Testspiel zwischen Serbien und Griechenland eskaliert

August 22nd, 2010

Es war alles andere als schön, was sich am Donnerstag im WM-Vorbereitungsspiel zwischen Griechenland und Serbien in Athen abspielte. Ein bis dato knappes Spiel artete beim Stand von 74:73 komplett aus und wurde abgebrochen.

Angefangen hatte die Massenschlägerei mit einem Konflikt zwischen dem Griechen Antonios Fotsis und dem Serben Milos Tedosic, sie spielen in der regulären Saison bei den verfeindeten griechischen Erstligisten Olympiakus Piräus und Panathinaikos Athen. Nach einem Foul im Wurf begannen sich die beiden Spieler zu schlagen und zu bespucken, wenig später taten es ihnen beide Teams inklusive Betreuerstab gleich. Die wohl größte Dummheit und überflüssigste Aktion in dieser Rudelbildung kam dann vom NBA Profi Nenad Krstic. Der normalerweise ruhige und erfahrene Center der Oklahoma City Thunder packte sich einen Stuhl, warf ihn in die Menge und verletzte einen griechischen Ersatzspieler damit am Kopf (s. Video 2:02 Minuten). Beim Verlassen der Halle wurden die Spieler völlig zurecht von den Fans mit Allem beschmissen, was nicht festgenagelt war. Mit Basketball hatte das bei Weiten nichts mehr zutun, dank zahlreicher Kameras werden die Übeltäter in der kommenden Woche wohl bis in die Weltmeisterschaft hinein gesperrt werden.

Die deutschen Basketballer können über dieses Affentheater möglicherweise schmunzeln, denn einer ihrer Gruppengegner ist eben Serbien, die wohl zumindest ihren Center und NBA Star Nenad Krstic für das Aufeinandertreffen mit den Deutschen vergessen können.

Shaq kann es nicht lassen

August 8th, 2010

Ist es, weil Kobe Bryant seit Juni diesen Jahres einen Ring mehr hat als er, weil er es in seinen bisher 1170 NBA Spielen “nur” auf Platz 5 der All-time Scoring list geschafft hat und auch dort aller Vorraussicht nach noch von Kobe überholt wird oder weil er einfach nicht ohne den ganz großen Rummel leben kann? Shaquille O’Neal, 38 Jahre, 4-facher NBA Champion, einst gefürchtet als dominantester Spieler, den die Liga je gesehen hat, unterschreibt einen 2-Jahres-Vertrag bei den Boston Celtics.

Es wäre vergangene Saison wahrscheinlich das Karriereende seiner Träume gewesen, an der Seite von der neuen Dominanz in Person, LeBron James, gegen die Los Angeles Lakers in die NBA Finals einzuziehen und dort über Kobe Bryant und Phil Jackson zu triumphieren, der fünften Ring mit nach Hause zu nehmen, während Kobe nur 4 hat und alles wäre gut in der Welt des Diesel. Blöd nur, dass auf dem Weg in die NBA Finals 2010 noch die Boston Celtics standen und den Titelträumen von James, Shaq und ganz Cleveland einen Strich durch die Rechnung machten. Und dann muss der stolze Shaq von zuhause mit ansehen, wie diese Celtics auch noch gegen sein ehemaliges Team, die L.A. Lakers, die Finalserie verlieren und Kobe Bryant auf der Pressekonferenz stolz verkündet, er hätte nun “one more than Shaq”…


Aber nimmt das einen 38-jährigen Mann wie Shaquille O’Neal, der sich ja offiziell schon längst mit seinem Rivalen Bryant versöhnt hat, wirklich noch so sehr mit, dass er unbedingt ein bzw. zwei Jahre dranhängen muss? Den Respekt jedes NBA Spielers und wahrscheinlich jedes Basketballers auf diesem Planeten hat er längst sicher, jeder weiß, dass er unstoppable war und die Liga dominiert hat wie kaum ein Anderer. Shaq hat mit den Besten gespielt und gegen die Besten gewonnen. Auch der Rummel um seine Person und das Rampenlicht allgemein würde ihm ohne NBA wohl kaum fehlen, immer wieder spielt er in Filmen mit, dreht seine eigene Serie, lässt hier und da seine Sprüche fallen und übersehen wird der 2,16m Koloss sowieso nicht. Er scheint seine Karriere also wirklich unbedingt mit einem Titel beenden zu wollen und nachdem LeBron James zu den Miami Heat gewechselt ist, kommt Cleveland dafür definitiv nicht mehr in Frage.

