Denken wir mal einige Jahre zurück… in die Zeit, als der Beste, den es je gab und wohl jemals geben wird, in die NBA kam, sie beherrschte und veränderte. Michael Jordan war nicht nur beste Basketballer, er war es auch, der den Markt für Basketballschuhe wirklich ins Rollen brachte. Sein erster eigener Schuh, der Air Jordan I sorgte aufgrund seiner Farbe für Aufsehen und wurde damals von der NBA verboten. Angeblich musste MJ für jedes Spiel, in dem er mit den bunten Schuhen auflief, 50.000 $ Strafe zahlen, bekam jedoch von Hersteller Nike 100.000 $ für jedes Spiel, in dem er sie trug. Klingt komisch, aber bis heute ist der Air Jordan der wahrscheinlich meist verkaufteste Basketballschuh der Welt, vielleicht auch grade dank der Sperre durch die NBA.
Nun wurde vor einigen Tagen erneut ein Schuh von der NBA verboten. Natürlich nicht wegen zu bunten Farben, aber wegen nicht erlaubten Vorteilen, für die dieser Schuh sorgen soll. Die sogenannten Athletic Propulsion Labs sollen einen ohne jegliches Training einfach so 10cm höher springen lassen. Grund dafür sei eine spezielle Technik, die offensichtlich auf einer Art Glibber in der Schuhsohle beruht und die Energie, die beim Auftreten gespeichert wird, beim Absprung wie eine Federung freisetzt. Jeder Basketballer unter uns weiß, was 10cm mehr Sprungkraft für sein Spiel bedeutet, völlig gleich ob er 1,70m oder 2,10m groß ist.
Das wissen wohl auch die Herren von Athletic Propulsion Labs und verlangen satte 300$ für ihren Wunderschuh. Bestellen kann man ihn über www.athleticpropulsionlabs.com, jedoch nur aus den USA. Ist es ein Marketing-Gag, der durch den Ban der NBA weiter angeheizt wird oder steckt da wirklich etwas Wahres hinter? Und falls ja, bietet der Schuh trotzdem ausreichend Halt, um ihn nicht nur zum Springen, sondern auch für den Rest eines Basketballspiels benutzen zu können? Falls ein Leser unter Euch weilt, dem dieses Experiment 300$ und Transportschwierigkeiten wert war, ist er herzlich eingeladen, seine Erfahrungen hier zu teilen.