Das vielleicht beste Team der NBA, die Los Angeles Lakers, sind nur wenige Spiele vor Beginn der Playoffs in einer kleinen Krise. Das Team um Kobe Bryant, das eigentlich NBA-Champion 2010 werden muss, verlor nun sogar zuhause gegen die New Orleans Hornets, die weit entfert von einer Playoffteilnahme sind. Wenige Tage zuvor gab es eine Klatsche bei den Oklahoma City Thunder, zwischenzeitlich stand es 80:47 für Kevin Durant & Co., während Kobe nur noch kopfschüttelnd über seine 9 Turnover haderte. Und auch vergangene Nacht setzte es eine deutliche Niederlage bei den Atlanta Hawks.
Der Westen ist allerdings so stark besetzt, dass die Lakers von der ersten Playoff-Runde an 100% geben müssen.Der erste Platz in der Western Conference ist ihnen zwar kaum mehr zu nehmen, allerdings können die L.A. Lakers mit so einer Leistung auch sofort in der ersten Runde rausfliegen, in der entweder die Portland Trail Blazers, die San Antonio Spurs oder eben die OKC Thunder hochmotiviert darauf warten, die großen Lakers auszuschalten. 9 Turnover bei 11 Punkten und einer katastrophalen Wurfquote darf einem Kobe Bryant, der der beste Basketballer der Welt sein will, nicht passieren, schon gar nicht in dieser Phase. Dadurch, dass die Lakers Basketball nicht als Team spielen und eine der schlechtesten Assist-Quoten der Liga haben, ist es natürlich umso schlimmer, wenn die Einzelspieler wie Kobe einen schlechten Tag erwischen.
Vorallem müssen Phil Jackson und sein Trainerstab nun die Stimmung im Team retten, denn grade mit Spielern wie Kobe, Ron Artest oder Lamar Odom kann diese sehr schnell kippen, was die Lakers-Saison schneller beenden könnte, als man denken mag.
Vergangene Nacht mussten auch die Chicago Bulls in ihrem United Center erkennen, dass die Dallas Mavericks zur Zeit wohl niemand aufhalten kann. 122:116 gewannen die Mavs ihr 11. Spiel in Folge, wodurch sie ihren zweiten Platz in der Western Conference weiter verteidigen und auf 3 Spiele an die einst in weite Ferne gerückten Los Angeles Lakers herankommen.
Seit dem Trade, der vor einigen Wochen Brendan Haywood und Caron Butler zu den Mavs gebracht hat, sind diese nicht mehr zu stoppen. Aber liegt es wirklich nur an diesem Trade? Denn die 11 Siege waren nicht irgendwelche Teams, sondern unter Anderem gegen die Lakers, die Phoenix Suns, in Orlando oder Atlanta – alles Top Teams, mit denen es ein Wiedersehen in den Playoffs geben könnte.
Mit Butler haben die Mavs eine gefährliche Option mehr im Offense und gleichzeitig einen guten Verteidiger bekommen. Haywood unterstützt Erick Dampier beim Abräumen der Bretter und Rodrigue Beaubois spielt sich langsam in den Vordergrund. Der 1.83m kleine Rookie steht plötzlich in der Starting Five, blockt in der Defense Spieler wie Brad Miller, die gefühlte 5 Köpfe größer sind als er und erzielt dazu in den letzten 3 Spielen 21 Punkte im Schnitt. Und sonst gibt es da ja immer noch All-Stars wie Dirk Nowitzki, Jason Kidd, Shawn Marion oder den Best 6th Man der vergangenen Saison, Jason Terry.
Der Kader der Dallas Mavericks ist so stark geworden, dass sie den Denver Nuggets und Los Angeles Lakers im Westen durchaus Konkurrenz machen können. Die Defense der Mavs hat sich so verbessert, dass sie nichtmal mehr 100 Punkte pro Spiel kassieren und vielleicht werden Dirk Nowitzkis Titelträume in diesem Jahr ja doch noch wahr und die Mavs werden mit Butler und Haywood tatsächlich NBA Champion 2010.
