. Mit einem 83:79 Sieg über die Boston Celtics holten sich die Lakers in Spiel 7 den zweiten Meistertitel in Folge und den 16. insgesamt. Damit fehlt den Lakers nur noch ein Titel, um mit dem Rekordmeister – den Boston Celtics – gleichzuziehen.

In Spiel 7 war es vor allem die Dominanz unter den Brettern, die den Lakers trotz grausamer Wurfquote genug Chancen gab, das Spiel letztendlich doch noch zu gewinnen. Angeführt von Pau Gasol griffen sich die Lakers insgesamt 23 Offensivrebounds, das direkte Duell zwischen Gasol und Garnett gewann mal wieder der Spanier. KG holte sich magere 3 Rebounds und hat es zu keiner Zeit geschafft, Pau Gasol zu kontrollieren (19 Punkte, 18 Rebounds). Ärgerlich, dass auf Seiten der Celtics an so einem Tag auch noch Starting Center Kendrick Perkins ausfiel, nachdem er sich in Spiel 6 am Knie verletzt hatte.

Kobe Bryant erwischte zwar mit 6 von 24 Feldwürfen und 0 von 6 Dreiern einen eher katastrophalen Abend, erzielte aber schließlich noch 23 Punkte und 15 Rebounds und wurde natürlich auch Finals MVP. Für Kobe ist es sein insgesamt fünfter Championship Ring und damit nun auch endlich “one more than Shaq”…

Während die Lakers jetzt in Ruhe feiern können und Kobe seinen Vertrag eh schon vorzeitig verlängert hat, beginnt eine der wohl spannendsten Offseasons seit Langem. Spieler wie Dwayne Wade, Chris Bosh oder Amare Stoudamire sind in diesem Sommer Free Agents, also ohne Vertrag, und können daher von jedem Team verpflichtet werden, das genügend Platz unter seinem Salary Cap hat. Im Mittelpunkt der Offseason 2010 steht allerdings LeBron James, dessen Vertrag ebenfalls ausgelaufen ist und der sich eventuell auch auf die Suche nach einem neuen Team machen wird.

Großer Gewinner der Offseason könnten die Oklahoma City Thunder werden. Zwar werden LeBron oder Wade wohl kaum nach Oklahoma wechseln, aber deren Schwächen liegen ja sowieso auf der Center Position. Wer ganz nach oben will, kann nicht einen Nenad Krstic zum Tip-Off schicken. Sollte es dem Management der Thunder gelingen, Amare Stoudamire oder Chris Bosh unter Vertrag zu nehmen, gehören sie in der nächsten Saison ohne Frage zu den besten Teams der Liga.

Es bleibt diesen Sommer auf jeden Fall auch ohne Ball spannend in der NBA. In ca. einer Woche findet zunächst die NBA Draft statt.

Schreiben die Orlando Magic Geschichte?

Donnerstag, Mai 27th, 2010

Noch nie hat es in der Geschichte der NBA ein Team gegeben, das eine Best of Seven Serie in den Playoffs nach einem 0-3 Rückstand noch gewinnen konnte. Eigentlich auch logisch, denn wer 3-0 zurückliegt, hat zum Einen die Serie im Kopf wohl eh schon abgeschlossen und hat zum Anderen auch noch 2 Auswärtsspiele vor sich, die neben den beiden Heimspielen gewonnen werden müssen. 4 Spiele am Stück gegen ein Team, das einen in den Tagen zuvor 3 mal geschlagen hat. Klingt unmöglich, war es bisher auch.

Nun liefern sich die Boston Celtics und die Orlando Magic zur Zeit eine unglaubliche Serie. Nachdem die Boston Celtics in der Postseason aufgewacht sind, gewinnen sie Spiel 1 und 2 bei den Orlando Magic, die ihrerseits bis dato ungeschlagen durch die Playoffs marschierten. Nach Spiel 3 im TD Garden scheint alles gelaufen, 3-0, Traditionsduell zwischen Celtics und Lakers in den Finals… Oder auch nicht! Während Phoenix beide Heimspiele gewinnen konnte und es in den Western Conference Finals nun 2-2 steht, drehen auch die Magic nochmal auf und holen sich mit Spiel 4 den ersten Auswärtssieg von den Celtics zurück… Ein Lebenszeichen! Vergangene Nacht konnte Orlando nun auch endlich das erste Heimspiel sehr deutlich gewinnen – 113:92 heißt zum Ende in der Amway Arena. Doch die Niederlage dürfte für Boston nicht das bitterste an diesem Abend gewesen sein. Zwar wurden die 2 technischen Fouls von Kendrick Perkins revidiert, weshalb er für Spiel 6 nicht gesperrt sein wird, allerdings verletzten sich gleich 3 Celtics Spieler in der zweiten Halbzeit. Big Baby Glen Davis taumelte mit einer Gehirnerschütterung wie ein Betrunkener vom Feld, bevor sich auch Marquis Daniels eine Gehirnerschütterung zuzog und kurz vor Schluß auch noch Topscorer Rasheed Wallace sich den Rücken vertrat.