Die Boston Celtics, die ohnehin schon das wohl erfahrenste Team der Liga waren, haben sich nun mit Jermaine O’Neal und Shaquille O’Neal zwei weitere Veteranen ins Team geholt, die dieses Jahr den Unterschied ausmachen sollen. Und noch vor wenigen Jahren hätte ein Team bestehend aus Kevin Garnett, Shaq und Jermaine O’Neal definitiv jedes Brett und vermutlich auch jedes Spiel in der NBA beherrscht. Dazu die Vertragsverlängerung von Ray Allen und der ewige Celtic Paul Pierce – Das Team um Coach Doc Rivers kann sich auch in der kommenden Saison sehen lassen und vielleicht reicht es ja für Shaq und sein neues Team, um die übermächtigen Miami Heat auszuschalten und sich für die Finalspleite aus diesem Jahr bei Kobe und den Lakers zu revanchieren.

Andernfalls wird Shaq sich wohl tatsächlich mit vier Meisterschaftsringen “abfinden müssen”, denn allzu lang wird sein Körper auch keine 20 Minuten pro Spiel mehr durchhalten. Irgendwann geht auch die Zeit eines Shaquille O’Neals vorbei und es kommen Spieler wie Dwight Howard, die ihn normalerweise nach Strich und Faden auseinander nehmen und mit ihm den Hallenboden wischen müssten.

Man darf sich auf jeden Fall auf einige heiße Begegnungen in der kommenden Saison freuen, denn auch im Duell mit den Miami Heat trifft Shaquille O’Neal auf 2 seiner stärksten Weggefährten, LeBron James und auch Dwayne Wade, an dessen Seite er sich 2006 seine vierte NBA Championship sicherte.

Vom Stern am NBA Himmel zum Pokermillionär

August 7th, 2010

Der Name Doyle Brunson wird den meisten Basketballern nichts sagen. Kein Wunder, denn der einst als zukünftiger NBA Star gehandelte gehört seit mehreren Jahrzehnten zu den besten Pokerspielern der Welt. Doyle Brunson erlitt im Jahr bevor er das Trikot der damals noch in Minneapolis beheimateten Lakers überstreifen sollte einen schweren Arbeitsunfall, dessen Folgen bis heute noch nicht verschwunden sind. Der Ausnahmeathlet ließ den Kopf nicht hängen und konzentrierte sich auf sein eigentlich nebensächliches Hobby, das Poker spielen.


Inzwischen ist der Mann, der als Erster über eine Million Dollar durch legales Pokern gewann, 66 Jahre alt und kann auf eine aufregende Karriere zurückblicken. Kaum ein Pokerspieler kann so viele Turniersiege vorweisen wie Doyle, der bei Gelegenheit noch heute an Texas Hold em Turnieren teilnimmt. Auch wenn er Basketball seit seiner Jugend nur noch vor dem Fernseher oder von der Tribüne verfolgen konnte, scheint er doch sehr zufrieden, der Unfall war sogesehen wohl das Beste, was ihm passieren konnte und der Grund für die Geburt eines der weltbesten Pokerspieler.

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Juli 25th, 2010

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Im Schatten der Miami Heat

Juli 24th, 2010

Die Verpflichtungen von LeBron James und Chris Bosh stellen zur Zeit jeden anderen Wechsel der Offseason 2010 in den Schatten. Inzwischen steht auch fest, dass Zydrunas Ilgauskas und Mike Miller, einer der gefährlichsten Shooter der NBA, an die Ostküste zu den Miami Heat wechseln werden. Doch was sich sonst noch in der NBA getan hat, wird fast vergessen, denn die Heat sind ja sowieso nicht zu bezwingen… oder doch?