Was für ein Spiel. Da ist das vielleicht schlechteste NBA Team aller Zeiten, die New Jersey Nets, zu Gast beim Titelkandidat, den Boston Celtics. Die Saison geht dem Ende entgegen und die Nets haben ganze 5 Spiele gewonnen und 52 verloren und wer geht als Sieger vom Feld? Die Nets, was für ein Witz! Und bereits 2 Tage zuvor verloren die Celtics mit 20 Punkten ihr Heimspiel gegen die Cleveland Cavaliers.
Was ist mit den Boston Celtics passiert, die vor kurzem noch mein Favorit als NBA-Champion 2010 waren? Sie haben immer noch einen der besten Kader der NBA, vielleicht sogar den Besten. Ohne Ende Scorer, wie Paul Pierce, Kevin Garnett oder Ray Allen, die ein Spiel mal eben im Alleingang entscheiden können und dazu sehr erfahren sind. Rasheed Wallace, Rajan Rondo – beides klasse Spieler, die bereits All-Stars waren. Kendrick Perkins spielt eine solide Saison unter dem Korb und von der Bank kommen Spieler wie Marquis Daniels, Tony Allen, Slam Dunk Champion Nate Robinson oder eben Rasheed Wallace. Wie kann so ein Team überhaupt verlieren? Und dann auch noch zu Hause gegen eine frustrierte Mannschaft voll Spielern, deren Namen mal grade ihr eigener Coach weiß.
Die Bilanz der Celtics ist momentan mit 36-21 natürlich nicht schlecht, aber zur Zeit würde es nur für den vierten Platz in der Eastern Conference reichen, der ihren 3 größten Konkurrenten, Atlanta, Orlando und Cleveland Heimrecht im siebten Spiel einer Playoff-Serie geben würde.
Woran liegt es nun, dass ein Team mit sehr vielen guten Scorern nicht an der Ligaspitze steht? An der Defense sollte man denken… Doch falsch gedacht, denn die Celtics sind das beste Defense Team der NBA, kein Team kassiert weniger Punkte pro Spiel als Boston. Es gibt nur einen Unterschied zwischen den Boston Celtics im Vergleich zu den anderen Top Teams der Liga, vorallem denen der Eastern Conference: Dwight Howard, Al Horford und Shaquille O’Neal – die Center! Kendrick Perkins spielt zwar solide, kann allerdings mit keinem dieser 3 All-Stars mithalten. Dadurch ist das Spiel der Celtics sehr auf die Außenspieler fixiert und selbst Garnett bringt den Ball viel seltener ans Brett, als noch vor einiger Zeit. Daher haben die Celtics im Offense meist nur die Option schiessen oder zum Korb ziehen, ein Inside Game mit dem Center gibt es fast nie und wird es vorallem nicht in einem Playoff Duell mit eben Howard, Horford oder Shaq geben, da diese auch noch extrem gute Verteidiger sind. Die Trading Deadline ist abgelaufen und die Celtics haben sich entschlossen, sich lediglich mit dem 1,75m großen Nate Robinson zu verstärken. Nicht grade das Monster, das gegen Shaq und Superman die Bretter abräumt…
Die Oklahoma City Thunder setzen ihre Siegesserie auch gegen eines der Top-Teams der Eastern Conference, die Atlanta Hawks, fort. Thunder All-Star Kevin Durant überschritt dabei erneut die 30 Punkte Marke, wodurch er seinen Schnitt auf 29,7 Punkte pro Spiel hebt. Damit überholt er nach Kobe Bryant auch LeBron James und führt nun, gemeinsam mit Carmelo Anthony von den Denver Nuggets, die NBA im Scoring an. Durant bestätigt durch seine Leistung die Nominierung zum All-Star Game und rückt auch nicht nur immer weiter in den engsten Kreis der MIP Kandidaten, denn wer NBA-Topscorer ist und in einem Atemzug mit Kobe, LeBron und Melo genannt wird, der muss auch langsam für die MVP Wahl in Betracht gezogen werden.
Beim gestrigen Sieg in Oklahoma City wurde Durant mal wieder vom wohl athletischsten Point Guard in der NBA, Russell Westbrook, unterstützt. 12 Punkte, darunter 2 extrem spektakuläre Dunks, 9 Rebounds und 9 Assists erzielte der 21-jährige Aufbauspieler.