Ohne die Revision der technischen Fouls von Perkins wäre das wohl das sichere Ende der Celtics, denn Davis, Wallace und Perkins sind genau die 3 Spieler, die diese Serie über versuchen, Dwight Howard zu verteidigen. So wie Glen Davis vom Feld schwankte, sah es nicht so aus, als wäre er in Spiel 6 wieder voll einsatzfähig. Was mit Sheed und Daniels ist, bleibt abzuwarten. Zeit zur Erholung bleibt nämlich kaum, denn schon Freitag steht eben dieses Spiel 6 in Boston an und wenn die Celtics es dort nicht schaffen, den Sack zuzumachen, sieht es ganz ganz düster für sie aus. Das finale Spiel 7 würde wieder in Orlando stattfinden, wo die Celtics zumindest gestern Abend chancenlos waren.

Celtics on fire

Donnerstag, Mai 20th, 2010

Nach einer für diesen Kader katastrophalen zweiten Saisonhälfte und dem enttäuschenden vierten Platz in der Eastern Conference, melden sich die Boston Celtics in den Playoffs zurück. In der zweiten Runde bekamen das zunächst LeBron James und seine Cavs zu spüren, die 2 Heimspiele in der Serie an die Celtics abgeben und sich letztendlich 2:4 geschlagen geben mussten. Und nun in den Conference Finals stehen sich mal wieder die Celtics und die Orlando Magic gegenüber, Heimvorteil dank der besseren Saisonbilanz für Orlando.

Doch wie aus dem Nichts fangen die Celtics wieder an Basketball zu spielen, wie ein NBA Champion. Rajan Rondo hat sich zum vielleicht besten Point Guard der NBA entwickelt, Paul Pierce und Ray Allen treffen die wichtigen Würfe und die Big Men der Celtics sind zumindest ansatzweise in der Lage, Dwight Howard zu stoppen. Resultat nach den ersten beiden Spielen in Orlando: 2 Auswärtssiege für Boston, die Conference Finals scheinen entschieden, wenn nicht noch ein Wunder geschieht. Spiel 3 und 4 finden im TD Garden in Boston statt, wo den bis hierher so erfolgreichen Magics dann selbst ein Sweep, also eine 0:4 Niederlage, droht.

Enttäuschender MVP – Cavaliers ausgeschieden

Samstag, Mai 15th, 2010

Einer erneut dominanten Saison von King LeBron James, in der er auch völlig zurecht zum MVP gewählt wurde, folgte nun ein jähes Ende in der Postseason. In den Conference Semifinals unterlag er mit seinen Cavs den in der regulären Saison viertplatzierten Boston Celtics mit 4-2. Der Traum von NBA-Champion für den wohl besten Basketballer der Welt damit erneut verschoben.

Doch warum um alles in der Welt nimmt eben dieser beste Basketballer der Welt im wichtigsten Spiel der Saison – Spiel 5 der Serie, das die Cavs zuhause 120:88 verloren – 14 Würfe und erzielt mit nur 15 Punkten die schlechteste Playoffleistung seiner Karriere. Ganze 3 Treffer aus dem Feld für “King” James, auf der Gegenseite knallt dafür es richtig… Wer ein grünes Trikot trägt und scoren will, wird nicht daran gehindert, so etwas wie Defense nicht vorhanden. Unerklärlich…

Nach dieser 32-Punkte Klatsche fahren die Cavaliers dann nach Boston zum entscheidenden Spiel 6. Dort nimmt James plötzlich wieder seine Würfe, scort auch 29 Punkte und holt unglaubliche 19 Rebounds, verursacht allerdings dabei auch 9 Turnover. Nachdem er sich in Spiel 5 vor der Verantwortung fast schon gedrückt hat, scheint es in Spiel 6, als würden Mo Williams und LeBron zu zweit gegen 5 Celtics spielen wollen. Weit über die Hälfte aller Feldwürfe der Cavs nehmen LeBron und Mo, Roleplayer wie Anthony Parker, Delonte West oder Zydrunas Ilgauskas müssen sich mit 2 bis 4 Würfen zufrieden geben. Das Resultat sind mickrige 85 Punkte, die im TD Garden natürlich nicht ausreichen, den Heimvorteil zurückzugewinnen und die Serie doch noch drehen zu können.