Solange Kobe Bryant das Trikot der L.A. Lakers tragen wird, sind diese auch Anwärter auf die Larry O’Brien Trophy, die sie vor kurzem mal wieder in den Händen hielten. Die Lakers und ihr Coach Phil Jackson wissen, wie man Spiele und Meisterschaften gewinnt und zudem wurde mit Matt Barnes ein erstklassiger Verteidiger unter Vertrag genommen, der, besonders im direkten Duell mit den Miami Heat, Gold wert ist. Dwayne Wade und LeBron James zu stoppen ist die wahrscheinlich schwierigste Aufgabe, vor die man eine Defense stellen kann, aber wenn es ein Team gibt, das dazu in der Lage ist, dann sind das die Lakers. Ron Artest, Kobe Bryant und Matt Barnes sind 3 der besten Verteidiger, die die NBA zu bieten hat und haben gemeinsam die wohl größten Chancen, die Stars der Miami Heat aus dem Spiel zu nehmen. Dazu kommt ein Pau Gasol, der Chris Bosh unter dem Brett überlegen sein wird. Die Lakers werden in der kommenden Saison noch stärker sein als in der abgelaufenen, in der sie bereits NBA Champion wurden und wenn Andrew Bynum endlich seinen Durchbruch schafft und zu einem dominanten Center reift, sind die Lakers Titelfavorit Nr 1.

Und ein weiteres Team aus dem Westen darf auf keinen Fall aus den Augen gelassen werden. In der vergangenen Saison hatten die Denver Nuggets unglaubliches Verletzungspech, weshalb ihnen die Chance auf den Titel dann doch verwehrt blieb. Doch nun ergänzt Al Harrington das ansonsten beisamen gebliebene Team der Nuggets und wird mit Spielern wie Carmelo Anthony, Kenyon Martin, Nene oder Chris Andersen einen der stärksten Frontcourts der Liga bilden. Im Backcourt der Nuggets haben sich Arron Afflalo und Ty Lawson, auch durch die Verletzungsmisere der anderen Spieler bedingt, enorm weiterentwickelt und werden hinter Chauncey Billups und J.R Smith für viel Tempo und Gefahr von der Bank sorgen. Bleiben die Nuggets weitesgehend von Verletzungen verschont, gehören sie neben Lakers und Heat auf jeden Fall zu den Titelanwärtern.

Doch nicht nur Westen rüstet weiter auf, auch in der Eastern Conference werden die Miami Heat Konkurrenz bekommen. Die Boston Celtics konnten Jermaine O’Neal, der vergangene Saison noch das Trikot der Heat trug, verpflichten und außerdem die Verträge von Ray Allen und Paul Pierce verlängern. Die Orlando Magic nahmen Quentin Richardson unter Vertrag und konnten ihren Shooter J.J. Reddick in Florida halten. Mit Ausnahme von Matt Barnes, der eben zu den Lakers wechselt, ist das gesamte Team beisamen geblieben. Die namenhafteste Verpflichtung, nach denen der Miami Heat, gelang jedoch den New York Knicks. Obgleich die meisten Knicks Fans wohl eher von LeBron im NYK Jersey geträumt hatten, ist Amar’e Stoudemire eine erstklassige Verstärkung, vorallem für das nicht grade verwöhnte Publikum der Knickerbockers. Außerdem konnten die Knicks Point Guard Raymond Felton und Power Forward Runny Turiaf verpflichten. Wenn Tracy McGrady nun noch weitermacht und das neue Team zueinander findet, könnte trotz des Abgangs von David Lee im Madison Square Garden vielleicht sogar bald wieder Playoff Basketball gespielt werden…

LeBron James wechselt zu den Miami Heat

Juli 16th, 2010

Die wohl spektakulärste Off-Season der letzten Jahre beginnt gleich mit einer Sensation. Top Free-Agent LeBron James gab vergangene Woche während einer TV-Show live bekannt, dass er für die nächsten 5 Jahre nach Florida, zu den Miami Heat, wechseln wird. King James spielte 7 Jahre für die Cleveland Cavaliers, die in im NBA Draft 2003 an erster Stelle auswählten, schaffte es dort allerdings nie, NBA-Champion zu werden.

Das soll sich nun ändern, denn in der kommenden Saison wäre alles Andere als der Titel eine riesen Enttäuschung für LBJ und sein neues Team. Denn neben LeBron wechselt nicht nur sein ständiger Begleiter Zydrunas Ilgauskas nach Miami, sondern außerdem noch All-Star Chris Bosh von den Toronto Raptors, der mit LeBron und Dwayne Wade das wohl beste Trio bilden wird, das seit Langem in der NBA zusammen aufläuft.