Weder Josh Smith’ 1000ter Block seiner Karriere, noch die 37 Punkte vom All-Star auf Seiten der Hawks, Joe Johnson, konnten die Thunder letztlich am 106:99 Erfolg über Atlanta hindern. Der zweite All-Star in Reihen der Hawks, Al Horford, kam nur auf 14 Punkte und 5 Rebounds.
Durch diesen Sieg verteidigen die Thunder ihren 8. Platz in der Western Conference und es sieht ganz so aus, als könnte sich das junge Team tatsächlich für die NBA Playoffs 2010 qualifizieren.
Was ist nur mit den Boston Celtics los? In der ersten Saisonhälfte mussten Sie immer wieder ohne Stars wie Kevin Garnett auskommen, Rajan Rondo spielte sich dafür in der Zeit zum All-Star und die Celtics waren zusammen mit den Cleveland Cavaliers an der Spitze der Eastern Conference. Vor einigen Wochen noch waren sie mein absoluter Favorit als NBA Champion 2010. Und nun, wo sie endlich wieder vollzählig sind, mit einem Kader von dem viele Teams nur träumen dürfen, da verlieren Sie ein wichtiges Spiel nach dem anderen und liegen inzwischen bereits 6 Siege hinter dem Tabellenführer der Eastern Conference, den Cavs.
Vergangene Nacht waren die Celtics zu Gast bei ihrem diesjährigen Angstgegner, den Atlanta Hawks. Und es schien, als müsste All-Star Paul Pierce allein gegen alle Hawks antreten. 35 Punkte erzielte Pierce, Ray Allen kam auf 9, Rajan Rondo und Rasheed Wallace auf grade einmal 6 Punkte. Die Atlanta Hawks scheinen dabei im Gegensatz zu den Celtics immer stärker zu werden, auch sie haben mit Al Horford und Joe Johnson zwei Spieler in ihren Reihen, die beim diesjährigen All-Star Game dabei sind. Und eben dieser Joe Johnson schoss in der entscheidenden Phase des Spiel sämtliche Lichter in der Phillips Arena aus. 16 seiner 27 Punkte erzielte er im letzten Viertel, unterstützt wurde er dabei vom wohl besten 6th man der NBA, Jamal Crawford, der 28 Punkte von der Bank brachte, darunter ein spektakulärer Buzzer Beater von der Mittellinie.
Durch diesen Sieg steht es im direkten Duell zwischen den Hawks und den Celtics 4-0 für Atlanta. Wenn das mal kein klares Zeichen dafür ist, wer eine Best-of-Seven Serie in den Playoffs gewinnen kann, vorallem da die Hawks durch die direkten Siege nun in der Tabelle an den Celtics vorbeigezogen sind und im Aufeinandertreffen in den Playoffs im entscheidenden siebten Spiel Heimrecht hätten…
Zwei echte Topspiele hatte die vergangene Nacht zu bieten: Zum Einen das Topspiel im Osten, in dem die Orlando Magics sich für die Niederlage an Weihnachten gegen die Boston Celtics revangieren wollten und zum Anderen das Duell zweier ehemaliger Teamkollegen und guten Freunde: Steve Nash und Dirk Nowitzki.
Dank ihres überragenden Forwards Rashard Lewis gelang es den Magics tatsächlich, das Duell mit den Boston Celtics in den Schlussminuten noch für sich zu entscheiden. 23 Punkte erzielte Lewis insgesamt, darunter auch den Gamewinner zum 96:94. Dwight Howard kam auf 19 Punkte, Topscorer der Celtics war Ray Allen mit 20.
Durch diesen Sieg sind die Magics in der Eastern Conference nun fast gleichauf mit den Atlanta Hawks und den Boston Celtics, während die Cleveland Cavaliers mit inzwischen schon 5 Siegen Vorsprung immer weiter davonziehen.
Im US Airlines Center konnte Steve Nash mit seinen Phoenix Suns seinen alten Teamkameraden Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks 112:106 schlagen, dabei erzielte er sogar die wohl spielentscheidende Punkte gegen Dirk. Insgesamt erzielte Nash 19 Punkte und verteilte 11 Assists, Dirk Nowitzki kam ebenfalls auf 19 Punkte. Die Dallas Mavericks stehen somit unverändert auf dem dritten Platz der Western Conference, 5 Spiele hinter den führenden Los Angeles Lakers.