Und nun ist LeBrons Vertrag ausgelaufen, er steht als Free Agent ohne Titel da und die Cavaliers mit einem Haufen, der nach James Wünschen um ihn zusammengestellt wurde… Gut möglich allerdings, dass dieser allerdings in der nächsten Saison woanders auf Titeljagd geht und in Cleveland nichts als eine Menge Platz im Salary Cap hinterlässt.

LeBron James zum MVP 2009/10 gewählt

Dienstag, Mai 4th, 2010

Seit letzter Nacht ist es nun auch offiziell bekannt. LeBron wurde zum Most Valuable Player, zum wertvollsten Spieler der NBA in dieser Saison ernannt. Bereits in der vergangenen Saison konnte er sich bereits diesen Titel sichern und auch in diesem Jahr wurde James völlig zu Recht MVP. Seine Stats sind unglaublich, er verteilt als Forward 8,5 Assists pro Spiel und ist 1on1 nicht zu verteidigen.

Die Freude hielt allerdings nicht allzu lange an, denn im Anschluß an seine MVP Ehrung verlor James mit seinen Cavaliers Spiel 2 der Conference Semifinals gegen die Boston Celtics. Der Heimvorteil ist somit dahin und damit könnte die MVP Trophäe die letzte sein, die James dieses Jahr in seinen Händen halten darf. Freitag geht die Serie nach Boston, wo die Cavs unbedingt eins der zwei Auswärtsspiele gewinnen müssen, um noch von der Meisterschaft träumen zu können.


Der Absturz der Boston Celtics

Dienstag, März 2nd, 2010

Was für ein Spiel. Da ist das vielleicht schlechteste NBA Team aller Zeiten, die New Jersey Nets, zu Gast beim Titelkandidat, den Boston Celtics. Die Saison geht dem Ende entgegen und die Nets haben ganze 5 Spiele gewonnen und 52 verloren und wer geht als Sieger vom Feld? Die Nets, was für ein Witz! Und bereits 2 Tage zuvor verloren die Celtics mit 20 Punkten ihr Heimspiel gegen die Cleveland Cavaliers.

Was ist mit den Boston Celtics passiert, die vor kurzem noch mein Favorit als NBA-Champion 2010 waren? Sie haben immer noch einen der besten Kader der NBA, vielleicht sogar den Besten. Ohne Ende Scorer, wie Paul Pierce, Kevin Garnett oder Ray Allen, die ein Spiel mal eben im Alleingang entscheiden können und dazu sehr erfahren sind. Rasheed Wallace, Rajan Rondo – beides klasse Spieler, die bereits All-Stars waren. Kendrick Perkins spielt eine solide Saison unter dem Korb und von der Bank kommen Spieler wie Marquis Daniels, Tony Allen, Slam Dunk Champion Nate Robinson oder eben Rasheed Wallace. Wie kann so ein Team überhaupt verlieren? Und dann auch noch zu Hause gegen eine frustrierte Mannschaft voll Spielern, deren Namen mal grade ihr eigener Coach weiß.

Die Bilanz der Celtics ist momentan mit 36-21 natürlich nicht schlecht, aber zur Zeit würde es nur für den vierten Platz in der Eastern Conference reichen, der ihren 3 größten Konkurrenten, Atlanta, Orlando und Cleveland Heimrecht im siebten Spiel einer Playoff-Serie geben würde.

Woran liegt es nun, dass ein Team mit sehr vielen guten Scorern nicht an der Ligaspitze steht? An der Defense sollte man denken… Doch falsch gedacht, denn die Celtics sind das beste Defense Team der NBA, kein Team kassiert weniger Punkte pro Spiel als Boston. Es gibt nur einen Unterschied zwischen den Boston Celtics im Vergleich zu den anderen Top Teams der Liga, vorallem denen der Eastern Conference: Dwight Howard, Al Horford und Shaquille O’Neal – die Center! Kendrick Perkins spielt zwar solide, kann allerdings mit keinem dieser 3 All-Stars mithalten. Dadurch ist das Spiel der Celtics sehr auf die Außenspieler fixiert und selbst Garnett bringt den Ball viel seltener ans Brett, als noch vor einiger Zeit. Daher haben die Celtics im Offense meist nur die Option schiessen oder zum Korb ziehen, ein Inside Game mit dem Center gibt es fast nie und wird es vorallem nicht in einem Playoff Duell mit eben Howard, Horford oder Shaq geben, da diese auch noch extrem gute Verteidiger sind. Die Trading Deadline ist abgelaufen und die Celtics haben sich entschlossen, sich lediglich mit dem 1,75m großen Nate Robinson zu verstärken. Nicht grade das Monster, das gegen Shaq und Superman die Bretter abräumt…