Die Offseason der Miami Heat erinnert doch schon stark an die der Boston Celtics vor 3 Jahren, als der ewige Star Paul Pierce endlich die lang ersehnte Unterstützung durch Ray Allen und Kevin Garnett bekam und schließlich auch NBA-Champion wurde. Allen und Garnett kamen nach Boston, stellten allerdings sofort unmissverständlich klar, dass die Celtics das Team von Paul Pierce sind und Pierce deswegen der Kapitän und Anführer des Teams ist. Wie genau das in Miami ablaufen wird, bleibt noch abzuwarten, denn die Heat sind auch definitiv das Team von Dwayne Wade, der bereits 2006 an der Seite von Shaquille O’Neal das holte, was LeBron in der vergangenen Saison erneut verwehrt blieb – den Titel. LeBron wird sich unterordnen müssen und an das Zusammenspiel mit Dwayne Wade gewöhnen, der, ähnlich wie LBJ, ständig den Weg zum Korb sucht. Beides sind Spieler, die den Ball in ihren Händen brauchen, um ihr Spiel zu spielen und gäbe es eine Statistik für den durchschnittlichen Ballbesitz pro Spiel, LeBron und Wade würden sie vermutlich anführen. Dazu kommt noch ein ausgezeichneter Spieler wie Chris Bosh, der den Ball in- und außerhalb der Zone fordern wird. Was man jedoch nicht vergessen sollte ist, dass sowohl Wade, als auch LeBron James und Chris Bosh völlig unabhängig von ihren Offensivfähigkeiten und ihrem Zusammenspiel auch sehr starke Verteidiger und auch Rebounder sind, die, mit Ausnahme von Kobe Bryant und Dwight Howard, wohl jeden Gegenspieler der Liga kontrollieren und ausschalten können.

Gelingt es Eric Spoelstra, um diese 3 Genies ein Team zu formen, das miteinander spielt, werden die Heat nahezu unschlagbar sein, ansonsten könnte es auch ziemlich in die Hose gehen, denn fast jede Niederlage ist für ein Team, in dem Wade, James und Bosh spielen eine Blamage.

Zur Zeit besteht der Kader der Miami Heat aus 6 Spielern: Neben Ilgauskas, James, Bosh und Wade werden in der kommenden Saison Point Guard Mario Chalmers und Forward Udonis Haslem für die Heat auflaufen. Nun gilt es, diesen Kader clever zu ergänzen und Spieler zu finden, die bereit sind, sich den 3 Stars komplett unterzuordnen. Derek Fisher lehnte beispielsweise ein Angebot der Miami Heat ab und wird auch in den kommenden Jahren vermutlich das Trikot der Los Angeles Lakers tragen.

NBA Draft 2010 – Tibor Pleiß gedraftet

Juli 2nd, 2010

Vor gut einer Woche fand im Madison Square Garden die diesjährige NBA Draft statt. In 2 Runden wurden die Rechte an insgesamt 60 Spielern aus aller Welt festgelegt, überraschender Weise auch die, eines Deutschen…

Die Top Picks der NBA Draft 2010 brachten keine große Überraschung mit sich. Wie erwartet wurde Kentuckys Point Guard John Wall von den Washington Wizards an erster Stelle gedraftet, gefolgt vom Ohio State Buckeye Evan Turner, der kommende Saison für die Philadelphia 76ers auflaufen wird. Der Rechte für den athletischen Power Forward Derrick Favors sicherten sich die New Jersey Nets mit dem dritten Pick.

Der erste Pick der zweiten Draftrunde, Pick Nr. 31, gehörte ebenfalls den New Jersey Nets, die völlig überraschend den 20-jährigen Kölner Tibor Pleiß auswählten und diesen anschließend zu den Oklahoma City Thunder tradeten. Pleiß spielte sich vor einigen Jahren im NBBL Team der Köln 99ers ins Rampenlicht und wechselte vor der vergangenen Saison zu den Brose Baskets Bamberg, mit denen er Deutscher Meister und Pokalsieger wurde. Der 2,15m große Center erzielte für Bamberg im Schnitt 8 Punkte und knapp 6 Rebounds pro Spiel und war zudem bester Shotblocker der Liga.