Am 13. Februar werden Steve Nash und Dirk Nowitzki beim diesjährigen All-Star Game mal wieder im gleichen Trikot als Mitspieler auflaufen und das sogar vor dem damals heimischen Publikum… in Dallas.
Die San Antonio Spurs empfingen vergangene Nacht den Drittplatzierten aus der Eastern Conference, die Atlanta Hawks. Joe Johnson erzielte 31 Punkte für seine Hawks, Jamal Crawford brachte 25 von der Bank. Doch kein Spieler der Hawks war in der Lage, Tim Duncan unter den Brettern aufhalten. 21 Punkte, 6 Assists und unglaubliche 27 Rebounds holt der Big Man der San Antonio Spurs, der im Februar zusammen mit Steve Nash, Amare Stoudamire, Carmelo Anthony und Kobe Bryant die Starting 5 der Western Conference beim All-Star Game in Dallas bilden wird.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit jagte Point Guard Tony Parker den Fans im AT&T Center jedoch einen gewaltigen Schrecken ein. Auf dem Weg zum Korb knickt er mit seinem linken Fuß um und mußte vom Feld getragen werden. Beim anschließenden Röntgen wurde jedoch festgestellt, dass seine Bänder glücklicherweise nicht gerissen sind und Tony Parker seinen Spurs wohl schon bald wieder zur Verfügung stehen wird.
Die Atlanta Hawks werden heute Nacht sicher nach Orlando schauen, wenn ihre beiden direkten Konkurrenten in der Eastern Conference aufeinander treffen. Die Boston Celtics werden bei den Orlando Magics zu Gast sein und müssen dieses Aufeinandertreffen unbedingt gewinnen, wollen sie tatsächlich noch den Anschluss zum Tabellenführer, den Cleveland Cavaliers, halten. In dieser Saison sind die Top Teams der Eastern Conference so stark, wie lang nicht mehr. Cleveland, Boston, Orlando und Atlanta werden die ersten vier Plätze wohl unter sich ausmachen. Die Cleveland Cavaliers haben allerdings erst 3 ihrer 21 Heimspiele verloren und die Tabellenführung am Saisonende wäre gleichbedeutend mit dem Heimrecht in jedem entscheidenden siebten Spiel bis zu den Conference Finals. Wollen Rajan Rondo und die Boston Celtics also tatsächlich in die NBA Finals 2010, so muss nicht nur heute Nacht ein Sieg her, denn eine Best-of-Seven Serie mit dem entscheidenden Spiel in Cleveland würde für die Celtics nur sehr sehr schwer zu gewinnen sein.
Die Atlanta Hawks scheinen in dieser Saison der absolute Angstgegner der Boston Celtics zu sein. Nachdem die Celtics bereits die ersten beiden Aufeinandertreffen in dieser Saison verloren hatten, mussten sie sich gestern in ihrem TD Garden erneut den Hawks um Joe Johnson geschlagen geben. Dieser erzielte 36 Punkte und traf dabei 5 seiner 7 Dreier. Die Boston Celtics, die ohne Rasheed Wallace und Kevin Garnett auskommen mussten, verspielten eine 10 Punkte Führung nach einem unsportlichen Foul von Glen Davis, mit dem Coach Doc Rivers überhaupt nicht einverstanden war. Einige Sekunden später fand sich Boston’s Trainer auf der Tribüne wieder. Ohne ihren Coach fehlten den Celtics in den letzten Minuten eines sehr knappen Spiels die Nerven und so sorgte Jamal Crawford kurz vor Schluss für den 102:96 Endstand und die damit verbundene 3-0 Bilanz im direkten Duell seiner Hawks mit den Boston Celtics.
Topscorer der Celtics war mal wieder Rajan Rondo mit 26 Punkten, Paul Pierce kam auf 19 und Ray Allen auf 16 Punkte. Die Hawks rücken durch den Sieg bis auf ein Spiel an die drittplatzierten Orlando Magics heran, während die Boston Celtics ihren Spitzenplatz in der Eastern Conference an die Cleveland Cavaliers abgeben mussten.