Übersicht der ersten Runde der NBA Draft 2010:

Nr Team Spieler Pos.
1. Wizards John Wall PG
2. 76ers Evan Turner SG
3. Nets Derrick Favors PF
4. Timberwolves Wesley Johnson SF
5. Kings DeMarcus Cousins C
6. Warriors Ekpe Udoh PF
7. Pistons Greg Monroe PF
8. Clippers Al-Farouq Aminu SF
9. Jazz Gordon Hayward SF
10. Pacers Paul George SF
11. Hornets Cole Aldrich C
12. Grizzlies Xavier Henry SG
13. Raptors Ed Davis PF
14. Rockets Patrick Patterson PF
15. Bucks Larry Sanders PF
16. Timberwolves Luke Babbitt SF
17. Bulls Kevin Seraphin PF
18. Thunder Eric Bledsoe PG
19. Celtics Avery Bradley SG
20. Spurs James Anderson SG
21. Thunder Craig Brackins PF
22. Trail Blazers Elliot Williams SG
23. Timberwolves Trevor Booker PF
24. Hawks Damion James SF
25. Grizzlies Dominique Jones SG
26. Thunder Quincy Pondexter SF
27. Nets Jordan Crawford SG
28. Grizzlies Greivis Vasquez SG
29. Magic Daniel Orton C
30. Wizards Lazar Hayward SF

Lakers NBA Champion 2010

Juni 18th, 2010

Nach einem 3:2 Rückstand in den NBA Finals haben die L.A. Lakers es letzte Nacht doch geschafft, die Best-of-Seven Serie zu drehen und 4:3 zu gewinnen. Mit einem 83:79 Sieg über die Boston Celtics holten sich die Lakers in Spiel 7 den zweiten Meistertitel in Folge und den 16. insgesamt. Damit fehlt den Lakers nur noch ein Titel, um mit dem Rekordmeister – den Boston Celtics – gleichzuziehen.

In Spiel 7 war es vor allem die Dominanz unter den Brettern, die den Lakers trotz grausamer Wurfquote genug Chancen gab, das Spiel letztendlich doch noch zu gewinnen. Angeführt von Pau Gasol griffen sich die Lakers insgesamt 23 Offensivrebounds, das direkte Duell zwischen Gasol und Garnett gewann mal wieder der Spanier. KG holte sich magere 3 Rebounds und hat es zu keiner Zeit geschafft, Pau Gasol zu kontrollieren (19 Punkte, 18 Rebounds). Ärgerlich, dass auf Seiten der Celtics an so einem Tag auch noch Starting Center Kendrick Perkins ausfiel, nachdem er sich in Spiel 6 am Knie verletzt hatte.

Kobe Bryant erwischte zwar mit 6 von 24 Feldwürfen und 0 von 6 Dreiern einen eher katastrophalen Abend, erzielte aber schließlich noch 23 Punkte und 15 Rebounds und wurde natürlich auch Finals MVP. Für Kobe ist es sein insgesamt fünfter Championship Ring und damit nun auch endlich “one more than Shaq”…

Während die Lakers jetzt in Ruhe feiern können und Kobe seinen Vertrag eh schon vorzeitig verlängert hat, beginnt eine der wohl spannendsten Offseasons seit Langem. Spieler wie Dwayne Wade, Chris Bosh oder Amare Stoudamire sind in diesem Sommer Free Agents, also ohne Vertrag, und können daher von jedem Team verpflichtet werden, das genügend Platz unter seinem Salary Cap hat. Im Mittelpunkt der Offseason 2010 steht allerdings LeBron James, dessen Vertrag ebenfalls ausgelaufen ist und der sich eventuell auch auf die Suche nach einem neuen Team machen wird.

Großer Gewinner der Offseason könnten die Oklahoma City Thunder werden. Zwar werden LeBron oder Wade wohl kaum nach Oklahoma wechseln, aber deren Schwächen liegen ja sowieso auf der Center Position. Wer ganz nach oben will, kann nicht einen Nenad Krstic zum Tip-Off schicken. Sollte es dem Management der Thunder gelingen, Amare Stoudamire oder Chris Bosh unter Vertrag zu nehmen, gehören sie in der nächsten Saison ohne Frage zu den besten Teams der Liga.

Es bleibt diesen Sommer auf jeden Fall auch ohne Ball spannend in der NBA. In ca. einer Woche findet zunächst die NBA Draft statt.

Sommer – Die Offseason

Juni 16th, 2010

Mit Ausnahme der Celtics und der Lakers befindet sich nahezu jeder Basketballer zur Zeit in der Offseason. Dazu kommt meist das schöne Wetter, sodass einst gesteckte Trainingsziele leicht in Vergessenheit geraten. Zwar beginnt mit der Offseason und dem guten Wetter normalerweise auch die Streetballsaison, doch diese Zeit ist für Basketballer die wohl Beste, um sich nicht nur spielerisch, sondern auch körperlich weiterzuentwickeln, denn während der Saison bleibt dafür nur selten Zeit. Doch häufig fehlt in der Offseason auch der Coach und somit die klaren Anweisungen, denn nicht jeder ist in der Lage, sich ein perfekt abgestimmtes Trainingsprogramm selbst zu erstellen. Dafür gibt es bei Traiwi die Möglichkeit, sich diese Sorgen von professionellen Sportwissenschaftlern ganz einfach online abnehmen zu lassen. Für den kommenden Sommer auf jeden Fall einen Versuch wert, da man es vorerst auch mit einem 2-wöchigen Testaccount ausprobieren kann.

Das ewige Duell

Juni 3rd, 2010

Heute Nacht beginnen die NBA Finals, wenig überraschend kommt der Champion der Western Conference, wie auch in den letzten beiden Jahren, aus Los Angeles. Kobe Bryant zieht mit seinen Lakers nun schon zum siebten Mal in seiner Karriere in die NBA Finals ein und trifft, wie bereits 2008, auf den ewigen Rivalen der Lakers, die Boston Celtics. Historische Duelle zwischen diesen Teams und den besten Spielern der NBA-Geschichte gab es reichlich und auch nun stehen sich zwei Spieler in den Finals gegenüber, die seit über einem Jahrzehnt das Aushängeschild ihres Clubs sind. Das ersehnte Duell in den NBA Finals zwischen LeBron James und Kobe Bryant wird es mal wieder leider nicht geben, stattdessen wird es Paul Pierce sein, der sich mit dem vielleicht besten Spiel der Welt in maximal 7 Spielen messen muss und versucht, den 18. Titel für seine Franchise zu sichern.

Dass Boston das Potential hat, nach 2008 erneut die Lakers in einer Best-of-Seven Serie zu bezwingen, steht außer Frage. Denn trotz einer nicht wirklich tollen Saison und einer schlechten Ausgangsposition für die Playoffs (Platz 4 der Eastern Conference) haben sie die Cleveland Cavaliers um eben diesen LeBron James geschlagen und auch die Orlando Magic in den Conference Finals bezwungen.

Neben den vielen Optionen im Offense der Celtics wird den Lakers besonders eine Position große Sorgen bereiten. Soviel mancher auch von Derek Fisher als gefährlichem Shooter halten mag, er ist definitiv nicht in der Lage, sein Gegenüber Rajan Rondo zu verteidigen. Und dieser Rajan Rondo hat sich eben in den letzten 2 Jahren so unglaublich verbessert, dass er sowieso kaum zu stoppen ist, erst recht nicht von einem viel zu langsamen Derek Fisher. Und wenn auf Rondos Penetration die Hilfe kommt und sie wird und muss kommen, dann hat er eben dieses unglaublich gute Auge und die Fähigkeit, den Ball exakt in die Hände eines Ray Allen, Paul Pierce, Kevin Garnett, Rasheed Wallace, …… zu legen. Alles Spieler, die aus dem 1on1 schon schwer zu verteidigen sind. Doch so gefährlich Boston Offense auch aussieht, in den Finals stehen sie vorallem auch wegen ihrer knallharten Defense. Kobe werden sie nicht ausschalten können, aber er wird es so schwer haben, wie nie zuvor in diesen Playoffs. Daher wird ein ganz entscheidendes Duell auf der Power Forward Position sein. Gasol liefert an einem guten Tag 20/20, ist unberechenbar… Sein Gegenüber Kevin Garnett war früher vielleicht mal der beste Power Forward der NBA, auch wenn er definitiv nicht ganz dicht im Kopf ist. Inzwischen hat KG abgebaut und es bleibt abzuwarten, ob er es schafft, Gasol aus dem Spiel zu nehmen. Sollte das gelingen, bleibt den Lakers außer Ron Artest und Lamar Odom nicht mehr viel an Optionen. Andrew Bynum ist immer noch nicht so weit, dass er groß was reißen wird und von der Bank kommt ansonsten nicht mehr viel, eher gesagt überhaupt nichts.

Dafür haben die Lakers allerdings Heimvorteil und beginnen daher in wenigen Stunden die Serie auch in ihrem Staples Center. Ich denke, die Celtics klauen sich gleich eines der beiden ersten Heimspiele der Lakers und gewinnen die Serie dann souverän 4:2, Rajan Rondo wird Finals MVP und die Celtics bleiben mit Abstand Rekordmeister.